Der Artikel untersucht die Vertreibung der Händler aus dem Tempel durch Jesus, die Matthäus, Markus, Lukas und Johannes unterschiedlich schildern. Während die Synoptiker sie kurz vor der Kreuzigung einordnen, stellt Johannes sie an den Anfang des Wirkens Jesu und beschreibt eine von der Verwendung einer Geißel geprägte Szene. Dieser Unterschied wirft die Frage auf, ob es mehrere solche Vorfälle gab. Jesu vorwiegend symbolische Handlung löste kein Eingreifen der Römer aus und verdeutlicht seine Strategie, eine geistliche Reinigung zu bekräftigen.
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JesusTempelHändlerEvangelienReinigung
22 Verse
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Die Verfasser der Evangelien erwähnen unabhängig voneinander manchmal dieselben Ereignisse. Sie bringen ihre persönliche Note ein und bereichern damit die Erzählung.
Gelegentlich begegnen uns ähnliche Geschichten mit so großen Unterschieden, dass wir sie nicht mehr miteinander vereinbaren können.
Das gilt für diesen Abschnitt, in dem Jesus, der Messias, die Händler aus dem Tempel vertreibt.
Beziehen sich die biblischen Verfasser hier auf dasselbe Ereignis oder auf zwei klar getrennte Begebenheiten?
I. Die Berichte des Matthäus, Markus und Lukas
Diese drei ähnlichen Texte der synoptischen Evangelien berichten von Ereignissen in der Woche der Kreuzigung. Markus hebt besonders den großen Bekanntheitsgrad Jesu, des Messias, hervor. Er kann sich dieses Handeln erlauben, da die Tempelbehörden niemals wagen würden, ihn vor seinen Anhängern zu verhaften.
Matthäus, Markus und Lukas nennen nur wenige Einzelheiten zum Ereignis selbst.
Nach Markus 11.11 hatte Jesus, der Messias, den Ort bereits am Vortag besichtigt, bevor er nach Betanien zurückkehrte, wo Marta, Maria und Lazarus wohnten. Er konnte daher nachts über das richtige Vorgehen nachdenken und den besten Zeitpunkt zum Handeln wählen.
Die Händler unter der Halle Salomos beanspruchten auch Teile des Vorhofs der Heiden. Außerdem durchquerten sie nach Markus 11.16 den Vorplatz, um Kunden anzulocken, und machten Sammlung und Gebet unmöglich. Das Eingreifen Jesu, des Messias, erscheint daher berechtigt.
Der Hinweis auf die Zerstörung des Tempels gehört in den synoptischen Evangelien zu einer Rede, die nicht am Tag der Vertreibung der Händler, sondern am folgenden Tag auf dem gehalten wird.
Die griffen ein, um die Lage zu beruhigen. Es musste unbedingt verhindert werden, dass sie außer Kontrolle geriet und das Volk zum Aufstand verleitete, denn die römische Armee hätte diesen in einem Blutbad niedergeschlagen.
Die drei Verfasser zitieren die Worte des Meisters, die die Aussagen von Jesaja 56.7 und Jeremia 7.11 aufgreifen.
Man kann sich nach dem Nutzen einer solchen Handlung fragen, denn offenbar lässt sich diese Entwicklung nun durch nichts mehr aufhalten.
Dennoch bekräftigt Jesus, der Messias, durch dieses Handeln seine Autorität, die weit über derjenigen der religiösen Verantwortlichen und des Hohenpriesters Kajaphas steht, die diesen Missständen untätig zusehen.
Während die drei Berichte von Matthäus, Markus und Lukas übereinstimmen, hebt sich derjenige des Johannes also erheblich ab.
Hat Jesus, der Messias, zweimal versucht, den Tempel zu reinigen?
II. Der Bericht des Johannes
Wir wissen, dass Johannes spät schrieb und die Schriften seiner Freunde kannte. Dennoch erzählt er diesen Vorfall mit einer neuen Einzelheit: Jesus, der Messias, fertigt sich eine Geißel an und vertreibt damit alle, Händler und Tiere eingeschlossen.
