Das Leben Jesu bis zum Alter von 12 Jahren 11 Studien
- 1Warum und wie schrieb Lukas sein Evangelium?
- 2Ankündigung der Geburt Johannes des Täufers
- 3Ankündigung der Geburt Jesu, des Messias
- 4Marias Besuch bei Elisabet
- 5Die erste Volkszählung des Quirinius
Der Beginn des Wirkens in Galiläa 1 Studie
Vom zweiten zum dritten Passahfest 7 Studien
- 13Die Bergpredigt (1), die Seligpreisungen
- 14Die Bergpredigt (2), die von Lukas verzeichneten Weherufe
- 15Die Auferweckung des Sohnes der Witwe von Nain
- 16Jesus, der Messias, im Haus des Pharisäers
- 17Eine Frau unterbricht den Messias Jesus
Vom 3. Passa bis zum Beginn der letzten Woche 15 Studien
- 20Die Reise durch Samaria
- 21Die Reaktion von Jakobus und Johannes
- 22Die Männer, die dem Messias Jesus nachfolgen wollen
- 23Der barmherzige Samariter
- 24Unterweisung über das Gebet
Die letzte Woche vor der Verhaftung 1 Studie
Der letzte Tag bis zur Kreuzigung 2 Studien
Die Auferstehung und die verschiedenen Erscheinungen 1 Studie
Die Widersprüche 4 Studien
Das Wirken des Petrus 5 Studien
Das Leben Jesu bis zum Alter von 12 Jahren
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PER001
Warum und wie schrieb Lukas sein Evangelium?
Dieser Artikel erläutert die Gründe und die Methode, mit denen Lukas sein Evangelium schrieb, und hebt seine sorgfältige, historische Vorgehensweise hervor, verlässliche Berichte über das Leben Jesu zusammenzustellen.
Lukas 1.1-4 (Lutherbibel 1912) :Sintemal sich's viele unterwunden haben, Bericht zu geben von den Geschichten, so unter uns ergangen sind,wie uns das gegeben haben, die es von Anfang selbst gesehen und Diener des Worts gewesen sind:habe ich's auch für gut angesehen, nachdem ich's alles von Anbeginn mit Fleiß erkundet habe, daß ich's dir, mein guter Theophilus, in Ordnung schriebe,auf das du gewissen Grund erfahrest der Lehre, in welcher du unterrichtet bist.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
Ergänzend
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ANN001
Das Lukasevangelium
Das Evangelium nach Lukas bildet zusammen mit der Apostelgeschichte ein zweibändiges Werk über die Ursprünge des Christentums. Lukas war kein Zeuge…
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ANN001
Das Lukasevangelium
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PER003
Ankündigung der Geburt Johannes des Täufers
Dieser Artikel beschreibt die Ankündigung der Geburt Johannes des Täufers, die ausschließlich im Lukasevangelium erzählt wird. Er hebt die Sorgfalt bei historischen Einzelheiten und die prophetische Bedeutung des Johannes als Wegbereiter Jesu hervor.
Lukas 1.5-25 (Lutherbibel 1912) :Zu der Zeit des Herodes, des Königs von Judäa, war ein Priester von der Ordnung Abia, mit Namen Zacharias, und sein Weib war von den Töchtern Aarons, welche hieß Elisabeth.Sie waren aber alle beide fromm vor Gott und wandelten in allen Geboten und Satzungen des HERRN untadelig.Und sie hatten kein Kind; denn Elisabeth war unfruchtbar, und waren beide wohl betagt.Und es begab sich, da er des Priesteramtes pflegte vor Gott zur Zeit seiner Ordnung,nach Gewohnheit des Priestertums, und an ihm war, daß er räuchern sollte, ging er in den Tempel des HERRN.Und die ganze Menge des Volks war draußen und betete unter der Stunde des Räucherns.Es erschien ihm aber der Engel des HERRN und stand zur rechten Hand am Räucheraltar.Und als Zacharias ihn sah, erschrak er, und es kam ihn eine Furcht an.Aber der Engel sprach zu ihm: Fürchte dich nicht, Zacharias! denn dein Gebet ist erhört, und dein Weib Elisabeth wird dir einen Sohn gebären, des Namen sollst du Johannes heißen.Und du wirst des Freude und Wonne haben, und viele werden sich seiner Geburt freuen.Denn er wird groß sein vor dem HERRN; Wein und starkes Getränk wird er nicht trinken und wird noch im Mutterleibe erfüllt werden mit dem heiligen Geist.Und er wird der Kinder Israel viele zu Gott, ihrem HERRN, bekehren.Und er wird vor ihm her gehen im Geist und Kraft des Elia, zu bekehren die Herzen der Väter zu den Kindern und die Ungläubigen zu der Klugheit der Gerechten, zuzurichten dem HERRN ein bereitet Volk.Und Zacharias sprach zu dem Engel: Wobei soll ich das erkennen? Denn ich bin alt und mein Weib ist betagt.Der Engel antwortete und sprach zu ihm: Ich bin Gabriel, der vor Gott steht, und bin gesandt, mit dir zu reden, daß ich dir solches verkündigte.Und siehe, du wirst verstummen und nicht reden können bis auf den Tag, da dies geschehen wird, darum daß du meinen Worten nicht geglaubt hast, welche sollen erfüllt werden zu ihrer Zeit.Und das Volk wartete auf Zacharias und verwunderte sich, daß er so lange im Tempel verzog.Und da er herausging, konnte er nicht mit ihnen reden; und sie merkten, daß er ein Gesicht gesehen hatte im Tempel. Und er winkte ihnen und blieb stumm.Und es begab sich, da die Zeit seines Amts aus war, ging er heim in sein Haus.Und nach den Tagen ward sein Weib Elisabeth schwanger und verbarg sich fünf Monate und sprach:Also hat mir der HERR getan in den Tagen, da er mich angesehen hat, daß er meine Schmach unter den Menschen von mir nähme.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
PER004
Ankündigung der Geburt Jesu, des Messias
Der Artikel behandelt die Ankündigung der Geburt Jesu durch den Engel Gabriel an Maria im Lukasevangelium und betont seine Empfängnis durch den Heiligen Geist. Er untersucht auch den prophetischen und familiären Zusammenhang dieses bedeutenden Ereignisses des Christentums.
Lukas 1.26-38 (Lutherbibel 1912) :Und im sechsten Monat ward der Engel Gabriel gesandt von Gott in eine Stadt in Galiläa, die heißt Nazareth,zu einer Jungfrau, die vertraut war einem Manne mit Namen Joseph, vom Hause David: und die Jungfrau hieß Maria.Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Gegrüßet seist du, Holdselige! Der HERR ist mit dir, du Gebenedeite unter den Weibern!Da sie aber ihn sah, erschrak sie über seine Rede und gedachte: Welch ein Gruß ist das?Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria! du hast Gnade bei Gott gefunden.Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, des Namen sollst du Jesus heißen.Der wird groß sein und ein Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der HERR wird ihm den Stuhl seines Vaters David geben;und er wird ein König sein über das Haus Jakob ewiglich, und seines Königreiches wird kein Ende sein.Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, da ich von keinem Manne weiß?Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das von dir geboren wird, Gottes Sohn genannt werden.Und siehe, Elisabeth, deine Gefreunde, ist auch schwanger mit einem Sohn in ihrem Alter und geht jetzt im sechsten Monat, von der man sagt, daß sie unfruchtbar sei.Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich.Maria aber sprach: Siehe ich bin des HERRN Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast. Und der Engel schied von ihr.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
PER005
Marias Besuch bei Elisabet
Marias Besuch bei Elisabet, von dem das Lukasevangelium berichtet, unterstreicht Marias Glauben und die prophetische Bedeutung dieses Ereignisses für die Erfüllung der Schrift. Der Artikel untersucht den historischen und theologischen Zusammenhang dieser Begegnung.
Lukas 1.39-45 (Lutherbibel 1912) :Maria aber stand auf in den Tagen und ging auf das Gebirge eilends zu der Stadt Juda'sund kam in das Haus des Zacharias und grüßte Elisabeth.Und es begab sich, als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leibe. Und Elisabeth ward des heiligen Geistes vollund rief laut und sprach: Gebenedeit bist du unter den Weibern, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes!Und woher kommt mir das, daß die Mutter meines HERRN zu mir kommt?Siehe, da ich die Stimme deines Grußes hörte, hüpfte mit Freuden das Kind in meinem Leibe.Und o selig bist du, die du geglaubt hast! denn es wird vollendet werden, was dir gesagt ist von dem HERRN.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
PER011
Die erste Volkszählung des Quirinius
Dieser Artikel untersucht die umstrittene, nur von Lukas erwähnte Volkszählung des Quirinius, die ohne verfügbare greifbare Belege im Jahr -2 v. Chr. stattgefunden haben soll. Lukas soll seine zeitgenössischen Quellen überprüft haben, was seinen Bericht glaubwürdiger macht, obwohl die Geschichtlichkeit des Ereignisses umstritten bleibt.
