Geschichte der Bibel 2 Studien
Historische Anmerkungen 5 Studien
Geschichte der Bibel
-
BIB004
Die Übersetzung der Septuaginta
Der Artikel behandelt die Übersetzung der Septuaginta, einer griechischen Fassung der Hebräischen Bibel aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. für griechischsprachige Juden. Die in Alexandria entstandene Septuaginta hat die ersten Christen stark beeinflusst. Sie enthält verschiedene biblische Bücher und wurde von König Ptolemäus II. angeregt.
-
BIB005
Die Suche nach den Handschriften
Der Artikel untersucht die biblischen Codices, wichtige Handschriften für die Bewahrung der biblischen Texte. Er stellt bedeutende Beispiele von Codices vor, ihre Bedeutung für die Überlieferung der Schrift und das Fehlen historischer Informationen über die ersten Handschriften.
Historische Anmerkungen
-
INF029
Die apokryphen Schriften
Die apokryphen Bücher sind religiöse Schriften, die aus dem offiziellen biblischen Kanon ausgeschlossen sind. Man unterscheidet die Apokryphen des Alten Testaments (Tobit, Judit, Makkabäer, Sirach …), die von Katholiken und Orthodoxen als deuterokanonisch anerkannt werden, und die des Neuen Testaments (Thomas-, Philippus-, Maria-Magdalena-Evangelium …), die oft gnostisch geprägt sind. Ihr Studium erhellt die Religionsgeschichte und die Auseinandersetzungen der ersten christlichen Jahrhunderte, ohne sie deshalb auf die Stufe der kanonischen Schriften zu stellen.
-
INF048
Der Codex Sinaiticus
Der Codex Sinaiticus ist eine griechische Bibelhandschrift aus dem 4. Jahrhundert, die Tischendorf 1844 im Katharinenkloster auf dem Sinai entdeckte. Er enthält das gesamte Neue Testament, einen großen Teil des Alten Testaments auf Griechisch (Septuaginta) sowie den Barnabasbrief und den Hirten des Hermas. Als Text alexandrinischen Typs ist er für die Textkritik von entscheidender Bedeutung. Er ist auf die British Library, Sankt Petersburg, Leipzig und den Sinai verteilt, vollständig digitalisiert und online einsehbar.
-
INF050
Der Codex Vaticanus
Der Codex Vaticanus, auf die Zeit zwischen 300 und 325 n. Chr. datiert, ist eine der ältesten vollständigen Bibelhandschriften in griechischer Sprache. Er wird in der Apostolischen Bibliothek des Vatikans in Rom aufbewahrt und enthält das Alte und das Neue Testament sowie den Barnabasbrief und den Hirten des Hermas. Als Handschrift alexandrinischen Typs steht er den ursprünglichen Texten sehr nahe und ist ein wichtiger Bezugspunkt für die Textkritik. Seit seiner Digitalisierung im Jahr 2019 ist er für alle Forscher online zugänglich.
-
INF060
Der Nash-Papyrus
Der Nash-Papyrus besteht aus vier Fragmenten hebräischer Papyri, die auf etwa 150 bis 100 v. Chr. datiert werden, 1898 in Ägypten erworben wurden und in Cambridge aufbewahrt werden. Er enthält die Zehn Gebote, die 2. Mose 20 und 5. Mose 5 verbinden, sowie den Anfang des Schma Jisrael. Vor den Handschriften von Qumran war er die älteste bekannte hebräische Bibelhandschrift und bleibt ein kostbares Zeugnis der Überlieferung der Heiligen Schrift.
2. Mose 20.2-17 (Lutherbibel 1912) :Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus dem Diensthause, geführt habe.Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, oder des, das im Wasser unter der Erde ist.Bete sie nicht an und diene ihnen nicht. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der da heimsucht der Väter Missetat an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied, die mich hassen;und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden, die mich liebhaben und meine Gebote halten.Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht mißbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mißbraucht.Gedenke des Sabbattags, daß Du ihn heiligest.Sechs Tage sollst du arbeiten und alle dein Dinge beschicken;aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes; da sollst du kein Werk tun noch dein Sohn noch deine Tochter noch dein Knecht noch deine Magd noch dein Vieh noch dein Fremdling, der in deinen Toren ist.Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß du lange lebest in dem Lande, daß dir der HERR, dein Gott, gibt.Du sollst nicht töten.Du sollst nicht ehebrechen.Du sollst nicht stehlen.Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.Laß dich nicht gelüsten deines Nächsten Hauses. Laß dich nicht gelüsten deines Nächsten Weibes, noch seines Knechtes noch seiner Magd, noch seines Ochsen noch seines Esels, noch alles, was dein Nächster hat.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
INF068
Die Vulgata
Die Vulgata ist eine lateinische Übersetzung der Bibel, die der heilige Hieronymus Ende des 4. Jahrhunderts im Auftrag von Papst Damasus I. anfertigte. Sie wurde für das Alte Testament hauptsächlich aus dem Hebräischen übersetzt und für das Neue Testament nach dem Griechischen überarbeitet und wurde für über tausend Jahre zur Standardversion der römisch-katholischen Kirche. Das Konzil von Trient erklärte sie im 16. Jahrhundert offiziell zur authentischen Ausgabe. Ihr Einfluss auf die abendländische Kultur, Theologie und Liturgie ist beträchtlich.