• Die Rückkehr zu Pontius Pilatus

    Die Perikope PER344 analysiert die Rückkehr Jesu vor Pontius Pilatus nach seinem Erscheinen vor Herodes Antipas, eine Episode, die nur Lukas berichtet. Da Pilatus nach römischem Recht keine todeswürdige Schuld findet, versucht er, dem Druck der jüdischen religiösen Führer zu widerstehen. Der Artikel bietet eine genaue chronologische Rekonstruktion des Freitagmorgens der Passion und wirft die sprachliche Frage nach dem Austausch zwischen Jesus und Pilatus auf, der wahrscheinlich auf Griechisch geführt wurde.

    Johannes 19.1-16 (Lutherbibel 1912) :
    Da nahm Pilatus Jesum und geißelte ihn.Und die Kriegsknechte flochten eine Krone von Dornen und setzten sie auf sein Haupt und legten ihm ein Purpurkleid anund sprachen: Sei gegrüßt, lieber Judenkönig! und gaben ihm Backenstreiche.Da ging Pilatus wieder heraus und sprach zu ihnen: Sehet, ich führe ihn heraus zu euch, daß ihr erkennt, daß ich keine Schuld an ihm finde.Also ging Jesus heraus und trug eine Dornenkrone und ein Purpurkleid. Und er spricht zu ihnen: Sehet, welch ein Mensch!Da ihn die Hohenpriester und die Diener sahen, schrieen sie und sprachen: Kreuzige! Kreuzige! Pilatus spricht zu ihnen: Nehmt ihr ihn hin und kreuzigt ihn; denn ich finde keine Schuld an ihm.Die Juden antworteten ihm: Wir haben ein Gesetz, und nach dem Gesetz soll er sterben; denn er hat sich selbst zu Gottes Sohn gemacht.Da Pilatus das Wort hörte, fürchtete er sich noch mehrund ging wieder hinein in das Richthaus und spricht zu Jesus: Woher bist du? Aber Jesus gab ihm keine Antwort.Da sprach Pilatus zu ihm: Redest du nicht mit mir? Weißt du nicht, daß ich Macht habe, dich zu kreuzigen, und Macht habe, dich loszugeben?Jesus antwortete: Du hättest keine Macht über mich, wenn sie dir nicht wäre von obenherab gegeben; darum, der mich dir überantwortet hat, der hat größere Sünde.Von da an trachtete Pilatus, wie er ihn losließe. Die Juden aber schrieen und sprachen: Läßt du diesen los, so bist du des Kaisers Freund nicht; denn wer sich zum König macht, der ist wider den Kaiser.Da Pilatus das Wort hörte, führte er Jesum heraus und setzte sich auf den Richtstuhl an der Stätte, die da heißt Hochpflaster, auf hebräisch aber Gabbatha.Es war aber der Rüsttag auf Ostern, um die sechste Stunde. Und er spricht zu den Juden: Sehet, das ist euer König!Sie schrieen aber: Weg, weg mit dem! kreuzige ihn! Spricht Pilatus zu ihnen: Soll ich euren König kreuzigen? Die Hohenpriester antworteten: Wir haben keinen König denn den Kaiser.Da überantwortete er ihn, daß er gekreuzigt würde. Sie nahmen aber Jesum und führten ihn ab.
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  • Die Freilassung eines Gefangenen

    Beim Prozess Jesu vor Pontius Pilatus versucht der römische Statthalter, den Passahbrauch der Freilassung eines Gefangenen zu nutzen, um Jesus nicht verurteilen zu müssen. Er schlägt der Menge vor, zwischen Jesus und Barabbas, einem berüchtigten Verbrecher, zu wählen, in der Überzeugung, das Volk werde die richtige Wahl treffen. Das Eingreifen seiner Frau verstärkt sein Zögern. Diese Szene, die in allen vier Evangelien bezeugt ist, zeigt die Manipulation durch die religiösen Autoritäten und weist theologisch auf die stellvertretende Erlösung voraus.