Lukas 2.1-2 (Lutherbibel 1912) :Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, daß alle Welt geschätzt würde.Und diese Schätzung war die allererste und geschah zu der Zeit, da Cyrenius Landpfleger von Syrien war.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
PER014
Der Stammbaum oder die Stammbäume
Der Artikel untersucht die Stammbäume Jesu bei Matthäus und Lukas, die sowohl seine königliche Abstammung durch Josef als auch sein Menschsein durch Maria widerspiegeln. Diese einander ergänzenden Berichte betonen Jesu göttliche und menschliche Doppelnatur und stärken seine messianische Legitimität.
Lukas 3.23-38 (Lutherbibel 1912) :Und Jesus war, da er anfing, ungefähr dreißig Jahre alt, und ward gehalten für einen Sohn Josephs, welcher war ein Sohn Eli's,der war ein Sohn Matthats, der war ein Sohn Levis, der war ein Sohn Melchis, der war ein Sohn Jannas, der war ein Sohn Josephs,der war ein Sohn des Mattathias, der war ein Sohn des Amos, der war ein Sohn Nahums, der war ein Sohn Eslis, der war ein Sohn Nangais,der war ein Sohn Maaths, der war ein Sohn des Mattathias, der war ein Sohn Simeis, der war ein Sohn Josechs, der war ein Sohn Juda's,der war ein Sohn Johanans, der war ein Sohn Resas, der war ein Sohn Serubabels, der war ein Sohn Sealthiels, der war ein Sohn Neris,der war ein Sohn Melchis, der war ein Sohn Addis, der war ein Sohn Kosams, der war ein Sohn Elmadams, der war ein Sohn Hers,der war ein Sohn des Jesus, der war ein Sohn Eliesers, der war ein Sohn Jorems, der war ein Sohn Matthats, der war ein Sohn Levis,der war ein Sohn Simeons, der war ein Sohn Judas, der war ein Sohn Josephs, der war ein Sohn Jonams, der war ein Sohn Eliakims,der war ein Sohn Meleas, der war ein Sohn Menams, der war ein Sohn Mattathans, der war ein Sohn Nathans, der war ein Sohn Davids,der war ein Sohn Jesses, der war ein Sohn Obeds, der war ein Sohn des Boas, der war ein Sohn Salmas, der war ein Sohn Nahessons,der war ein Sohn Amminadabs, der war ein Sohn Rams, der war ein Sohn Hezrons, der war ein Sohn des Perez, der war ein Sohn Juda's,der war ein Sohn Jakobs, der war ein Sohn Isaaks, der war ein Sohn Abrahams, der war ein Sohn Tharahs, der war ein Sohn Nahors,der war ein Sohn Serugs, der war ein Sohn Regus, der war ein Sohn Pelegs, der war ein Sohn Ebers, der war ein Sohn Salahs,der war ein Sohn Kenans, der war ein Sohn Arphachsads, der war ein Sohn Sems, der war ein Sohn Noahs, der war ein Sohn Lamechs,der war ein Sohn Methusalahs, der war ein Sohn Henochs, der war ein Sohn Jareds, der war ein Sohn Mahalaleels, der war ein Sohn Kenans,der war ein Sohn des Enos, der war ein Sohn Seths, der war ein Sohn Adams, der war Gottes.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
PER015
Der Besuch der Hirten
Diese nur von Lukas (Lk 2,8-20) berichtete Begebenheit beschreibt den Besuch der Hirten aus Bethlehem beim Jesuskind, geleitet von einer leuchtenden Engelserscheinung in der Nacht des 13. Oktober -2 v. Chr. Als einzige Zeugen dieser himmlischen Offenbarung verlassen sie ihre Herden, um den Messias zu sehen. Ihr Besuch tröstet Maria und Josef fern der Familie. In einem ersten Akt der Evangelisation kehren die Hirten zurück, preisen Gott und bezeugen das Gesehene.
Lukas 2.8-20 (Lutherbibel 1912) :Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde.Und siehe, des HERRN Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des HERRN leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr.Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird;denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der HERR, in der Stadt Davids.Und das habt zum Zeichen: ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen:Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen.Und da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Laßt uns nun gehen gen Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der HERR kundgetan hat.Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Joseph, dazu das Kind in der Krippe liegen.Da sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kinde gesagt war.Und alle, vor die es kam, wunderten sich der Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten.Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott um alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
PER016
Die Beschneidung des Jesuskindes
Lukas 2.21 berichtet von der Beschneidung des Jesuskindes acht Tage nach seiner Geburt in Bethlehem. Nach dem mosaischen Gesetz lassen Josef und Maria das Kind beschneiden und nennen es Jesus, wie der Engel Gabriel angekündigt hatte. Der hebräische Name Yehoshua bedeutet „der Ewige ist Rettung“. Nur Lukas erzählt diese Begebenheit und betont das Menschsein des Messias und seine Verwurzelung in der jüdischen Tradition.
Lukas 2.21 (Lutherbibel 1912) :Und da acht Tage um waren, daß das Kind beschnitten würde, da ward sein Name genannt Jesus, welcher genannt war von dem Engel, ehe denn er in Mutterleibe empfangen ward.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
PER022
Josefs zweiter Traum
Der Artikel behandelt Josefs zweiten Traum, von dem Matthäus berichtet (Mt 2,13–15): Ein Engel befiehlt ihm, mit Maria und Jesus nach Ägypten zu fliehen. Die Erzählung betont den göttlichen Schutz und Josefs entscheidende Rolle. Sie untersucht die Unterschiede zwischen Matthäus und Lukas und vermittelt historische und theologische Einsichten.
Matthäus 2.13-15 (Lutherbibel 1912) :Da sie aber hinweggezogen waren, siehe, da erschien der Engel des HERRN dem Joseph im Traum und sprach: Stehe auf und nimm das Kindlein und seine Mutter zu dir und flieh nach Ägyptenland und bleib allda, bis ich dir sage; denn es ist vorhanden, daß Herodes das Kindlein suche, dasselbe umzubringen.Und er stand auf und nahm das Kindlein und seine Mutter zu sich bei der Nacht und entwich nach Ägyptenland.Und blieb allda bis nach dem Tod des Herodes, auf daß erfüllet würde, was der HERR durch den Propheten gesagt hat, der da spricht: “Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.”Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
PER027
Die Rückkehr nach Nazareth
Der Artikel untersucht Jesu Rückkehr nach Nazareth und stellt die Berichte von Matthäus und Lukas gegenüber, die ihre unterschiedlichen Absichten widerspiegeln. Matthäus richtet sich an Juden und erwähnt den Aufenthalt in Ägypten, um eine Prophezeiung hervorzuheben; Lukas dagegen erwähnt ihn nicht, da er eher ein nichtjüdisches Publikum anspricht.
Hosea 11.1 (Lutherbibel 1912) :Da Israel jung war, hatte ich ihn lieb und rief ihn, meinen Sohn, aus Ägypten.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
PER028
Der zwölfjährige Jesus im Tempel
Dieser Artikel behandelt die Begebenheit im Lukasevangelium, in der Jesus mit zwölf Jahren im Tempel lehrt. Er beleuchtet das gleichzeitige Bestehen seines göttlichen Wissens und seines menschlichen Lebens und erklärt sein geistliches und körperliches Wachstum. Lukas und die Evangelien lassen seine Jugendjahre aus, um seinen gewöhnlichen Lebensweg als göttliche Person hervorzuheben.
Lukas 2.41-52 (Lutherbibel 1912) :Und seine Eltern gingen alle Jahre gen Jerusalem auf das Osterfest.Und da er zwölf Jahre alt war, gingen sie hinauf gen Jerusalem nach der Gewohnheit des Festes.Und da die Tage vollendet waren und sie wieder nach Hause gingen, blieb das Kind Jesus zu Jerusalem, und seine Eltern wußten's nicht.Sie meinten aber, er wäre unter den Gefährten, und kamen eine Tagereise weit und suchten ihn unter den Gefreunden und Bekannten.Und da sie ihn nicht fanden, gingen sie wiederum gen Jerusalem und suchten ihn.Und es begab sich, nach drei Tagen fanden sie ihn im Tempel sitzen mitten unter den Lehrern, wie er ihnen zuhörte und sie fragte.Und alle, die ihm zuhörten, verwunderten sich seines Verstandes und seiner Antworten.Und da sie ihn sahen, entsetzten sie sich. Seine Mutter aber sprach zu ihm: Mein Sohn, warum hast du uns das getan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht.Und er sprach zu ihnen: Was ist's, daß ihr mich gesucht habt? Wisset ihr nicht, daß ich sein muß in dem, das meines Vaters ist?Und sie verstanden das Wort nicht, das er mit ihnen redete.Und er ging mit ihnen hinab und kam gen Nazareth und war ihnen untertan. Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen.Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org
Der Beginn des Wirkens in Galiläa
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PER055
Der erste wunderbare Fischfang
Perikope 55 berichtet vom ersten wunderbaren Fischfang, den allein Lukas überliefert (Lk 5.1-11), zu Beginn des Wirkens Jesu in Galiläa. Nach einer erfolglosen Nacht des Fischens befiehlt Jesus Simon Petrus, die Netze auszuwerfen, was einen außergewöhnlichen Fang zur Folge hat. Dieses Wunder, das sich von dem in Johannes 21 unterscheidet, scheint es den Jüngern ermöglicht zu haben, für die Bedürfnisse ihrer Familien zu sorgen, bevor sie alles verließen, um Jesus nachzufolgen, und veranschaulicht die göttliche Vorsehung, die jeden Ruf begleitet.