Die scheinbar heftige Szene führte nicht zum Eingreifen der Soldaten. Das lässt auf ihren eher unauffälligen Charakter schließen. Seine Jünger bleiben Zuschauer und greifen nicht ein! Wenn Johannes schreibt, er habe alle Händler aus dem Tempel vertrieben, denkt er sicherlich an diejenigen in der Nähe.
Ein umfangreiches Eingreifen war unmöglich, denn die Soldaten und die jüdische Tempelwache hätten rasch eingegriffen, um den Unruhestifter festzunehmen. Die Anweisungen des Präfekten Pontius Pilatus waren eindeutig: Keine Störung würde geduldet, andernfalls drohte blutige Unterdrückung.
Die anwesende Menge verdeckte sicherlich sein Eingreifen. Niemand setzte ihn außer Gefecht. Entgegen allen Erwartungen entsteht ein höfliches Gespräch.
Offenbar wollte Jesus, der Messias, nicht alle Händler aus dem Tempel vertreiben, was unmöglich erscheint, sondern dem Volk lediglich eine Botschaft vermitteln.
Johannes beschreibt das Geschehen und fügt zunächst in Vers Johannes 2.17 seinen Kommentar hinzu. Danach berichtet er von einem Gespräch mit Juden, sicherlich Tempelhändlern.
Wir beobachten keine Reaktion der religiösen Behörden, was die Annahme stützt, dass das Eingreifen Jesu, des Messias, örtlich sehr begrenzt blieb.
Johannes stellt diesen Bericht an den Anfang des Wirkens des Meisters, nach unserer Chronologie in den April des Jahres 30.
III. Mehrere Punkte im Bericht des Johannes bedürfen einer Erklärung
Die religiösen und römischen Behörden greifen nicht ein, obwohl sie auf jeden Aufruhrversuch achten. Das lässt sich mit dem eher geringen Umfang dieser Handlung erklären, die diesen verschiedenen Beobachtern daher entging.
Die Zurückhaltung der Jünger lässt uns fragen, ob sie bei diesem Eingreifen anwesend waren. Vers Johannes 2.17, der hervorhebt, dass sie sich an damit verbundene Worte des Meisters erinnern, scheint ihre Anwesenheit zu bestätigen. Ihre Zahl kennen wir dennoch nicht.
Auch die sehr gemäßigte Reaktion der Händler und Geldwechsler könnte überraschen. Fromme Juden missbilligten, dass Kajaphas diesen Händlern die Ansiedlung im Tempelbezirk erlaubt hatte. Sie standen unter der Halle Salomos und belegten zusätzlich einen Teil des Vorhofs der Heiden. Den Händlern war die Ablehnung vieler Juden bewusst. Es lag in ihrem Interesse, die Lage zu beruhigen, die rasch hätte eskalieren und brutale Eingriffe der römischen Armee auslösen können. Ein höfliches Gespräch erscheint als beste Lösung.
Vers Johannes 2.14 scheint echtes Erstaunen über die Händler auf dem Tempelvorplatz zu zeigen. Nach der Renovierung hatte Kajaphas ihnen diese Plätze tatsächlich zugewiesen, um sowohl die Tiere als auch die Geschäfte zu kontrollieren. Zuvor befanden sie sich auf dem . Der große Umfang dieses Handels überrascht die zum Gebet angereisten Juden sehr.
Johannes sagt in Vers Johannes 2.15, dass er sie alle vertrieb. Wir verstehen darunter diejenigen in der Nähe Jesu, des Messias. Angesichts der durch Kajaphas’ Entscheidungen entstandenen brisanten Lage hätte ein umfangreiches Eingreifen zwangsläufig eine brutale Reaktion der römischen Armee ausgelöst, die den Tempelvorplatz überwachte. Das geschah jedoch nicht! Beim Lärm des Tiermarktes und der Preisverhandlungen dürfte Jesu Handlung kaum die Aufmerksamkeit vieler Menschen erregt haben.