    Johannes 19.1-16 (Lutherbibel 1912) :
    Da nahm Pilatus Jesum und geißelte ihn.Und die Kriegsknechte flochten eine Krone von Dornen und setzten sie auf sein Haupt und legten ihm ein Purpurkleid anund sprachen: Sei gegrüßt, lieber Judenkönig! und gaben ihm Backenstreiche.Da ging Pilatus wieder heraus und sprach zu ihnen: Sehet, ich führe ihn heraus zu euch, daß ihr erkennt, daß ich keine Schuld an ihm finde.Also ging Jesus heraus und trug eine Dornenkrone und ein Purpurkleid. Und er spricht zu ihnen: Sehet, welch ein Mensch!Da ihn die Hohenpriester und die Diener sahen, schrieen sie und sprachen: Kreuzige! Kreuzige! Pilatus spricht zu ihnen: Nehmt ihr ihn hin und kreuzigt ihn; denn ich finde keine Schuld an ihm.Die Juden antworteten ihm: Wir haben ein Gesetz, und nach dem Gesetz soll er sterben; denn er hat sich selbst zu Gottes Sohn gemacht.Da Pilatus das Wort hörte, fürchtete er sich noch mehrund ging wieder hinein in das Richthaus und spricht zu Jesus: Woher bist du? Aber Jesus gab ihm keine Antwort.Da sprach Pilatus zu ihm: Redest du nicht mit mir? Weißt du nicht, daß ich Macht habe, dich zu kreuzigen, und Macht habe, dich loszugeben?Jesus antwortete: Du hättest keine Macht über mich, wenn sie dir nicht wäre von obenherab gegeben; darum, der mich dir überantwortet hat, der hat größere Sünde.Von da an trachtete Pilatus, wie er ihn losließe. Die Juden aber schrieen und sprachen: Läßt du diesen los, so bist du des Kaisers Freund nicht; denn wer sich zum König macht, der ist wider den Kaiser.Da Pilatus das Wort hörte, führte er Jesum heraus und setzte sich auf den Richtstuhl an der Stätte, die da heißt Hochpflaster, auf hebräisch aber Gabbatha.Es war aber der Rüsttag auf Ostern, um die sechste Stunde. Und er spricht zu den Juden: Sehet, das ist euer König!Sie schrieen aber: Weg, weg mit dem! kreuzige ihn! Spricht Pilatus zu ihnen: Soll ich euren König kreuzigen? Die Hohenpriester antworteten: Wir haben keinen König denn den Kaiser.Da überantwortete er ihn, daß er gekreuzigt würde. Sie nahmen aber Jesum und führten ihn ab.
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  • Die Hartnäckigkeit des Hohen Rates, offizielle Verurteilung

    PER346 analysiert die offizielle Verurteilung Jesu durch Pontius Pilatus unter dem unnachgiebigen Druck des Hohen Rates. In Jerusalem fordert am Freitagmorgen die von den religiösen Führern aufgehetzte Menge die Kreuzigung. Pilatus, politisch in die Enge getrieben, gibt nach, obwohl es keinen stichhaltigen Grund gibt. Die Studie behandelt die Unregelmäßigkeiten des Prozesses und die chronologische Frage der „sechsten Stunde“ in Johannes 19.14 anhand eines synoptischen Zugangs zu den vier Evangelien.

    Lukas 23.21 (Lutherbibel 1912) :
    Sie riefen aber und sprachen: Kreuzige, kreuzige ihn!
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  • Die verschiedenen Misshandlungen und die Geißelung

    PER347 analysiert die Geißelung und die Misshandlungen, die Jesus im Prätorium des Pontius Pilatus am Freitagmorgen der Passion zugefügt wurden. Diese standardisierte römische Praxis vor der Kreuzigung wird von soldatischem Spott begleitet (Dornenkrone, Purpurmantel). Der Artikel vergleicht die Berichte von Matthäus, Markus, Lukas und Johannes in einem synoptischen Ansatz und hebt die institutionelle Gewalt Roms sowie die bewahrte Würde Jesu trotz der Schmähungen hervor.