Markus 1.16-20 (Lutherbibel 1912) :Da er aber am Galiläischen Meer ging, sah er Simon und Andreas, seinen Bruder, daß sie ihre Netze ins Meer warfen; denn sie waren Fischer.Und Jesus sprach zu ihnen: Folget mir nach; ich will euch zu Menschenfischern machen!Alsobald verließen sie ihre Netze und folgten ihm nach.Und da er von da ein wenig weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, seinen Bruder, daß sie die Netze im Schiff flickten; und alsbald rief er sie.Und sie ließen ihren Vater Zebedäus im Schiff mit den Tagelöhnern und folgten ihm nach.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org
Vom zweiten zum dritten Passahfest
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PER085
Die Bergpredigt (1), die Seligpreisungen
Der Artikel untersucht die Bergpredigt und betont die Unterschiede zwischen Matthäus und Lukas. Er erklärt, wie diese vor allem an die Jünger gerichteten Lehren Jesu wiederholt und zusammengestellt wurden. Besonderes Augenmerk gilt den Seligpreisungen und ihrer geistlichen Bedeutung.
Matthäus 5.2-12 (Lutherbibel 1912) :Und er tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach:Selig sind, die da geistlich arm sind; denn das Himmelreich ist ihr.Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden.Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.Selig sind, die reines Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen.Selig sind, die um Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn das Himmelreich ist ihr.Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, so sie daran lügen.Seid fröhlich und getrost; es wird euch im Himmel wohl belohnt werden. Denn also haben sie verfolgt die Propheten, die vor euch gewesen sind.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
PER086
Die Bergpredigt (2), die von Lukas verzeichneten Weherufe
Dieser Artikel behandelt die Weherufe Jesu in der Bergpredigt nach Lukas. Diese Warnungen verurteilen materielle Bindungen und das Streben nach menschlicher Anerkennung und betonen die wesentlichen Werte wahrer Jüngerschaft.
Matthäus 23.13-31 (Lutherbibel 1912) :Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr das Himmelreich zuschließet vor den Menschen! Ihr kommt nicht hinein, und die hinein wollen, laßt ihr nicht hineingehen.Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr der Witwen Häuser fresset und wendet lange Gebete vor! Darum werdet ihr desto mehr Verdammnis empfangen.Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr Land und Wasser umziehet, daß ihr einen Judengenossen macht; und wenn er's geworden ist, macht ihr aus ihm ein Kind der Hölle, zwiefältig mehr denn ihr seid!Weh euch, verblendete Leiter, die ihr sagt: “Wer da schwört bei dem Tempel, das ist nichts; wer aber schwört bei dem Gold am Tempel, der ist's schuldig.”Ihr Narren und Blinden! Was ist größer: das Gold oder der Tempel, der das Gold heiligt?“Wer da schwört bei dem Altar, das ist nichts; wer aber schwört bei dem Opfer, das darauf ist, der ist's schuldig.”Ihr Narren und Blinden! Was ist größer: das Opfer oder der Altar, der das Opfer heiligt?Darum, wer da schwört bei dem Altar, der schwört bei demselben und bei allem, was darauf ist.Und wer da schwört bei dem Tempel, der schwört bei demselben und bei dem, der darin wohnt.Und wer da schwört bei dem Himmel, der schwört bei dem Stuhl Gottes und bei dem, der darauf sitzt.Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr verzehntet die Minze, Dill und Kümmel, und laßt dahinten das Schwerste im Gesetz, nämlich das Gericht, die Barmherzigkeit und den Glauben! Dies soll man tun und jenes nicht lassen.Ihr verblendeten Leiter, die ihr Mücken seihet und Kamele verschluckt!Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr die Becher und Schüsseln auswendig reinlich haltet, inwendig aber ist's voll Raubes und Fraßes!Du blinder Pharisäer, reinige zum ersten das Inwendige an Becher und Schüssel, auf das auch das Auswendige rein werde!Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr gleich seid wie die übertünchten Gräber, welche auswendig hübsch scheinen, aber inwendig sind sie voller Totengebeine und alles Unflats!Also auch ihr: von außen scheint ihr den Menschen fromm, aber in wendig seid ihr voller Heuchelei und Untugend.Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr der Propheten Gräber bauet und schmücket der Gerechten Gräberund sprecht: Wären wir zu unsrer Väter Zeiten gewesen, so wollten wir nicht teilhaftig sein mit ihnen an der Propheten Blut!So gebt ihr über euch selbst Zeugnis, daß ihr Kinder seid derer, die die Propheten getötet haben.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
PER111
Die Auferweckung des Sohnes der Witwe von Nain
Jesus erweckt in Nain den Sohn einer Witwe zum Leben und zeigt damit seine göttliche Macht und seine Rolle als Prophet. Das in Lukas 7:11-17 geschilderte Ereignis findet nach der Bergpredigt statt und zieht eine große Menschenmenge an. Die Dorfbewohner sehen in Jesus einen großen Propheten, und die Nachricht verbreitet sich in Galiläa und Judäa.
Lukas 7.11-17 (Lutherbibel 1912) :Und es begab sich darnach, daß er in eine Stadt mit Namen Nain ging; und seiner Jünger gingen viele mit ihm und viel Volks.Als er aber nahe an das Stadttor kam, siehe, da trug man einen Toten heraus, der ein einziger Sohn war seiner Mutter, und sie war eine Witwe; und viel Volks aus der Stadt ging mit ihr.Und da sie der HERR sah, jammerte ihn derselben, und er sprach zu ihr: Weine nicht!Und er trat hinzu und rührte den Sarg an; und die Träger standen. Und er sprach: Jüngling, ich sage dir, stehe auf!Und der Tote richtete sich auf und fing an zu reden; und er gab ihn seiner Mutter.Und es kam sie alle eine Furcht an und sie priesen Gott und sprachen: Es ist ein großer Prophet unter uns aufgestanden, und Gott hat sein Volk heimgesucht.Und diese Rede von ihm erscholl in das ganze jüdische Land und in alle umliegenden Länder.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
PER117
Jesus, der Messias, im Haus des Pharisäers
In Kafarnaum nimmt Jesus die Einladung eines Pharisäers namens Simon an. Während des Mahls salbt eine Sünderin seine Füße mit Tränen und wohlriechendem Öl. Angesichts der Verachtung Simons erzählt Jesus ein Gleichnis über die Vergebung und erklärt, dass die Frau durch ihren Glauben gerettet ist. Diese Begebenheit, die nur Lukas berichtet (7,36-50), veranschaulicht den Gegensatz zwischen dem religiösen Hochmut der Pharisäer und der reuigen Demut, die den Weg zum Heil öffnet.
Lukas 7.44-46 (Lutherbibel 1912) :Und er wandte sich zu dem Weibe und sprach zu Simon: Siehest du dies Weib? Ich bin gekommen in dein Haus; du hast mir nicht Wasser gegeben zu meinen Füßen; diese aber hat meine Füße mit Tränen genetzt und mit den Haaren ihres Hauptes getrocknet.Du hast mir keinen Kuß gegeben; diese aber, nachdem sie hereingekommen ist, hat sie nicht abgelassen, meine Füße zu küssen.Du hast mein Haupt nicht mit Öl gesalbt; sie aber hat meine Füße mit Salbe gesalbt.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
PER127
Eine Frau unterbricht den Messias Jesus
Dieser Artikel untersucht eine von Lukas berichtete Begebenheit, bei der eine Frau ihre Bewunderung für Jesus zum Ausdruck bringt und dadurch den damaligen gesellschaftlichen Wandel sichtbar macht. Jesus antwortet, indem er die Bedeutung derer betont, die seine Lehren hören und umsetzen, und geht damit über die traditionellen Familienbande hinaus.