Jesus, der Messias, handelt allein, während seine Jünger lediglich zuschauen. Das lässt auf eine rasche Handlung schließen. Obwohl die Anfertigung der Geißel einige Zeit beanspruchte, dürften sich mehrere nach ihrem Zweck gefragt haben. Der Meister schlug die Händler nicht, die sich sicherlich zum Schutz ihrer Stände vor ihn stellten.
Vers Johannes 2.16 berichtet, dass Jesus, der Messias, zu den Händlern spricht und ihnen vorwirft, diesen Gebetsort durch ihre Tätigkeit in einen Viehmarkt verwandelt zu haben. Er zitiert Jesaja 56.7 und Jeremia 7.11.
Vers Johannes 2.14 erwähnt den Tempel, doch gemeint ist hier der Vorplatz und insbesondere der Vorhof der Heiden.
Angesichts der berichteten Tatsachen müssen wir abschließend anerkennen, dass die Handlung Jesu, des Messias, unauffällig blieb. Sie hat vor allem symbolischen Charakter: Der Meister bekräftigte seine Autorität, suchte aber keinen Volksaufstand. Was die Gewaltsamkeit betrifft, wurde niemand verletzt. Jesus wollte lediglich alle daran erinnern, dass der Tempel vor allem das Haus von , Jahwe, war.
Handelt es sich um ein erstes Eingreifen, während Matthäus, Markus und Lukas von einem zweiten berichten?
Unsere Antwort beruht allein auf den Unterschieden der berichteten Tatsachen. Die Beschreibung eines gewaltsamen Eingreifens des Meisters bei Johannes, die bei Matthäus, Markus und Lukas fehlt, legt zwei verschiedene Eingriffe nahe.
Diese überraschende und vor allem ungewöhnliche Reaktion dürfte kaum vergessen worden sein. Daher nehmen wir an, dass die Verfasser der synoptischen Evangelien sie bewusst nicht berichteten.
Nach Johannes nahm Jesus, der Messias, während seines Wirkens an vier Passahfesten in Jerusalem teil. Es erscheint uns offensichtlich, dass er jedes Mal über die Unordnung dieses großen Marktes empört gewesen sein muss.
Lärm, Tierkot und vor allem der Handel passten nicht zur Feierlichkeit des Ortes, auch wenn alles im Vorhof der Heiden und somit außerhalb des Heiligtums geschah. Jesus, der Messias, hätte also jedes Mal eingreifen können!
Anschließend berichten alle vier Verfasser von einer mit dem Tempel verbundenen Rede.
Doch damit enden die Gemeinsamkeiten. Die Unterschiede sind so groß, dass ein und dasselbe Ereignis schwer vorstellbar erscheint.
Fünf Punkte belegen diesen Unterschied:
IV. Wie oft hat Jesus, der Messias, die Händler aus dem Tempel vertrieben?
_1 Das Datum: das Jahr 30 bei Johannes und 33 bei Matthäus, Markus und Lukas.
_2 Bei Johannes greifen die Behörden nicht ein, während sie in den synoptischen Evangelien ausdrücklich beschließen, Jesus, den Messias, zu töten. Der von Johannes erwähnte unbedeutende Vorfall gewinnt bei den Synoptikern große Tragweite.
_3 Johannes spricht vom Bau des Tempels und von der , die Jesus, der Messias, hinsichtlich seines Todes vorlegt. Er erinnert an die drei Tage des Jona im Bauch des Fisches. Matthäus, Markus und Lukas stellen diese Verbindung nicht her.
_4 Bei Johannes beschränkt sich die Rede auf ein einfaches Gespräch mit den Juden, unserer Ansicht nach den Händlern, nach dem Vorfall. Alles geschieht im Vorhof der Heiden. Bei Matthäus, Markus und Lukas findet die Rede am folgenden Tag auf dem statt.
_5 Bei Johannes fertigt er eine Geißel an, bei Matthäus, Markus und Lukas nicht.
Die beiden Ereignisse sind somit zu unterschiedlich, um sie als dieselbe Begebenheit zu verstehen.
Sollten wir uns wundern, dass Jesus, der Messias, bei zwei Passahfesten die Händler vertrieb oder ihre Tische umstieß?
