Die Information in:
wirft Fragen auf, da genaue Angaben zu Zeitpunkt und Ort fehlen. Eine größere Genauigkeit hätte die Analyse der Stelle erleichtert. Möglicherweise hat Lukas jedoch bewusst vage bleiben wollen, um anzudeuten, dass der Messias Jesus dieses Thema im Laufe seines Wirkens zu verschiedenen Zeiten behandelt hat. Diese Stelle zeigt, dass einige der anwesenden Jünger des Messias Jesus zuvor Johannes dem Täufer gefolgt waren (Lukas 11.1).
Nach Ansicht der Fachleute und Ausleger beschreiben die Berichte in Matthäus 6.9-13 und Lukas 11.1-4, obwohl beide das Gebet des „Vaterunsers“ wiedergeben, wahrscheinlich nicht dasselbe Ereignis. Jede dieser Stellen bietet eine an ihren Zusammenhang und ihre Zuhörer angepasste Fassung und verleiht der Weitergabe der Lehre Jesu so einen besonderen Reichtum.
Das Vaterunser, bei verschiedenen Gelegenheiten gelehrt
Nach der Analyse des Lukasberichts findet die Rede nicht in Galiläa statt, sondern eher im Raum Jerusalem. Lukas 11.37 legt indirekt nahe, dass die Einladung des Pharisäers in Jerusalem stattfindet, da die dortigen verpflichtet waren, eine Wohnstätte auf den Anhöhen der Stadt in der Nähe des Tempels zu besitzen. Diese Deutung wird auch durch Lukas 11.15 gestützt, wo ein Teil der Menge eine ablehnende Reaktion zeigt, was darauf hindeutet, dass sich der Messias Jesus und seine Jünger damals in Jerusalem befinden.
Der Tempel war nämlich ein üblicher Versammlungsort der Volksmengen, die oft von den beeinflusst wurden, welche darauf bedacht waren, alles zu sammeln, was vor dem vorgebracht werden konnte.
Die Abfolge der Ereignisse lässt sich so darstellen: Der Messias Jesus verlässt Betanien, nachdem er begegnet ist (PER223). Dann hält er am an, um zu beten, und seine Jünger bitten ihn um Unterweisung über das Gebet (PER224). Schließlich geht er nach Jerusalem, wo er einen besessenen und stummen Mann heilt (PER226).