Vom zweiten zum dritten Passahfest 9 Studien
- 1Die Bergpredigt (5), die Beziehung des Messias Jesus zum Gesetz
- 2Der Aufbruch Jesu, des Messias, in andere Städte
- 3Die Würdigung Johannes des Täufers
- 4Das Gleichnis vom verborgenen Schatz
- 5Das Gleichnis von der kostbaren Perle
Vom 3. Passa bis zum Beginn der letzten Woche 3 Studien
Das Wirken Jesu: Berufungen, Wunder und Lehren 2 Studien
Vom zweiten zum dritten Passahfest
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PER089
Die Bergpredigt (5), die Beziehung des Messias Jesus zum Gesetz
Dieser fünfte Teil der Bergpredigt untersucht Jesu Verhältnis zum mosaischen Gesetz anhand von Matthäus 5.17-20. Jesus erklärt, nicht zur Abschaffung des Gesetzes gekommen zu sein, sondern zu seiner vollständigen Erfüllung nach Gottes ursprünglichem Plan. Er unterscheidet das echte Gesetz des Mose von den durch Schriftgelehrte und Pharisäer ergänzten religiösen Traditionen und warnt, dass ihre institutionalisierte Gerechtigkeit nicht ins Himmelreich führt.
Matthäus 5.17-20 (Lutherbibel 1912) :Ihr sollt nicht wähnen, daß ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen.Denn ich sage euch wahrlich: Bis daß Himmel und Erde zergehe, wird nicht zergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüttel vom Gesetz, bis daß es alles geschehe.Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute also, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich.Denn ich sage euch: Es sei denn eure Gerechtigkeit besser als der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
PER112
Der Aufbruch Jesu, des Messias, in andere Städte
Perikope 112 untersucht den Aufbruch Jesu zu den Städten und Dörfern Galiläas (Mt 11.1), der im Mai oder Juni 31 angesetzt wird. Im Gegensatz zu Johannes dem Täufer, der an einem Ort blieb, zog Jesus, vom Heiligen Geist geleitet, durch die Gegend, um das Himmelreich zu verkünden und selbst die Ärmsten zu erreichen, die nicht zu ihm kommen konnten.
Matthäus 11.1 (Lutherbibel 1912) :Und es begab sich, da Jesus solch Gebot an seine zwölf Jünger vollendet hatte, ging er von da weiter, zu lehren und zu predigen in ihren Städten.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
PER114
Die Würdigung Johannes des Täufers
Jesus würdigt Johannes den Täufer in Kafarnaum (Mai–Juni 31), gemäß Matthäus 11.7-19 und Lukas 7.24-35. Ohne dessen Jünger für sich gewinnen zu wollen, bekräftigt er die prophetische Größe des Johannes, bezeichnet ihn als den von Maleachi angekündigten Elia und weist auf das Ende des alten Bundes hin. Er stellt dem Reich, das die Pharisäer nach ihren eigenen Regeln errichtet haben, das Reich Gottes gegenüber.
Matthäus 11.12 (Lutherbibel 1912) :Aber von den Tagen Johannes des Täufers bis hierher leidet das Himmelreich Gewalt, und die Gewalt tun, die reißen es an sich.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
PER147
Das Gleichnis vom verborgenen Schatz
Das Gleichnis vom verborgenen Schatz (Mt 13,44), nur von Matthäus überliefert, lehrt, dass das Himmelreich von unvergleichlichem Wert ist. Ein Mann entdeckt einen vergrabenen Schatz, deckt ihn wieder zu und verkauft dann alles, um den Acker zu kaufen. Dieses Gleichnis veranschaulicht die Freude und die Entschlossenheit dessen, der den höchsten Wert des Reiches erkennt und bereit ist, alles zu opfern, um es zu erlangen. Es klingt besonders mit dem persönlichen Weg des Matthäus zusammen, der selbst alles verlassen hatte, um Jesus nachzufolgen.
Matthäus 13.44 (Lutherbibel 1912) :Abermals ist gleich das Himmelreich einem verborgenem Schatz im Acker, welchen ein Mensch fand und verbarg ihn und ging hin vor Freuden über denselben und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte den Acker.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
PER148
Das Gleichnis von der kostbaren Perle
Das Gleichnis von der kostbaren Perle (Mt 13,45-46), das nur Matthäus überliefert, schildert einen Kaufmann, der alles verkauft, um eine seltene Perle zu erwerben. Es lehrt, dass das Himmelreich an Wert jedes irdische Gut übertrifft, und ruft zu einem freiwillig gebrachten Opfer auf, das in der Freude der geistlichen Entdeckung gelebt wird.