Zu den großen Festen zogen die Händler bis auf den Tempelvorplatz, um Käufer anzulocken. Dieser Ort der Sammlung und des Gebets verwandelte sich in einen ohrenbetäubenden Markt. Der Geruch und der Lärm der Tiere sowie ihre Ausscheidungen verstärkten diese Veränderung. Viele Juden lehnten diese Entscheidung des ab.
Für jeden frommen Juden war diese Lage empörend, doch niemand wagte zu handeln außer Jesus, dem Messias.
V. Ein wenig Geschichte
Vor dem Bau des salomonischen Tempels regelten die Juden die Durchführung dieses Passahopfers selbst. Die Leviten schlachteten die Tiere und bereiteten sie zu, da oft ein Teil verbrannt werden musste.
Die Pilger kauften ein Lamm oder ein Zicklein. Die religiösen Tempelbehörden prüften, ob das Tier den Vorschriften entsprach, und vollzogen das Opfer. Offenbar schlachtete der Pilger das Tier selbst, während der Priester das Blut auffing. Es durfte keinesfalls verzehrt werden, da es das Leben darstellt, das allein Gott gehört 3. Mose 17.11.
Im Jahr 30 v. Chr. erkannten die religiösen Verantwortlichen unter dem Hohenpriester Hananel und seinem Nachfolger Jesus ben Phabi, beide von Herodes dem Großen ernannt, dass ihnen die Kontrolle über den Tierverkauf entglitt. Sie beschlossen, diesen großen Markt vom direkt in den Tempel, genauer in den Vorhof der Heiden, zu verlegen.
Aus den Angaben in Johannes 2.20 wissen wir, dass der Tempel in 46 Jahren wiederaufgebaut wurde. Die im Jahr -19 oder -20 v. Chr. begonnenen Arbeiten sollten um das Jahr 28 enden.
Der Hohepriester Kajaphas ordnete diesen Markt also neu und nutzte die Gelegenheit, ihn auszubauen. Nach Johannes greift Jesus, der Messias, nach dieser Reform ein, unseren Schlussfolgerungen zufolge etwa zwei Jahre später. Die Händler scheinen ihre Tätigkeit rasch ausgeweitet und auf dem Tempelvorplatz Boden gewonnen zu haben.
Händler, Kaufleute und Geldwechsler ebenso wie die religiösen Behörden wissen, dass ein Teil des Volkes diese Entwicklung ablehnt, und versuchen daher eher, das Eingreifen dieses neuen Meisters herunterzuspielen.
Der finanzielle Gewinn dieses Geschäfts übertrifft alle Erwartungen der , die den beherrschen.
Tatsächlich ist das Ergebnis für diese Priester äußerst vorteilhaft. Sie schreiben eine bestimmte Währung vor, sicherlich den tyrischen Schekel wegen seines hohen Silbergehalts. Jerusalem durfte keine eigene Währung prägen.
Die offizielle Begründung, das Bild des Kaisers auf den Münzen sei mit der Heiligkeit des Ortes unvereinbar, scheint hinter der wirtschaftlichen Wirklichkeit zurückzutreten!
Die meisten Silbermünzen und besonders der römische Denar, die damalige Leitmünze, enthielten nur 80 Prozent Silber, während der tyrische Schekel 95 Prozent erreichte. Das war den Buchhaltern des Tempels nicht entgangen.
Der Wechselkurs begünstigte die jüdischen Geistlichen, zumal die Pilger vor ihrer Abreise ihre übrigen Schekel wieder gegen ihre jeweiligen Herkunftswährungen tauschten.
Dieses für die Hohenpriester einträgliche Monopol benachteiligte die angesehenen Bürger der Stadt. Daher konnte Jesus, der Messias, auf die Unterstützung dieser Opposition zählen.
Wir können uns den Lärm dieses Handels nahe dem Heiligtum vorstellen, der die Gebete der treuen Juden störte.
Die ständig von den Priestern erhöhten Preise führten dazu, dass Arme nicht einmal mehr ein Taubenpaar kaufen konnten.