Lukas 11.27-28 (Lutherbibel 1912) :Und es begab sich, da er solches redete, erhob ein Weib im Volk die Stimme und sprach zu ihm: Selig ist der Leib, der dich getragen hat, und die Brüste, die du gesogen hast.Er aber sprach: Ja, selig sind, die das Wort Gottes hören und bewahren.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
PER129
Die große Menschenmenge
Der Artikel analysiert die Menschenmengen, die Jesus folgen, und ihre sozialen und religiösen Auswirkungen, insbesondere im Hinblick auf die Autoritäten. Er untersucht den wachsenden Einfluss Jesu und den Widerstand, den er hervorruft.
Markus 2.8 (Lutherbibel 1912) :Und Jesus erkannte alsbald in seinem Geist, daß sie also gedachten bei sich selbst, und sprach zu Ihnen: Was denkt ihr solches in eurem Herzen?Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
PER132
Die Lehre des Messias Jesus über die Sorge
Jesus lehrt, sich um materielle Bedürfnisse keine Sorgen zu machen. Er veranschaulicht Gottes Fürsorge anhand von Beispielen aus der Natur und betont den Vorrang des Reiches Gottes.
Lukas 12.22-34 (Lutherbibel 1912) :Er sprach aber zu seinen Jüngern: Darum sage ich euch: Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen sollt, auch nicht für euren Leib, was ihr antun sollt.Das Leben ist mehr denn die Speise, und der Leib mehr denn die Kleidung.Nehmet wahr der Raben: die sähen nicht, sie ernten auch nicht, sie haben auch keinen Keller noch Scheune; und Gott nährt sie doch. Wie viel aber seid ihr besser denn die Vögel!Welcher ist unter euch, ob er schon darum sorget, der da könnte eine Elle seiner Länge zusetzen?So ihr denn das Geringste nicht vermöget, warum sorgt ihr für das andere?Nehmet wahr der Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen: sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch aber, daß auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht ist bekleidet gewesen als deren eines.So denn das Gras, das heute auf dem Felde steht und morgen in den Ofen geworfen wird, Gott also kleidet, wie viel mehr wird er euch kleiden, ihr Kleingläubigen!Darum auch ihr, fraget nicht darnach, was ihr essen oder was ihr trinken sollt, und fahret nicht hoch her.Nach solchem allen trachten die Heiden in der Welt; aber euer Vater weiß wohl, das ihr des bedürfet.Doch trachtet nach dem Reich Gottes, so wird euch das alles zufallen.Fürchte dich nicht, du kleine Herde! denn es ist eures Vaters Wohlgefallen, euch das Reich zu geben.Verkaufet, was ihr habt, und gebt Almosen. Machet euch Beutel, die nicht veralten, einen Schatz, der nimmer abnimmt, im Himmel, da kein Dieb zukommt, und den keine Motten fressen.Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org
Vom 3. Passa bis zum Beginn der letzten Woche
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PER209
Die Reise durch Samaria
Die Perikope 209 berichtet von der Reise Jesu und seiner Jünger durch Samarien, die nur von Lukas überliefert wird. Als Jesus Galiläa am 3. Oktober 32 n. Chr. verlässt, wählt er den kürzeren samaritischen Weg nach Jerusalem. Einige Dörfer weigern sich, ihn aufzunehmen, was die Spannungen zwischen Juden und Samaritern verdeutlicht, andere hingegen nehmen ihn auf. Diese Passage deutet die weltweite Mission und die spätere Evangelisierung der Region durch die 70 Jünger voraus.
Lukas 9.52-53 (Lutherbibel 1912) :Und er sandte Boten vor sich hin; die gingen hin und kamen in einen Markt der Samariter, daß sie ihm Herberge bestellten.Und sie nahmen ihn nicht an, darum daß er sein Angesicht gewendet hatte, zu wandeln gen Jerusalem.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
PER210
Die Reaktion von Jakobus und Johannes
Während der Reise Jesu durch Samarien schlagen Jakobus und Johannes, die „Donnersöhne“, vor, Feuer vom Himmel auf ein feindseliges samaritisches Dorf herabfallen zu lassen. Jesus weist sie streng zurecht und erinnert daran, dass er gekommen ist, um die Menschen zu retten und nicht, um sie zu verderben. Diese nur von Lukas berichtete Episode (Lk 9,54-56) veranschaulicht die jüdisch-samaritischen Spannungen und die allmähliche Prägung der Jünger hin zu einem Geist der Barmherzigkeit.
Lukas 9.54-56 (Lutherbibel 1912) :Da aber das seine Jünger Jakobus und Johannes sahen, sprachen sie: HERR, willst du, so wollen wir sagen, daß Feuer vom Himmel falle und verzehre sie, wie Elia tat.Jesus aber wandte sich um und bedrohte sie und sprach: Wisset ihr nicht, welches Geistes Kinder ihr seid?Des Menschen Sohn ist nicht gekommen, der Menschen Seelen zu verderben, sondern zu erhalten.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
PER211
Die Männer, die dem Messias Jesus nachfolgen wollen
Lukas 9,57-62 stellt drei Männer vor, die dem Messias Jesus nachfolgen möchten, jeder mit einer Bedingung oder einem Zögern. Jesus antwortet mit dem Ruf zum Verzicht auf materielle Bequemlichkeit, zum Vorrang des Reiches vor den familiären Pflichten und zu einer Entschlossenheit ohne Zurückschauen. Diese Passage, die nur bei Lukas steht, spielt während der Reise durch Samaria nach Jerusalem und ist ein radikaler Ruf zu einer völligen, kompromisslosen Hingabe an den Messias.
Lukas 9.57-62 (Lutherbibel 1912) :Und sie gingen in einen anderen Markt. Es begab sich aber, da sie auf dem Wege waren, sprach einer zu ihm: Ich will dir folgen, wo du hin gehst.Und Jesus sprach zu ihm: Die Füchse haben Gruben, und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; aber des Menschen Sohn hat nicht, da er sein Haupt hin lege.Und er sprach zu einem andern: Folge mir nach! Der sprach aber: HERR, erlaube mir, daß ich zuvor hingehe und meinen Vater begrabe.Aber Jesus sprach zu ihm: Laß die Toten ihre Toten begraben; gehe du aber hin und verkündige das Reich Gottes!Und ein anderer sprach: HERR, ich will dir nachfolgen; aber erlaube mir zuvor, daß ich einen Abschied mache mit denen, die in meinem Hause sind.Jesus aber sprach zu ihm: Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt zum Reich Gottes.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
PER222
Der barmherzige Samariter
Die Perikope PER222 stellt das Gleichnis vom barmherzigen Samariter (Lukas 10.25-37) dar, das Jesus als Antwort auf einen Gesetzeslehrer erzählte, der ihm eine Falle stellen wollte. Dieses Gleichnis, das im November des Jahres 32 n. Chr. in Betanien jenseits des Jordan spielt, lehrt, dass der wahre „Nächste“ nicht durch Religion oder Kultur bestimmt wird, sondern durch die Tat der Barmherzigkeit. Der verachtete Samariter wird zum Vorbild des Mitgefühls, zum sinnbildlichen Bild des Messias selbst, der der verwundeten Menschheit zu Hilfe kommt.
Matthäus 19.16-22 (Lutherbibel 1912) :Und siehe, einer trat zu ihm und sprach: Guter Meister, was soll ich Gutes tun, daß ich das ewige Leben möge haben?Er aber sprach zu ihm: Was heißest du mich gut? Niemand ist gut denn der einige Gott. Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote.Da sprach er zu ihm: Welche? Jesus aber sprach: “Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben;ehre Vater und Mutter;” und: “Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.”Da sprach der Jüngling zu ihm: Das habe ich alles gehalten von meiner Jugend auf; was fehlt mir noch?Jesus sprach zu ihm: Willst du vollkommen sein, so gehe hin, verkaufe, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm und folge mir nach!Da der Jüngling das Wort hörte, ging er betrübt von ihm, denn er hatte viele Güter.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
PER224
Unterweisung über das Gebet
Die Perikope PER224 stellt die Unterweisung Jesu über das Gebet dar, die er im Dezember des Jahres 32 n. Chr. auf dem Ölberg gab. Gestützt auf Matthäus 6.9-13 und Lukas 11.1-4 untersucht sie das Vaterunser in zwei unterschiedlichen Zusammenhängen. Lukas verortet die Episode in der Nähe von Jerusalem, nach dem Besuch in Betanien und vor der Heilung eines Besessenen. Die Jünger, von denen einige Johannes dem Täufer gefolgt waren, bitten Jesus, sie beten zu lehren.
