Der Sinaiticus ist eine der ältesten und wichtigsten Bibelhandschriften. Hier einige wesentliche Informationen dazu:
Geschichte
Datierung: Um 325–360 n. Chr.
Entdeckung: Die Handschrift wurde 1844 von Constantin von Tischendorf im Katharinenkloster auf dem Sinai entdeckt.
Zusammensetzung: Sie enthält den vollständigen Text der christlichen Bibel auf Griechisch, einschließlich des Alten und des Neuen Testaments, sowie zusätzliche Texte wie den Barnabasbrief und den Hirten des Hermas.
Bedeutung
Text: Der Sinaiticus ist ein Text alexandrinischen Typs, das heißt, er steht den ursprünglichen Fassungen der Schriften sehr nahe.
Zustand: Er ist eine der wenigen Handschriften, die vollständig erhalten geblieben sind.
Erforschung: Er ist von entscheidender Bedeutung für die Textkritik und die Geschichte der biblischen Texte.
Aufbewahrung
Aufteilung: Die Handschrift wird derzeit in vier Teilen aufbewahrt: in der British Library in London, der Russischen Nationalbibliothek in Sankt Petersburg, der Universität Leipzig und im Katharinenkloster auf dem Sinai.
Digitalisierung: Im Jahr 2005 wurde ein internationales Projekt gestartet, um den Sinaiticus zu digitalisieren und online zugänglich zu machen. Die Website Sinaiticus ermöglicht es, die Handschrift in hoher Auflösung einzusehen und in mehrere Sprachen zu übersetzen.
Der Sinaiticus bietet ein einzigartiges Fenster auf die frühesten biblischen Texte und darauf, wie sie im Lauf der Jahrhunderte abgeschrieben und weitergegeben wurden.