Diese empörende, von Jesus, dem Messias, angeprangerte Spekulation konnte daher in verschiedenen Schichten der jüdischen Gesellschaft auf Ablehnung stoßen und seine Kritik Unterstützung finden.
VI. Die Rechtfertigung der Gewalt
Der Bericht des Johannes unterscheidet sich von denen des Matthäus, Markus und Lukas. Die Heftigkeit nimmt darin mehr Raum ein. Die Anfertigung einer Geißel verstärkt diesen Eindruck.
Kann dieses Verhalten des Meisters Gewalt unter dem Vorwand religiöser Reinigungen rechtfertigen? Die Geschichte zeigt leider, dass dies allzu oft geschah. Wir wollen hier jedoch nicht die Geschichte kommentieren, sondern nur den Text des Johannes betrachten.
In der Erzählung des Johannes erlitt, abgesehen von einigen Verärgerungen und etwas zusätzlicher Arbeit, niemand Schaden, weder Menschen noch Tiere. Zudem besaß der Sohn Gottes eine Legitimität und Autorität, auf die kein Mensch hoffen kann.
Dass sämtliche Händler aus dem Tempel vertrieben worden seien, ist eine stark übertriebene Deutung. Wie wir gesehen haben, war die Wirklichkeit viel gemäßigter. Einige Kaufleute wurden lediglich vorübergehend bei ihrer Arbeit gestört. Von einer Revolution kann keine Rede sein; die Handlung bleibt eher symbolisch. Die große Mehrheit der Pilger und die römische Wache auf dem Vorplatz bemerkten nichts Verdächtiges.
Hätten sie die geringste ungewöhnliche Unruhe wahrgenommen, hätten sie einen beginnenden Aufstand vermutet und rasch und brutal eingegriffen. Jesus, der Messias, hätte das Passahfest dann im Gefängnis der Burg Antonia beendet.
Wir können diese heftige und überraschende Handlung des Meisters nicht übergehen. „Der Eifer für dein Haus verzehrt mich“, wird Johannes 2.17 sagen, um sie zu rechtfertigen oder zumindest zu erklären.
Wir denken auch an die Vorwürfe Jesu, des Messias, gegenüber den , die er Heuchler nannte Matthäus 23.13, oder gegenüber König Herodes Antipas, den er als Fuchs bezeichnete Lukas 13.32. „Ungläubiges und verkehrtes Geschlecht, wie lange soll ich euch ertragen?“, wird er zu seinen eigenen Jüngern sagen Matthäus 17.17, Markus 9.19, Lukas 9.41.
Alle diese heftigen Äußerungen zeigen die Kluft zwischen dem Denken des Meisters und dem seiner Umgebung. Der Ernst der Lage erforderte manchmal eine energische Reaktion, um eine positive Antwort der Gesprächspartner hervorzurufen.
Diese Beispiele zur Rechtfertigung gewaltsamen Verhaltens heranzuziehen wäre etwa so, als rechtfertigte man Ehebruch mit dem Beispiel König Davids, des Mannes nach Gottes Herzen, in der Sache mit Urija, dem Hetiter 2. Samuel 11.1!
Außerdem sollte man die Tatsachen sorgfältig prüfen, bevor man das Wort „Gewalt“ verwendet. Die Tische der Geldwechsler umzustoßen, Tiere mit einer aus Stricken gefertigten Geißel zu vertreiben und Taubenverkäufer zurechtzuweisen sind energische, der Lage entsprechende Handlungen. Hier von Gewalt in unserem heutigen Verständnis zu sprechen, erscheint jedoch übertrieben.
Das Verhalten Jesu, des Messias, erschreckte nicht viele Menschen. Sie nahmen ihre einträgliche Tätigkeit sicherlich unmittelbar danach wieder auf.
Jesus, der Messias, wollte lediglich eine wichtige Botschaft verkünden. Als Johannes diesen Abschnitt schrieb, erinnerte er sich an den eindrucksvollen Zusammenhang zwischen diesen Handlungen und Davids Worten Psalmen 69.10.