Lukas 11.1-4 (Lutherbibel 1912) :Und es begab sich, daß er war an einem Ort und betete. Und da er aufgehört hatte, sprach seiner Jünger einer zu ihm: HERR, lehre uns beten, wie auch Johannes seine Jünger lehrte.Und er sprach zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: Unser Vater im Himmel, dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel.Gib uns unser täglich Brot immerdar.Und vergib uns unsre Sünden, denn auch wir vergeben allen, die uns schuldig sind. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Übel.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
PER225
Das Gleichnis vom aufdringlichen Freund
Das Gleichnis vom zudringlichen Freund (Lukas 11.5-13), das nur im Lukasevangelium vorkommt, schließt sich an die Unterweisung über das Vaterunser an. Jesus lehrt darin die Beharrlichkeit im Gebet: Wenn ein Freund schließlich dem Drängen nachgibt, wie viel großzügiger wird Gott denen geben, die ihn im Glauben bitten, und sogar den Heiligen Geist denen schenken, die darum bitten.
Matthäus 7.7-11 (Lutherbibel 1912) :Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.Welcher ist unter euch Menschen, so ihn sein Sohn bittet ums Brot, der ihm einen Stein biete?oder, so er ihn bittet um einen Fisch, der ihm eine Schlange biete?So denn ihr, die ihr doch arg seid, könnt dennoch euren Kindern gute Gaben geben, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten!Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
PER227
Die Einladung bei einem Pharisäer
Die Perikope 227 berichtet von der Einladung zu einem Mahl, die ein Pharisäer an den Messias Jesus richtete und die nur Lukas überliefert (Lk 11,37). Weit davon entfernt, wohlwollend zu sein, scheint diese Einladung eine Falle zu sein, die darauf zielte, Anklagen gegen Jesus vor Zeugen zu sammeln. Im Bewusstsein dessen, was auf dem Spiel steht, nimmt Jesus die Einladung dennoch an, getragen von der geistlichen Gewissheit, dass seine Stunde noch nicht gekommen war. Das Ereignis findet wahrscheinlich in Jerusalem statt, auf einer Reise, die Jesus trotz der Drohungen der religiösen Autoritäten unternimmt.
Johannes 7.51 (Lutherbibel 1912) :Richtet unser Gesetz auch einen Menschen, ehe man ihn verhört und erkennt, was er tut?Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
PER230
Das Gleichnis vom unfruchtbaren Feigenbaum
Das Gleichnis vom unfruchtbaren Feigenbaum (Lukas 13.6-9), das nur von Lukas berichtet wird, veranschaulicht die Geduld Gottes und die Dringlichkeit der Bekehrung. Jesus warnt, dass jeder Jünger ohne geistliche Frucht Gefahr läuft, dem Urteil zu verfallen, und betont zugleich, dass Gott eine zusätzliche Gnadenfrist gewährt. Dieser Text knüpft an Lukas 13.1-5 an und enthält eine doppelte Botschaft: ernste Warnung und göttliche Barmherzigkeit.
Johannes 19.38 (Lutherbibel 1912) :Darnach bat den Pilatus Joseph von Arimathia, der ein Jünger Jesu war, doch heimlich aus Furcht vor den Juden, daß er möchte abnehmen den Leichnam Jesu. Und Pilatus erlaubte es. Da kam er und nahm den Leichnam Jesu herab.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
PER231
Heilung einer Frau am Sabbat
Perikope 231 berichtet von der Heilung einer seit achtzehn Jahren gebrechlichen Frau durch Jesus an einem Sabbat in einer Synagoge in Jerusalem (Lukas 13.10-17). Diese Tat ruft die Empörung der religiösen Obrigkeit hervor, die Jesus beschämt, indem er auf ihre Widersprüche hinweist. Die Menge hingegen bewundert und preist Gott. Die Episode veranschaulicht die Spannung zwischen der pharisäischen Tradition und der echten Anwendung des göttlichen Gesetzes und rückt zugleich den ausdauernden Glauben dieser Frau ins Licht.
Lukas 13.10-17 (Lutherbibel 1912) :Und er lehrte in einer Schule am Sabbat.Und siehe, ein Weib war da, das hatte einen Geist der Krankheit achtzehn Jahre; und sie war krumm und konnte nicht wohl aufsehen.Da sie aber Jesus sah, rief er sie zu sich und sprach zu ihr: Weib, sei los von deiner Krankheit!Und legte die Hände auf sie; und alsobald richtete sie sich auf und pries Gott.Da antwortete der Oberste der Schule und war unwillig, daß Jesus am Sabbat heilte, und sprach zu dem Volk: Es sind sechs Tage, an denen man arbeiten soll; an ihnen kommt und laßt euch heilen, und nicht am Sabbattage.Da antwortete ihm der HERR und sprach: Du Heuchler! löst nicht ein jeglicher unter euch seinen Ochsen oder Esel von der Krippe am Sabbat und führt ihn zur Tränke?Sollte aber nicht gelöst werden am Sabbat diese, die doch Abrahams Tochter ist, von diesem Bande, welche Satanas gebunden hatte nun wohl achtzehn Jahre?Und als er solches sagte, mußten sich schämen alle, die ihm zuwider gewesen waren; und alles Volk freute sich über alle herrlichen Taten, die von ihm geschahen.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
PER236
Heilung eines wassersüchtigen Mannes
Ein Mann mit Wassersucht wird vom Messias Jesus bei einem Sabbatmahl im Haus eines Pharisäers in Jerusalem geheilt. Vor den Gesetzeskundigen stellt Jesus eine Frage zur Rechtmäßigkeit der Heilung am Sabbat und handelt dann, ohne ihre Antwort abzuwarten. Seine Gesprächspartner, unfähig zu entgegnen, schweigen. Lukas ist der einzige Evangelist, der diese Episode berichtet (Lukas 14.2-6); sie wird auf den 4. Dezember 32 n. Chr. datiert.
Lukas 14.3 (Lutherbibel 1912) :Und Jesus antwortete und sagte zu den Schriftgelehrten und Pharisäern und sprach: Ist's auch recht, am Sabbat zu heilen?Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
PER244
Das Gleichnis von der verlorenen Drachme
Dieses Gleichnis, das nur bei Lukas steht, zeigt Gott, dargestellt unter dem Bild einer Frau, die eine verlorene Drachme sucht und wiederfindet. Es versinnbildlicht die verirrte, doch in Gottes Augen kostbare Seele und unterstreicht Seine Barmherzigkeit und Seine Freude über die Rückkehr des Verirrten.
Lukas 15.8-10 (Lutherbibel 1912) :Oder welches Weib ist, die zehn Groschen hat, so sie der einen verliert, die nicht ein Licht anzünde und kehre das Haus und suche mit Fleiß, bis daß sie ihn finde?Und wenn sie ihn gefunden hat, ruft sie ihre Freundinnen und Nachbarinnen und spricht: Freuet euch mit mir; denn ich habe meinen Groschen gefunden, den ich verloren hatte.Also auch, sage ich euch, wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
PER246
Das Gleichnis vom untreuen Verwalter
Dieser Artikel behandelt das Gleichnis vom ungetreuen Verwalter bei Lukas und stellt fest, dass die List des Verwalters wegen ihrer Klugheit gelobt wird, nicht wegen seiner Unredlichkeit. Das Gleichnis regt zum Nachdenken darüber an, wie praktische Weisheit in geistlichen Angelegenheiten eingesetzt werden kann.
Lukas 16.1-13 (Lutherbibel 1912) :Er aber sprach zu seinen Jüngern: Es war ein reicher Mann, der hatte einen Haushalter; der ward von ihm berüchtigt, als hätte er ihm seine Güter umgebracht.Und er forderte ihn und sprach zu ihm: Wie höre ich das von dir? Tu Rechnung von deinem Haushalten; denn du kannst hinfort nicht Haushalter sein!Der Haushalter sprach bei sich selbst: Was soll ich tun? Mein Herr nimmt das Amt von mir; graben kann ich nicht, so schäme ich mich zu betteln.Ich weiß wohl, was ich tun will, wenn ich nun von dem Amt gesetzt werde, daß sie mich in ihre Häuser nehmen.Und er rief zu sich alle Schuldner seines Herrn und sprach zu dem ersten: Wie viel bist du meinem Herrn schuldig?Er sprach: Hundert Tonnen Öl. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief, setze dich und schreib flugs fünfzig.Darnach sprach er zu dem andern: Du aber, wie viel bist du schuldig? Er sprach: Hundert Malter Weizen. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief und schreib achtzig.Und der HERR lobte den ungerechten Haushalter, daß er klüglich gehandelt hatte; denn die Kinder dieser Welt sind klüger als die Kinder des Lichtes in ihrem Geschlecht.Und ich sage euch auch: Machet euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, auf daß, wenn ihr nun darbet, sie euch aufnehmen in die ewigen Hütten.Wer im geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu; und wer im Geringsten unrecht ist, der ist auch im Großen unrecht.So ihr nun in dem ungerechten Mammon nicht treu seid, wer will euch das Wahrhaftige vertrauen?Und so ihr in dem Fremden nicht treu seid, wer wird euch geben, was euer ist?Kein Knecht kann zwei Herren dienen: entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird dem einen anhangen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott samt dem Mammon dienen.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
PER250
Die Heilung der zehn Aussätzigen
Dieser Artikel behandelt die Heilung von zehn Aussätzigen durch Jesus, mit Schwerpunkt auf Dankbarkeit und Einbeziehung, insbesondere durch einen Samariter. Das Ereignis unterstreicht die Gnade Gottes und die Bedeutung des Glaubens über ethnische Grenzen hinweg.