Matthäus 13.45-46 (Lutherbibel 1912) :Abermals ist gleich das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte.Und da er eine köstliche Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
PER149
Das Gleichnis vom ins Meer geworfenen Netz
Das Gleichnis vom Netz (Mt 13,47-50), das nur bei Matthäus steht, vergleicht das Himmelreich mit einem Netz, das Fische aller Art zusammenbringt. Bei der abschließenden Auslese werden die guten behalten und die schlechten weggeworfen, was das endzeitliche Gericht veranschaulicht. Es lehrt die Universalität des Evangeliums, die Wirklichkeit des von den Engeln vollzogenen letzten Gerichts und die Dringlichkeit für die Gläubigen, im Einklang mit den Lehren Jesu zu leben.
Matthäus 13.47-50 (Lutherbibel 1912) :Abermals ist gleich das Himmelreich einem Netze, das ins Meer geworfen ist, womit man allerlei Gattung fängt.Wenn es aber voll ist, so ziehen sie es heraus an das Ufer, sitzen und lesen die guten in ein Gefäß zusammen; aber die faulen werfen sie weg.Also wird es auch am Ende der Welt gehen: die Engel werden ausgehen und die Bösen von den Gerechten scheidenund werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zähneklappen sein.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
PER150
Schlussfolgerung des Messias Jesus
Die Perikope 150 beschließt die Gleichnisrede aus Matthäus 13. Jesus fragt seine Jünger, ob sie verstanden haben, und beschreibt dann den idealen Jünger als einen für das Himmelreich unterwiesenen Schriftgelehrten, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholen kann. Dieser Abschnitt betont, wie sich das Alte und das Neue Testament ergänzen, und die Verantwortung der Lehrer, die Lehre des Messias treu weiterzugeben.
Matthäus 13.51-53 (Lutherbibel 1912) :Und Jesus sprach zu ihnen: Habt ihr das alles verstanden? Sie sprachen: Ja, HERR.Da sprach er: Darum ein jeglicher Schriftgelehrter, zum Himmelreich gelehrt, ist gleich einem Hausvater, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorträgt.Und es begab sich, da Jesus diese Gleichnisse vollendet hatte, ging er von dannenLutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
PER159
Der Messias Jesus setzt sein Werk fort
Die Perikope 159 zeigt, wie Jesus seinen Dienst in Galiläa von Kafarnaum aus fortsetzt, im Februar–März des Jahres 32, vor dem dritten Passahfest. Allein auf Matthäus 9.35 gestützt, hebt der Artikel den Vorrang der Verkündigung des Reiches vor den Wundern hervor, die Eigenständigkeit der örtlichen Synagogen gegenüber den Pharisäern sowie die thematische Methode des Matthäus, die hier durch die Chronologie des Markus korrigiert wird.