Der letzte Gott geweihte Ort war von diesen religiösen Verantwortlichen in eine einträgliche Geschäftszone verwandelt worden.
VII. Die 46 Baujahre
Die von Jesu Eingreifen betroffenen Juden erinnern ihn und alle Zuhörer daran, dass der Wiederaufbau des Tempels 46 Jahre dauerte. Von Flavius Josephus wissen wir außerdem, dass die Arbeiten im Jahr 20 oder 19 v. Chr. begannen. Rechnet man die von diesen Menschen genannten 46 Jahre hinzu, gelangt man ungefähr ins Jahr 27 oder 28.
Wir haben berechnet, dass dieses Ereignis beim Passahfest am Freitag, dem 7. April des Jahres 30, stattfand. Wie erklärt sich die Abweichung von zwei oder drei Jahren? Tatsächlich dauerten die Tempelarbeiten bis zum Jahr 63. Doch diese Menschen beziehen sich hier auf den Abschluss des wichtigsten Bauabschnitts, des Wiederaufbaus. Danach folgten kleinere Arbeiten, die den Pilgern den Zugang zum Tempel nicht verwehrten.
Wir verstehen diese Worte daher nur als Bezug auf eine Dauer und nicht auf ein genaues Datum. Nach unserer Untersuchung war dieser Wiederaufbau tatsächlich bereits seit etwa drei Jahren abgeschlossen.
Fazit
Die biblischen Verfasser wollten die außergewöhnlichen Ereignisse schildern, die sie erlebt hatten. Mit Ausnahme vielleicht des Lukas kümmerten sie sich nicht um deren Chronologie. Sie konnten ihren Papyrus nicht korrigieren; bei einem Vergessen blieb nur, den Bericht an eine andere Stelle zu verschieben.
Als Leser fällt es uns daher manchmal schwer, die Abfolge der Perikopen zu verstehen. Das stellt die Glaubwürdigkeit der Verfasser nicht infrage, sondern verdeutlicht nur, wie schwierig es ist, eine so große Menge gleichermaßen wichtiger Tatsachen zusammenzufassen.
Ihre Zahl, ihre Ähnlichkeit und bisweilen ihre Wiederholung verstärkten diese Schwierigkeit. Das Ergebnis ihrer Arbeit ist dennoch großartig!
Ein Titel, eine Person, ein Ort, eine Bibelstelle („Lukas 15“)…
Bibelstelle
INF010
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INF010 - Le nom imprononçable de Dieu
YHWH, le nom de Dieu, imprononçable
Le nom de Dieu, retranscrit en français par YHWH est considéré comme imprononçable car il est composé de quatre consonnes hébraïques : Yod (י), Hé (ה), Waw (ו), et Hé (ה).
Les voyelles ne sont pas écrites dans l'hébreu, ce qui rend la prononciation exacte incertaine. Ce nom apparaît environ 6800 fois dans la Bible hébraïque et est considéré comme saint.
Selon le 3ème commandement, qui interdit de prononcer le nom divin en vain (Exode 20.7), les Juifs évitent de le prononcer. À la place, ils utilisent d'autres termes tels que Adonaï (mon Seigneur) ou Ha Élohim (Le Dieu). Dans certaines traductions bibliques, on trouve également les appellations Yahvé, Yahweh ou Jéhovah pour représenter le tétragramme.
Le tétragramme sera finalement traduit par le mot grec Kyrios qui signifie Seigneur, et qui sera changé par : l’Éternel dans nos Bibles protestantes.
Le Dieu Unique des Juifs, qui est aussi celui des chrétiens, possède donc un nom imprononçable.
INF181
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INF181 – Parabel oder Metapher
Gleichnis oder Metapher
Die Anzahl der Gleichnisse in den Evangelien variiert je nach Forscher erheblich. Einige werden direkt im Text definiert, wo wir lesen, dass der Messias Jesus ein Gleichnis verkündet. Viele andere lassen sich jedoch schwerer einordnen.