Lukas 9.51 (Lutherbibel 1912) :Es begab sich aber, da die Zeit erfüllet war, daß er sollte von hinnen genommen werden, wendete er sein Angesicht, stracks gen Jerusalem zu wandeln.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
PER251
Der geistliche Aspekt des Reiches
Der Artikel untersucht die Auslegung des Reiches Gottes nach Lukas und hebt eine Frage der Pharisäer an Jesus über dessen Kommen hervor. Anders als bei einer bedingten Auffassung zeigt der griechische Text eine Frage im Präsens. Jesus erklärt, dass das Reich unauffällig errichtet wird und nur für geistlich Empfängliche wahrnehmbar ist.
Lukas 17.20-21 (Lutherbibel 1912) :Da er aber gefragt ward von den Pharisäern: Wann kommt das Reich Gottes? antwortete er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht mit äußerlichen Gebärden;man wird auch nicht sagen: Siehe hier! oder: da ist es! Denn sehet, das Reich Gottes ist inwendig in euch.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
PER253
Das Gleichnis vom ungerechten Richter
Der Artikel untersucht das Gleichnis vom ungerechten Richter (Lukas 18,1-8), das um die Beharrlichkeit im Gebet und das Warten auf das Reich kreist. Er hebt die einzigartige Erzählstruktur des Lukas hervor, der Gleichnisse zusammenführt, um seine Theologie des Glaubens und der göttlichen Gerechtigkeit zu vertiefen.
Lukas 18.1-8 (Lutherbibel 1912) :Er sagte ihnen aber ein Gleichnis davon, daß man allezeit beten und nicht laß werden solle,und sprach: Es war ein Richter in einer Stadt, der fürchtete sich nicht vor Gott und scheute sich vor keinem Menschen.Es war aber eine Witwe in dieser Stadt, die kam zu ihm und sprach: Rette mich von meinem Widersacher!Und er wollte lange nicht. Darnach aber dachte er bei sich selbst: Ob ich mich schon vor Gott nicht fürchte noch vor keinem Menschen scheue,dieweil aber mir diese Witwe so viel Mühe macht, will ich sie retten, auf daß sie nicht zuletzt komme und betäube mich.Da sprach der HERR: Höret hier, was der ungerechte Richter sagt!Sollte aber Gott nicht auch retten seine Auserwählten, die zu ihm Tag und Nacht rufen, und sollte er's mit ihnen verziehen?Ich sage euch: Er wird sie erretten in einer Kürze. Doch wenn des Menschen Sohn kommen wird, meinst du, daß er auch werde Glauben finden auf Erden?Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org
Die letzte Woche vor der Verhaftung
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PER299
Die Gabe der armen Witwe
Im Tempel von Jerusalem beobachtet Jesus, wie eine arme Witwe zwei kleine Münzen in den Opferkasten legt, alles, was sie besitzt. Im Gegensatz zu den Reichen, die prunkvoll von ihrem Überfluss geben, opfert sie ihren gesamten Lebensunterhalt. Jesus erklärt, sie habe mehr gegeben als alle anderen, und stellt damit die menschlichen Maßstäbe des Wertes auf den Kopf. Dieser Bericht, überliefert von Markus (12.41-44) und Lukas (21.1-4), lehrt, dass wahre Großzügigkeit nicht an der Menge des Gegebenen gemessen wird, sondern an der Haltung des Herzens und am gebrachten Opfer.
Markus 12.41-44 (Lutherbibel 1912) :Und Jesus setzte sich gegen den Gotteskasten und schaute, wie das Volk Geld einlegte in den Gotteskasten; und viele Reiche legten viel ein.Und es kam eine arme Witwe und legte zwei Scherflein ein; die machen einen Heller.Und er rief seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen: Diese arme Witwe hat mehr in den Gotteskasten gelegt denn alle, die eingelegt haben.Denn sie haben alle von ihrem Überfluß eingelegt; diese aber hat von ihrer Armut alles, was sie hatte, ihre ganze Nahrung, eingelegt.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org
Der letzte Tag bis zur Kreuzigung
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PER351
Worte an die Frauen
Auf dem Weg nach Golgatha wendet sich Jesus an die Frauen von Jerusalem, die um ihn weinen. Weit davon entfernt, sich auf sein eigenes Leiden zu konzentrieren, warnt er sie prophetisch vor einem schrecklichen Gericht, das über die Stadt kommen wird. Diese Episode, die nur bei Lukas vorkommt, zeigt Jesus als großen Propheten, der bis zuletzt um das Heil anderer besorgt ist, und kündigt die Zerstörung Jerusalems im Jahr 70 an.
Lukas 19.43-44 (Lutherbibel 1912) :Denn es wird die Zeit über dich kommen, daß deine Feinde werden um dich und deine Kinder mit dir eine Wagenburg schlagen, dich belagern und an allen Orten ängsten;und werden dich schleifen und keinen Stein auf dem andern lassen, darum daß du nicht erkannt hast die Zeit, darin du heimgesucht bist.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
PER354
Das Gespräch mit den beiden Übeltätern an seiner Seite
Perikope 354 analysiert das einzigartige Gespräch, das Lukas zwischen Jesus und den beiden neben ihm gekreuzigten Übeltätern überliefert (Lk 23,39-43). Der eine verspottet Jesus, der andere erkennt seine Schuld an, bekennt die Unschuld Jesu und bittet darum, in sein Reich aufgenommen zu werden. Jesus verheißt ihm das Paradies „heute“. Diese Stelle offenbart ein zentrales theologisches Paradox: Jesus rettet vom Kreuz aus und zeigt eine geistliche Autorität gerade dort, wo alles ihr zu widersprechen scheint.
Markus 15.27 (Lutherbibel 1912) :Und sie kreuzigten mit ihm zwei Mörder, einen zu seiner Rechten und einen zur Linken.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org
Die Auferstehung und die verschiedenen Erscheinungen
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PER366
Die Botschaft der Engel
Die Perikope PER366 analysiert die Botschaft der Engel an die Frauen am Grab, am Sonntagmorgen der Auferstehung. Im Vergleich von Matthäus, Markus und Lukas untersucht sie die Unterschiede bei der Zahl der Engel, beim verwendeten Wortschatz und bei der Rolle der Frauen als erste Zeuginnen. Diese Abweichungen spiegeln die redaktionelle Freiheit der Evangelisten wider und sind Hinweise auf die historische Echtheit des Auferstehungsberichts.
Markus 16.2-4 (Lutherbibel 1912) :Und sie kamen zum Grabe am ersten Tag der Woche sehr früh, da die Sonne aufging.Und sie sprachen untereinander: Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür?Und sie sahen dahin und wurden gewahr, daß der Stein abgewälzt war; denn er war sehr groß.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org
Die Widersprüche
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CTD002
Wer ist Josefs Vater?
Der Artikel untersucht den scheinbaren Widerspruch bezüglich des Vaters Josefs, des Mannes der Maria, zwischen Matthäus und Lukas. Er schlägt vor, dass Matthäus die Linie Josefs und Lukas die der Maria darstellt, wodurch die Abweichung aufgelöst wird. Dies zeigt die Geschlossenheit und die gegenseitige Ergänzung der Evangelien.