Matthäus 12 (Lutherbibel 1912) :Zu der Zeit ging Jesus durch die Saat am Sabbat; und seine Jünger waren hungrig, fingen an, Ähren auszuraufen, und aßen.Da das die Pharisäer sahen, sprachen sie zu ihm: Siehe, deine Jünger tun, was sich nicht ziemt am Sabbat zu tun.Er aber sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David tat, da ihn und die mit ihm waren, hungerte?wie er in das Gotteshaus ging und aß die Schaubrote, die ihm doch nicht ziemte zu essen noch denen, die mit ihm waren, sondern allein den Priestern?Oder habt ihr nicht gelesen im Gesetz, wie die Priester am Sabbat im Tempel den Sabbat brechen und sind doch ohne Schuld?Ich sage aber euch, daß hier der ist, der auch größer ist denn der Tempel.Wenn ihr aber wüßtet, was das sei: “Ich habe Wohlgefallen an der Barmherzigkeit und nicht am Opfer”, hättet ihr die Unschuldigen nicht verdammt.Des Menschen Sohn ist ein HERR auch über den Sabbat.Und er ging von da weiter und kam in ihre Schule.Und siehe, da war ein Mensch, der hatte eine verdorrte Hand. Und sie fragten ihn und sprachen: Ist's auch recht, am Sabbat heilen? auf daß sie eine Sache gegen ihn hätten.Aber er sprach zu ihnen: Wer ist unter euch, so er ein Schaf hat, das ihm am Sabbat in eine Grube fällt, der es nicht ergreife und aufhebe?Wie viel besser ist nun ein Mensch denn ein Schaf! Darum mag man wohl am Sabbat Gutes tun.Da sprach er zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus! Und er streckte sie aus; und sie ward ihm wieder gesund gleichwie die andere.Da gingen die Pharisäer hinaus und hielten einen Rat über ihn, wie sie ihn umbrächten.Aber da Jesus das erfuhr, wich er von dannen. Und ihm folgte viel Volks nach, und er heilte sie alleund bedrohte sie, daß sie ihn nicht meldeten,auf das erfüllet würde, was gesagt ist von dem Propheten Jesaja, der da spricht:“Siehe, das ist mein Knecht, den ich erwählt habe, und mein Liebster, an dem meine Seele Wohlgefallen hat; Ich will meinen Geist auf ihn legen, und er soll den Heiden das Gericht verkünden.Er wird nicht zanken noch schreien, und man wird sein Geschrei nicht hören auf den Gassen;das zerstoßene Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen, bis daß er ausführe das Gericht zum Sieg;und die Heiden werden auf seinen Namen hoffen.”Da ward ein Besessener zu ihm gebracht, der ward blind und stumm; und er heilte ihn, also daß der Blinde und Stumme redete und sah.Und alles Volk entsetzte sich und sprach: Ist dieser nicht Davids Sohn?Aber die Pharisäer, da sie es hörten, sprachen sie: Er treibt die Teufel nicht anders aus denn durch Beelzebub, der Teufel Obersten.Jesus kannte aber ihre Gedanken und sprach zu ihnen: Ein jegliches Reich, so es mit sich selbst uneins wird, das wird wüst; und eine jegliche Stadt oder Haus, so es mit sich selbst uneins wird, kann's nicht bestehen.So denn ein Satan den andern austreibt, so muß er mit sich selbst uneins sein; wie kann denn sein Reich bestehen?So ich aber die Teufel durch Beelzebub austreibe, durch wen treiben sie eure Kinder aus? Darum werden sie eure Richter sein.So ich aber die Teufel durch den Geist Gottes austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen.Oder wie kann jemand in eines Starken Haus gehen und ihm seinen Hausrat rauben, es sei denn, daß er zuvor den Starken binde und alsdann ihm sein Haus beraube?Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.Darum sage ich euch: Alle Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben; aber die Lästerung wider den Geist wird den Menschen nicht vergeben.Und wer etwas redet wider des Menschen Sohn, dem wird es vergeben; aber wer etwas redet wider den Heiligen Geist, dem wird's nicht vergeben, weder in dieser noch in jener Welt.Setzt entweder einen guten Baum, so wird die Frucht gut; oder setzt einen faulen Baum, so wird die Frucht faul. Denn an der Frucht erkennt man den Baum.Ihr Otterngezüchte, wie könnt ihr Gutes reden, dieweil ihr böse seid? Wes das Herz voll ist, des geht der Mund über.Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus seinem guten Schatz des Herzens; und ein böser Mensch bringt Böses hervor aus seinem bösen Schatz.Ich sage euch aber, daß die Menschen müssen Rechenschaft geben am Jüngsten Gericht von einem jeglichen unnützen Wort, das sie geredet haben.Aus deinen Worten wirst du gerechtfertigt werden, und aus deinen Worten wirst du verdammt werden.Da antworteten etliche unter den Schriftgelehrten und Pharisäern und sprachen: Meister, wir wollten gern ein Zeichen von dir sehen.Und er antwortete und sprach zu ihnen: Die böse und ehebrecherische Art sucht ein Zeichen; und es wird ihr kein Zeichen gegeben werden denn das Zeichen des Propheten Jona.Denn gleichwie Jona war drei Tage und drei Nächte in des Walfisches Bauch, also wird des Menschen Sohn drei Tage und drei Nächte mitten in der Erde sein.Die Leute von Ninive werden auftreten am Jüngsten Gericht mit diesem Geschlecht und werden es verdammen; denn sie taten Buße nach der Predigt des Jona. Und siehe, hier ist mehr denn Jona.Die Königin von Mittag wird auftreten am Jüngsten Gericht mit diesem Geschlecht und wird es verdammen; denn sie kam vom Ende der Erde, Salomons Weisheit zu hören. Und siehe, hier ist mehr denn Salomo.Wenn der unsaubere Geist von dem Menschen ausgefahren ist, so durchwandelt er dürre Stätten, sucht Ruhe, und findet sie nicht.Da spricht er denn: Ich will wieder umkehren in mein Haus, daraus ich gegangen bin. Und wenn er kommt, so findet er's leer, gekehrt und geschmückt.So geht er hin und nimmt zu sich sieben andere Geister, die ärger sind denn er selbst; und wenn sie hineinkommen, wohnen sie allda; und es wird mit demselben Menschen hernach ärger, denn es zuvor war. Also wird's auch diesem argen Geschlecht gehen.Da er noch also zu dem Volk redete, siehe, da standen seine Mutter und seine Brüder draußen, die wollten mit ihm reden.Da sprach einer zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen mit dir reden.Er antwortete aber und sprach zu dem, der es ihm ansagte: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder?Und er reckte die Hand aus über seine Jünger und sprach: Siehe da, das ist meine Mutter und meine Brüder!Denn wer den Willen tut meines Vaters im Himmel, der ist mein Bruder, Schwester und Mutter.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
PER162
Aussendung der zwölf Apostel
Die Perikope 162 berichtet von der Aussendung der zwölf Apostel durch Jesus in Galiläa, einige Wochen vor dem Passafest (März 32 n. Chr.). Diese Episode, von Matthäus (10,1-15), Markus (6,6-13) und Lukas (9,1-6) überliefert, zeigt die Jünger, die zu zweit ausgesandt werden, um das Reich zu predigen, zu heilen und Dämonen auszutreiben. Jeder Evangelist bringt seine eigene Sichtweise auf die Reiseanweisungen und das Wesen der Sendung ein.
Markus 6.6-13 (Lutherbibel 1912) :Und er verwunderte sich ihres Unglaubens. Und er ging umher in die Flecken im Kreis und lehrte sie.Und er berief die Zwölf und hob an und sandte sie je zwei und zwei und gab ihnen Macht über die unsauberen Geister,und gebot ihnen, daß sie nichts bei sich trügen auf dem Wege denn allein einen Stab, keine Tasche, kein Brot, kein Geld im Gürtel,aber wären geschuht, und daß sie nicht zwei Röcke anzögen.Und sprach zu ihnen: Wo ihr in ein Haus gehen werdet, da bleibet bis ihr von dannen zieht.Und welche euch nicht aufnehmen noch hören, da gehet von dannen heraus und schüttelt den Staub ab von euren Füßen zu einem Zeugnis über sie. Ich sage euch wahrlich: Es wird Sodom und Gomorrha am Jüngsten Gericht erträglicher gehen denn solcher Stadt.Und sie gingen aus und predigten, man sollte Buße tun,und trieben viele Teufel aus und salbten viele Sieche mit Öl und machten sie gesund.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org
Vom 3. Passa bis zum Beginn der letzten Woche
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PER204
Gleichnis vom König und vom Knecht
Das Gleichnis vom König und vom Knecht (Mt 18.23-35), im September 32 in Kafarnaum erzählt, findet sich nur bei Matthäus. Es veranschaulicht die überragende Bedeutung der Vergebung, indem es eine gewaltige Schuld von 10.000 Talenten, die ein barmherziger König erlässt, einer kleinen Schuld von 100 Silberstücken gegenüberstellt, die der begnadigte Knecht nicht erlassen will. Die zentrale Lehre: Wem Gott vergibt, der muss seinerseits vergeben, sonst verliert er die empfangene Gnade.
Epheser 4.32 (Lutherbibel 1912) :Seid aber untereinander freundlich, herzlich und vergebet einer dem andern, gleichwie Gott euch auch vergeben hat in Christo.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
PER245
Das Gleichnis vom verlorenen Sohn
Der Artikel untersucht das Gleichnis vom verlorenen Sohn im Lukasevangelium und hebt Vergebung und göttliche Liebe hervor. Der Vater nimmt den reuigen Sohn auf, im Gegensatz zum älteren Sohn, der diese Milde kritisiert. Dieses Gleichnis, der Angelpunkt von Kapitel 15, veranschaulicht Gottes Suche nach den Verirrten. Lukas ordnet diese Erzählung neu, um seine theologische Botschaft über das Himmelreich zu untermauern.