    Lukas 23.23-25 (Lutherbibel 1912) :
    Aber sie lagen ihm an mit großem Geschrei und forderten, daß er gekreuzigt würde. Und ihr und der Hohenpriester Geschrei nahm überhand.Pilatus aber urteilte, daß ihr Bitte geschähe,und ließ den los, der um Aufruhrs und Mordes willen war ins Gefängnis geworfen, um welchen sie baten; aber Jesum übergab er ihrem Willen.
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  • Die Bemühungen des Pilatus, Jesus zu retten

    Die Perikope PER348 untersucht die wiederholten Versuche des Pontius Pilatus, Jesus beim Prozess vor dem Prätorium in Jerusalem an einem Freitagmorgen zu retten. Sie stützt sich hauptsächlich auf Johannes 19.4-15 und zeichnet die politischen und religiösen Zwänge nach, die Pilatus dazu bringen, Jesus trotz seiner Überzeugung von dessen Unschuld zu verurteilen. Diese Stelle offenbart die Spannung zwischen Gerechtigkeit, politischer Macht und religiöser Autorität während der Passion Christi.

    Matthäus 27.22 (Lutherbibel 1912) :
    Pilatus sprach zu ihnen: Was soll ich denn machen mit Jesus, von dem gesagt wird er sei Christus? Sie sprachen alle: Laß ihn kreuzigen!
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  • Der Titulus des Pilatus

    Der Titulus des Pilatus ist die Tafel am Kreuz Jesu mit der Aufschrift 'Jesus von Nazareth, der König der Juden', verfasst auf Hebräisch, Lateinisch und Griechisch. Pilatus beharrt auf dieser Formulierung trotz des Protests der Hohenpriester und behauptet so eine symbolische Autorität, nachdem er bei der Verurteilung nachgegeben hat. Diese Handlung offenbart eine tragische Ironie: Die Inschrift verkündet öffentlich das Königtum Jesu genau im Augenblick seines Todes.

    Lukas 23.37-38 (Lutherbibel 1912) :
    und sprachen: Bist du der Juden König, so helf dir selber!Es war aber auch oben über ihm geschrieben die Überschrift mit griechischen und lateinische und hebräischen Buchstaben: Dies ist der Juden König.
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  • Der Besuch der Abgesandten des Hohen Rates bei Pilatus

    Diese Perikope, die nur bei Matthäus vorkommt, berichtet vom Besuch der Abgesandten des Hohen Rates bei Pilatus am Samstagmorgen, um eine Wache für das Grab Jesu zu erhalten. Aus Furcht vor dem Gerücht einer Auferstehung lassen sie das Grab versiegeln. Pilatus, pragmatisch, gibt ihrer Bitte nach. Diese Episode offenbart die Spannungen zwischen der jüdischen religiösen Führung und der römischen Obrigkeit und bereitet unmittelbar den Auferstehungsbericht vor.

    Johannes 19.31-42 (Lutherbibel 1912) :
    Die Juden aber, dieweil es der Rüsttag war, daß nicht die Leichname am Kreuze blieben den Sabbat über (denn desselben Sabbats Tag war groß), baten sie Pilatus, daß ihre Beine gebrochen und sie abgenommen würden.Da kamen die Kriegsknechte und brachen dem ersten die Beine und dem andern, der mit ihm gekreuzigt war.Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, daß er schon gestorben war, brachen sie ihm die Beine nicht;sondern der Kriegsknechte einer öffnete seine Seite mit einem Speer, und alsbald ging Blut und Wasser heraus.Und der das gesehen hat, der hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr; und dieser weiß, daß er die Wahrheit sagt, auf daß auch ihr glaubet.Denn solches ist geschehen, daß die Schrift erfüllet würde: “Ihr sollt ihm kein Bein zerbrechen.”Und abermals spricht eine andere Schrift: “Sie werden sehen, in welchen sie gestochen haben.”Darnach bat den Pilatus Joseph von Arimathia, der ein Jünger Jesu war, doch heimlich aus Furcht vor den Juden, daß er möchte abnehmen den Leichnam Jesu. Und Pilatus erlaubte es. Da kam er und nahm den Leichnam Jesu herab.Es kam aber auch Nikodemus, der vormals in der Nacht zu Jesus gekommen war, und brachte Myrrhe und Aloe untereinander bei hundert Pfunden.Da nahmen sie den Leichnam Jesu und banden ihn in leinene Tücher mit den Spezereien, wie die Juden pflegen zu begraben.Es war aber an der Stätte, da er gekreuzigt ward, ein Garten, und im Garten ein neues Grab, in welches niemand je gelegt war.Dahin legten sie Jesum um des Rüsttages willen der Juden, dieweil das Grab nahe war.
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