Hier nun eine übersichtliche Zusammenfassung der Unterschiede zwischen Gleichnis, Metapher, Bild und Allegorie, illustriert mit Beispielen aus der Bibel:
Parabel: symbolische Erzählung mit moralischer oder spiritueller Botschaft
Definition: Eine Parabel ist eine kurze, erzählerische Geschichte – oft fiktiv –, die eine moralische, spirituelle oder theologische Wahrheit veranschaulicht.
Aufbau: Er umfasst Figuren, eine Handlung und manchmal eine Pointe oder eine Wendung.
Funktion : Sie regt zu einer – oft indirekten – Interpretation an und löst Nachdenken oder eine Einsicht aus.
Beispiele: Der Sämann (Matthäus 13.1-23), Der barmherzige Samariter (Lukas 10.25-37), Der verlorene Sohn (Lukas 15.11-32)
Ein Gleichnis ist ein erzählerisches Mittel, das zugleich verbirgt und offenbart; es erfordert aktives Zuhören und Interpretation.
Metapher: Stilfigur, die auf einer impliziten Analogie beruht
Definition: Eine Metapher ist die Übertragung eines Begriffs in ein anderes Bedeutungsfeld ohne Verwendung eines Vergleichselements.
Aufbau: Er ist kurz und beschränkt sich oft auf einen Satz oder einen Ausdruck.
Funktion: Sie verdeutlicht eine abstrakte Realität anhand eines konkreten Bildes, jedoch ohne Erzählung.
Beispiele: „Ich bin das Licht der Welt“ (Johannes 8,12), „Ihr seid das Salz der Erde“ (Matthäus 5,13)
Die Metapher fasst eine Wahrheit in einem eindrucksvollen Bild zusammen, erzählt aber nichts.
Bild: Sammelbegriff für jede bildliche Darstellung
Definition: Der Begriff „Bild“ ist ein Sammelbegriff, der jede bildliche Darstellung umfasst, sei sie erzählerischer (Parabel), stilistischer (Metapher) oder visueller Natur.
Funktion: Sie dient dazu, das Unsichtbare sichtbar zu machen und das Abstrakte zu verkörpern.
Beispiele: Das Lamm (Symbol für Christus), der Felsen (Symbol für Gott in den Psalmen).
Das Bild ist das gemeinsame Terrain von Gleichnissen und Metaphern, es ist ihr Ausgangsmaterial.
Zusammenfassung:
Ein Gleichnis ist eine symbolische, meist längere Erzählung, die lehren oder zum Nachdenken anregen soll. Es hat die Form einer Geschichte, oft mit Figuren und einer Handlung. Ein bekanntes biblisches Beispiel ist das Gleichnis vom verlorenen Sohn (Lukas 15.11-32).
Die Metapher ist eine kurze Stilfigur, die auf einer impliziten Analogie beruht. Sie dient dazu, eine Realität zu verdeutlichen oder durch ein eindringliches Bild Eindruck zu hinterlassen, ohne dabei auf eine Erzählung zurückzugreifen. Zum Beispiel: „Ich bin der Weinstock“ (Johannes 15.1 und Johannes 15.5).
Das Bild hingegen ist ein allgemeinerer Begriff. Seine Länge ist variabel, und seine Funktion besteht darin, eine abstrakte Realität darzustellen oder zu verkörpern. Es kann visuell, poetisch oder symbolisch sein. Man denke hier an Figuren wie das Lamm oder den Felsen, die in der Heiligen Schrift häufig vorkommen.
INF305
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INF305 - Le Mont des Oliviers
Le Mont des Oliviers
Le mont des Oliviers constitue l'un des lieux les plus importants de la géographie biblique. Situé à l'est de Jérusalem, il est séparé de la ville par la vallée du Cédron (2. Samuel 15.30 ; Johannes 18.1). Son nom provient des nombreux oliviers qui couvraient autrefois ses pentes.
Situation géographique
Le mont des Oliviers forme une longue crête orientée du nord au sud, culminant à environ 820 mètres d'altitude, soit légèrement plus haut que Jérusalem. Depuis son sommet, on bénéficie d'une vue remarquable sur la ville et sur l'emplacement du Temple.