Lukas 15.8-10 (Lutherbibel 1912) :Oder welches Weib ist, die zehn Groschen hat, so sie der einen verliert, die nicht ein Licht anzünde und kehre das Haus und suche mit Fleiß, bis daß sie ihn finde?Und wenn sie ihn gefunden hat, ruft sie ihre Freundinnen und Nachbarinnen und spricht: Freuet euch mit mir; denn ich habe meinen Groschen gefunden, den ich verloren hatte.Also auch, sage ich euch, wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
PER247
Das Gleichnis vom reichen Mann und von Lazarus
Der Artikel analysiert das Gleichnis vom reichen Mann und von Lazarus im Lukasevangelium. Es zeichnet sich dadurch aus, dass ein Name genannt wird, Lazarus, und behandelt die Frage der göttlichen Gerechtigkeit sowie die Auswirkungen irdischer Entscheidungen auf das Jenseits. Lukas ordnet den Bericht um theologische Lehren über das Himmelreich und regt so zu einem vertieften Nachdenken über Heil und Mitgefühl an.
Lukas 16.19-31 (Lutherbibel 1912) :Es war aber ein reicher Mann, der kleidete sich mit Purpur und köstlicher Leinwand und lebte alle Tage herrlich und in Freuden.Es war aber ein armer Mann mit Namen Lazarus, der lag vor seiner Tür voller Schwärenund begehrte sich zu sättigen von den Brosamen, die von des Reichen Tische fielen; doch kamen die Hunde und leckten ihm seine Schwären.Es begab sich aber, daß der Arme starb und ward getragen von den Engeln in Abrahams Schoß. Der Reiche aber starb auch und ward begraben.Als er nun in der Hölle und in der Qual war, hob er seine Augen auf und sah Abraham von ferne und Lazarus in seinem Schoß.Und er rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich mein und sende Lazarus, daß er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und kühle meine Zunge; denn ich leide Pein in dieser Flamme.Abraham aber sprach: Gedenke, Sohn, daß du dein Gutes empfangen hast in deinem Leben, und Lazarus dagegen hat Böses empfangen; nun aber wird er getröstet, und du wirst gepeinigt.Und über das alles ist zwischen uns und euch eine große Kluft befestigt, daß die wollten von hinnen hinabfahren zu euch, könnten nicht, und auch nicht von dannen zu uns herüberfahren.Da sprach er: So bitte ich dich, Vater, daß du ihn sendest in meines Vaters Haus;denn ich habe noch fünf Brüder, daß er ihnen bezeuge, auf daß sie nicht auch kommen an diesen Ort der Qual.Abraham sprach zu ihm: Sie haben Mose und die Propheten; laß sie dieselben hören.Er aber sprach: Nein, Vater Abraham! sondern wenn einer von den Toten zu ihnen ginge, so würden sie Buße tun.Er sprach zu ihm: Hören sie Mose und die Propheten nicht, so werden sie auch nicht glauben, wenn jemand von den Toten aufstünde.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org
Das Wirken Jesu: Berufungen, Wunder und Lehren
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PAR007
Der verborgene Schatz
Der Artikel untersucht das Gleichnis vom verborgenen Schatz in Matthäus 13:44 und betont den unschätzbaren Wert des Reiches und die verwandelnde Wirkung seiner Entdeckung. Jesus zeigt mit diesem Gleichnis, wie das Himmelreich unser Leben und unsere Entscheidungen neu ausrichten kann.
Matthäus 13.44 (Lutherbibel 1912) :Abermals ist gleich das Himmelreich einem verborgenem Schatz im Acker, welchen ein Mensch fand und verbarg ihn und ging hin vor Freuden über denselben und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte den Acker.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
PAR008
Die kostbare Perle
Das Gleichnis von der kostbaren Perle lehrt, dass das Himmelreich von unschätzbarem Wert ist. Es erzählt von einem Kaufmann, der alles verkauft, um eine kostbare Perle zu erwerben, und veranschaulicht die notwendige Radikalität und die Freude der Hingabe an das Reich.
Matthäus 13.45-46 (Lutherbibel 1912) :Abermals ist gleich das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte.Und da er eine köstliche Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org