Lukas 3.23-38 (Lutherbibel 1912) :Und Jesus war, da er anfing, ungefähr dreißig Jahre alt, und ward gehalten für einen Sohn Josephs, welcher war ein Sohn Eli's,der war ein Sohn Matthats, der war ein Sohn Levis, der war ein Sohn Melchis, der war ein Sohn Jannas, der war ein Sohn Josephs,der war ein Sohn des Mattathias, der war ein Sohn des Amos, der war ein Sohn Nahums, der war ein Sohn Eslis, der war ein Sohn Nangais,der war ein Sohn Maaths, der war ein Sohn des Mattathias, der war ein Sohn Simeis, der war ein Sohn Josechs, der war ein Sohn Juda's,der war ein Sohn Johanans, der war ein Sohn Resas, der war ein Sohn Serubabels, der war ein Sohn Sealthiels, der war ein Sohn Neris,der war ein Sohn Melchis, der war ein Sohn Addis, der war ein Sohn Kosams, der war ein Sohn Elmadams, der war ein Sohn Hers,der war ein Sohn des Jesus, der war ein Sohn Eliesers, der war ein Sohn Jorems, der war ein Sohn Matthats, der war ein Sohn Levis,der war ein Sohn Simeons, der war ein Sohn Judas, der war ein Sohn Josephs, der war ein Sohn Jonams, der war ein Sohn Eliakims,der war ein Sohn Meleas, der war ein Sohn Menams, der war ein Sohn Mattathans, der war ein Sohn Nathans, der war ein Sohn Davids,der war ein Sohn Jesses, der war ein Sohn Obeds, der war ein Sohn des Boas, der war ein Sohn Salmas, der war ein Sohn Nahessons,der war ein Sohn Amminadabs, der war ein Sohn Rams, der war ein Sohn Hezrons, der war ein Sohn des Perez, der war ein Sohn Juda's,der war ein Sohn Jakobs, der war ein Sohn Isaaks, der war ein Sohn Abrahams, der war ein Sohn Tharahs, der war ein Sohn Nahors,der war ein Sohn Serugs, der war ein Sohn Regus, der war ein Sohn Pelegs, der war ein Sohn Ebers, der war ein Sohn Salahs,der war ein Sohn Kenans, der war ein Sohn Arphachsads, der war ein Sohn Sems, der war ein Sohn Noahs, der war ein Sohn Lamechs,der war ein Sohn Methusalahs, der war ein Sohn Henochs, der war ein Sohn Jareds, der war ein Sohn Mahalaleels, der war ein Sohn Kenans,der war ein Sohn des Enos, der war ein Sohn Seths, der war ein Sohn Adams, der war Gottes.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
CTD011
Das Eselsfohlen und die Eselin?
Der Artikel CTD011 antwortet auf einen angeblichen Widerspruch zur Anzahl der Tiere beim Einzug Jesu in Jerusalem. Markus und Lukas erwähnen ein Eselsfüllen, Matthäus eine Eselin und ihr Füllen. Der Autor zeigt, dass es sich nicht um einen Widerspruch handelt, sondern um einen Unterschied der Blickrichtung: Matthäus, der für ein jüdisches Publikum schreibt, betont die buchstäbliche Erfüllung der Prophezeiung aus Sacharja 9.9. Jesus ritt nur auf einem einzigen Tier, dem Füllen, doch die Eselin wird wegen ihres prophetischen und praktischen Zusammenhangs erwähnt.
Jesaja 62.11 (Lutherbibel 1912) :Siehe, der HERR läßt sich hören bis an der Welt Ende: Saget der Tochter Zion: Siehe, dein Heil kommt! siehe, sein Lohn ist bei ihm, und seine Vergeltung ist vor ihm!Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
CTD042
Was sagt der Hauptmann, als Jesus stirbt?
Der Artikel untersucht den scheinbaren Widerspruch in den Evangelien bezüglich der Worte des Hauptmanns beim Tod Jesu. Während Lukas die Unschuld betont, hebt Markus die Anerkennung Jesu als Sohn Gottes hervor. Diese Sichtweisen offenbaren die theologische Vielfalt der Evangelien und tragen sowohl der Unschuld Jesu als auch seinem heilbringenden Tod Rechnung. Die Evangelisten berichten bedeutsame Worte entsprechend ihren theologischen Zielen.
Johannes 21.25 (Lutherbibel 1912) :Es sind auch viele andere Dinge, die Jesus getan hat; so sie aber sollten eins nach dem andern geschrieben werden, achte ich, die Welt würde die Bücher nicht fassen, die zu schreiben wären.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
CTD044
Was waren die letzten Worte Jesu vor seinem Tod?
Dieser Artikel untersucht den angeblichen Widerspruch zwischen Lukas und Johannes zu den letzten Worten Jesu. Lukas erwähnt „Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände“, während Johannes „Es ist vollbracht“ berichtet. Die Analyse zeigt, dass diese Aussagen einander ergänzen und zwei Dimensionen des Todes Jesu veranschaulichen: die Vollendung des Heils und die Übergabe des Geistes an den Vater. Die Unterschiede unterstreichen die jeweils einzigartigen theologischen Sichtweisen der Evangelisten.
Psalmen 31.5 (Lutherbibel 1912) :In deine Hände befehle ich meinen Geist; du hast mich erlöst, HERR, du treuer Gott.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org
Das Wirken des Petrus
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ADA000
Die Apostelgeschichte
Einführung in eine Reihe von Studien über die Apostelgeschichte, die natürliche Fortsetzung des Lukasevangeliums. Der Artikel stellt das historisch-theologische Vorgehen vor: Einordnung der Ereignisse in ihren Zusammenhang, Gegenüberstellung mit den paulinischen Briefen, Erstellung einer Chronologie. Die beiden zentralen Gestalten, Petrus und Paulus, werden die Studie gliedern. Ziel ist es, die Geburt und die Ausbreitung der Kirche von Jerusalem bis in die Mittelmeerwelt unter dem Wirken des Heiligen Geistes nachzuzeichnen.
Apostelgeschichte 5.27-32 (Lutherbibel 1912) :Und als sie sie brachten, stellten sie sie vor den Rat. Und der Hohepriester fragte sieund sprach: Haben wir euch nicht mit Ernst geboten, daß ihr nicht solltet lehren in diesem Namen? Und sehet, ihr habt Jerusalem erfüllt mit eurer Lehre und wollt dieses Menschen Blut über uns führen.Petrus aber antwortete und die Apostel und sprachen: Man muß Gott mehr gehorchen denn den Menschen.Der Gott unserer Väter hat Jesus auferweckt, welchen ihr erwürgt habt und an das Holz gehängt.Den hat Gott durch seine rechte Hand erhöht zu einem Fürsten und Heiland, zu geben Israel Buße und Vergebung der Sünden.Und wir sind seine Zeugen über diese Worte und der Heilige Geist, welchen Gott gegeben hat denen, die ihm gehorchen.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
ADA003
Die Himmelfahrt Jesu
Die Himmelfahrt Jesu, die sich am 12. Mai 33 auf dem Ölberg ereignete, beschließt seinen irdischen Dienst. In einer Wolke emporgehoben, wird er beim Vater aufgenommen, während zwei Engel seine glorreiche Wiederkunft ankündigen. Dieses Ereignis, das nur von Lukas berichtet wird, markiert den Übergang zum himmlischen Dienst des Christus und begründet die endzeitliche Hoffnung der frühen Kirche in der Erwartung der Parusie.
Sacharja 14.4 (Lutherbibel 1912) :Und seine Füße werden stehen zu der Zeit auf dem Ölberge, der vor Jerusalem liegt gegen Morgen. Und der Ölberg wird sich mitten entzwei spalten, vom Aufgang bis zum Niedergang, sehr weit voneinander, daß sich eine Hälfte des Berges gegen Mitternacht und die andere gegen Mittag geben wird.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
ADA018
Der bemerkenswerte Aufschwung der frühen Kirche
Der Artikel ADA018 kommentiert Apostelgeschichte 5.12-16 und beschreibt den Aufschwung der frühen Kirche in Jerusalem im Frühjahr 33. Die Apostel vollbringen öffentlich Wunder in der Halle Salomos, die Kirche wächst an Zahl, Männer und Frauen zusammen, und der Ruf der Apostel wächst beim Volk, trotz einer Furcht, die das Gericht über Hananias und Saphira ausgelöst hat. Der Abschnitt stellt eine starke Parallele zum Dienst Jesu her.
Apostelgeschichte 2.47 (Lutherbibel 1912) :nahmen die Speise und lobten Gott mit Freuden und einfältigem Herzen und hatten Gnade beim ganzen Volk. Der HERR aber tat hinzu täglich, die da selig wurden, zu der Gemeinde.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
ADA023
Das Eingreifen des Pharisäers Gamaliel
Bei einer Sitzung des Hohen Rates im Frühjahr 33 greift der Pharisäer Gamaliel ein, um den Eifer der Sadduzäer zu dämpfen, die die Apostel töten lassen wollen. Mit einer pragmatischen Argumentation, die sich auf die Beispiele des Theudas und des Judas des Galiläers stützt, bringt er den Rat dazu, eine abwartende Haltung einzunehmen. Aus der Sicht des Lukas veranschaulichen seine Worte ein zentrales Thema der Apostelgeschichte: Das Werk Gottes kann von Menschen nicht aufgehalten werden.
Apostelgeschichte 5.38-39 (Lutherbibel 1912) :Und nun sage ich euch: Lasset ab von diesen Menschen und lasset sie fahren! Ist der Rat oder das Werk aus den Menschen, so wird's untergehen;ist's aber aus Gott, so könnet ihr's nicht dämpfen; auf daß ihr nicht erfunden werdet als die wider Gott streiten wollen.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
ADA028
Die Rede des Stephanus vor dem Hohen Rat
Vor dem Hohen Rat in Jerusalem hält Stephanus um 34-35 n. Chr. die längste Rede der Apostelgeschichte. Indem er die Geschichte Israels seit Abraham nachzeichnet, zeigt er, dass die Gesandten Gottes stets verworfen wurden, was in der Verwerfung des Messias gipfelt. Weit davon entfernt, sich zu verteidigen, wird Stephanus zum Ankläger seiner Richter und stellt sich in die Linie der Propheten und des Christus.
Apostelgeschichte 7.1-53 (Lutherbibel 1912) :Da sprach der Hohepriester: Ist dem also?Er aber sprach: Liebe Brüder und Väter, höret zu. Der Gott der Herrlichkeit erschien unserm Vater Abraham, da er noch in Mesopotamien war, ehe er wohnte in Haran,und sprach zu ihm: Gehe aus deinem Lande und von deiner Freundschaft und zieh in ein Land, das ich dir zeigen will.Da ging er aus der Chaldäer Lande und wohnte in Haran. Und von dort, da sein Vater gestorben war, brachte er ihn herüber in dies Land, darin ihr nun wohnet,und gab ihm kein Erbteil darin, auch nicht einen Fuß breit, und verhieß ihm, er wollte es geben ihm zu besitzen und seinem Samen nach ihm, da er noch kein Kind hatte.Aber Gott sprach also: Dein Same wird ein Fremdling sein in einem fremden Lande, und sie werden ihn dienstbar machen und übel behandeln vierhundert Jahre;und das Volk, dem sie dienen werden, will ich richten, sprach Gott; und darnach werden sie ausziehen und mir dienen an dieser Stätte.Und gab ihm den Bund der Beschneidung. Und er zeugte Isaak und beschnitt ihn am achten Tage, und Isaak den Jakob, und Jakob die zwölf Erzväter.Und die Erzväter neideten Joseph und verkauften ihn nach Ägypten; aber Gott war mit ihmund errettete ihn aus aller seiner Trübsal und gab ihm Gnade und Weisheit vor Pharao, dem König in Ägypten; der setzte ihn zum Fürsten über Ägypten über sein ganzes Haus.Es kam aber eine teure Zeit über das ganze Land Ägypten und Kanaan und große Trübsal, und unsere Väter fanden nicht Nahrung.Jakob aber hörte, daß in Ägypten Getreide wäre, und sandte unsere Väter aus aufs erstemal.Und zum andernmal ward Joseph erkannt von seinen Brüdern, und ward dem Pharao Josephs Geschlecht offenbar.Joseph aber sandte aus und ließ holen seinen Vater Jakob und seine ganze Freundschaft, fünfundsiebzig Seelen.Und Jakob zog hinab nach Ägypten und starb, er und unsere Väter.Und sie sind herübergebracht nach Sichem und gelegt in das Grab, das Abraham gekauft hatte ums Geld von den Kindern Hemor zu Sichem.Da nun die Zeit der Verheißung nahte, die Gott Abraham geschworen hatte, wuchs das Volk und mehrte sich in Ägypten,bis daß ein anderer König aufkam, der nichts wußte von Joseph.Dieser trieb Hinterlist mit unserm Geschlecht und behandelte unsre Väter übel und schaffte, daß man die jungen Kindlein aussetzen mußte, daß sie nicht lebendig blieben.Zu der Zeit war Moses geboren, und war ein feines Kind vor Gott und ward drei Monate ernährt in seines Vaters Hause.Als er aber ausgesetzt ward, nahm ihn die Tochter Pharaos auf und zog ihn auf, ihr selbst zu einem Sohn.Und Moses ward gelehrt in aller Weisheit der Ägypter und war mächtig in Werken und Worten.Da er aber vierzig Jahre alt ward, gedachte er zu sehen nach seinen Brüdern, den Kindern von Israel.Und sah einen Unrecht leiden; da stand er bei und rächte den, dem Leid geschah, und erschlug den Ägypter.Er meinte aber, seine Brüder sollten's verstehen, daß Gott durch seine Hand ihnen Heil gäbe; aber sie verstanden's nicht.Und am andern Tage kam er zu ihnen, da sie miteinander haderten, und handelte mit ihnen, daß sie Frieden hätten, und sprach: Liebe Männer, ihr seid Brüder, warum tut einer dem andern Unrecht?Der aber seinem Nächsten Unrecht tat, stieß in von sich und sprach: Wer hat dich über uns gesetzt zum Obersten und Richter?Willst du mich auch töten, wie du gestern den Ägypter getötet hast?Mose aber floh wegen dieser Rede und ward ein Fremdling im Lande Midian; daselbst zeugte er zwei Söhne.Und über vierzig Jahre erschien ihm in der Wüste an dem Berge Sinai der Engel des HERRN in einer Feuerflamme im Busch.Da es aber Mose sah, wunderte er sich des Gesichtes. Als er aber hinzuging zu schauen, geschah die Stimme des HERRN zu ihm:Ich bin der Gott deiner Väter, der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Mose aber ward zitternd und wagte nicht anzuschauen.Aber der HERR sprach zu ihm: Zieh die Schuhe aus von deinen Füßen; denn die Stätte, da du stehest, ist heilig Land!Ich habe wohl gesehen das Leiden meines Volkes, das in Ägypten ist, und habe ihr Seufzen gehört und bin herabgekommen, sie zu erretten. Und nun komm her, ich will dich nach Ägypten senden.Diesen Mose, welchen sie verleugneten, da sie sprachen: Wer hat dich zum Obersten und Richter gesetzt? den sandte Gott zu einem Obersten und Erlöser durch die Hand des Engels, der ihm erschien im Busch.Dieser führte sie aus und tat Wunder und Zeichen in Ägypten, im Roten Meer und in der Wüste vierzig Jahre.Dies ist der Mose, der zu den Kindern Israel gesagt hat: “Einen Propheten wird euch der HERR, euer Gott, erwecken aus euren Brüdern gleichwie mich; den sollt ihr hören.”Dieser ist's, der in der Gemeinde in der Wüste mit dem Engel war, der ihm redete auf dem Berge Sinai und mit unsern Vätern; dieser empfing lebendige Worte, uns zu geben;welchem nicht wollten gehorsam werden eure Väter, sondern stießen ihn von sich und wandten sich um mit ihren Herzen nach Ägyptenund sprachen zu Aaron: Mache uns Götter, die vor uns hin gehen; denn wir wissen nicht, was diesem Mose, der uns aus dem Lande Ägypten geführt hat, widerfahren ist.Und sie machten ein Kalb zu der Zeit und brachten dem Götzen Opfer und freuten sich der Werke ihrer Hände.Aber Gott wandte sich und gab sie dahin, das sie dienten des Himmels Heer; wie denn geschrieben steht in dem Buch der Propheten: “Habt ihr vom Hause Israel die vierzig Jahre in der Wüste mir auch je Opfer und Vieh geopfert?Und ihr nahmet die Hütte Molochs an und das Gestirn eures Gottes Remphan, die Bilder, die ihr gemacht hattet, sie anzubeten. Und ich will euch wegwerfen jenseit Babylon.”Es hatten unsre Väter die Hütte des Zeugnisses in der Wüste, wie ihnen das verordnet hatte, der zu Mose redete, daß er sie machen sollte nach dem Vorbilde, das er gesehen hatte;welche unsre Väter auch annahmen und mit Josua in das Land brachten, das die Heiden innehatten, welche Gott ausstieß vor dem Angesicht unsrer Väter bis zur Zeit Davids.Der fand Gnade bei Gott und bat, daß er eine Wohnung finden möchte für den Gott Jakobs.Salomo aber baute ihm ein Haus.Aber der Allerhöchste wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind, wie der Prophet spricht:Der Himmel ist mein Stuhl und die Erde meiner Füße Schemel; was wollt ihr mir denn für ein Haus bauen? spricht der HERR, oder welches ist die Stätte meiner Ruhe?Hat nicht meine Hand das alles gemacht?”Ihr Halsstarrigen und Unbeschnittenen an Herzen und Ohren, ihr widerstrebt allezeit dem Heiligen Geist, wie eure Väter also auch ihr.Welchen Propheten haben eure Väter nicht verfolgt? Und sie haben getötet, die da zuvor verkündigten die Zukunft dieses Gerechten, dessen Verräter und Mörder ihr nun geworden seid.Ihr habt das Gesetz empfangen durch der Engel Geschäfte, und habt's nicht gehalten.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org
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