Sa proximité avec Jérusalem explique pourquoi Jésus et ses disciples s'y rendaient fréquemment (Lukas 21.37). Selon Luc, le lieu de l'ascension se trouvait à une distance d'environ un « chemin de sabbat » de Jérusalem, soit approximativement un kilomètre (Apostelgeschichte 1.12).
Un lieu associé à de nombreux événements bibliques
Sous l'Ancien Testament
David franchit le torrent du Cédron et gravit le mont des Oliviers en pleurant lorsqu'il fuit devant son fils Absalom (2. Samuel 15.30).
Le prophète Ézéchiel décrit la gloire de Dieu quittant Jérusalem et s'arrêtant sur la montagne située à l'est de la ville, généralement identifiée au mont des Oliviers (Hesekiel 11.23).
Le prophète Zacharie annonce qu'au jour du Seigneur, les pieds de l'Éternel se poseront sur le mont des Oliviers (Sacharja 14.4).
Dans la vie du Messie Jésus
Le mont des Oliviers occupe une place particulière dans les Évangiles :
Jésus y séjourne fréquemment (Lukas 22.39) ;
il contemple Jérusalem et pleure sur la ville (Lukas 19.41-44) ;
il y prononce le discours eschatologique sur la fin des temps (Matthäus 24.3 ; Markus 13.3) ;
il passe ses nuits sur cette montagne pendant les derniers jours précédant sa mort (Lukas 21.37) ;
au pied du mont se trouve le jardin de Gethsémané où il prie avant son arrestation (Matthäus 26.36 ; Lukas 22.39-46) ;
c'est également depuis les environs de Béthanie, sur le versant oriental du mont, qu'il bénit ses disciples et s'élève au ciel (Lukas 24.50-51 ; Apostelgeschichte 1.9-12).
Le mont des Oliviers et l'ascension
Les Actes indiquent que les disciples revinrent à Jérusalem « de la montagne appelée des Oliviers » après l'ascension (Apostelgeschichte 1.12). Luc précise dans son Évangile que Jésus les conduisit jusque vers Béthanie avant de les quitter (Lukas 24.50).
Ces deux indications sont parfaitement compatibles puisque Béthanie se situe sur le versant oriental du mont des Oliviers, à environ trois kilomètres de Jérusalem (Johannes 11.18).
Une dimension prophétique
Pour plusieurs interprètes, le choix du mont des Oliviers comme lieu de l'ascension n'est probablement pas fortuit. Le prophète Zacharie annonçait déjà qu'au jour de l'Éternel, celui-ci se tiendrait sur cette montagne (Sacharja 14.4). Ainsi, le lieu depuis lequel Jésus quitte ses disciples pourrait également être celui associé à son retour glorieux, conformément à la parole des anges :
« Ce Jésus, qui a été enlevé au ciel du milieu de vous, viendra de la même manière que vous l'avez vu allant au ciel » (Apostelgeschichte 1.11).
Ainsi, le mont des Oliviers apparaît comme un lieu chargé d'histoire et de symbolisme. Il est à la fois le théâtre des souffrances du Messie, de son enseignement sur les temps futurs, de son ascension et, selon plusieurs interprétations prophétiques, du lieu associé à son retour futur.
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INF380 - Les autorités juives
Les autorités juives
Les autorités qui ordonnent l'arrestation de Pierre et Jean en Apostelgeschichte 4.1-3 constituent un ensemble de responsables religieux particulièrement influents. Luc mentionne trois groupes distincts : les sacrificateurs, le commandant du Temple et les sadducéens. Leur intervention permet de mieux comprendre les rapports de force qui existaient à Jérusalem au début de l'Église.
1- Les sacrificateurs
Les « sacrificateurs » désignent les prêtres qui assuraient le culte quotidien du Temple. Certains appartenaient aux familles sacerdotales les plus influentes et plusieurs siégeaient au Sanhédrin. Leur fonction leur conférait une autorité considérable sur la vie religieuse du peuple.
Le Temple constituait le centre de la vie juive. Voir deux Galiléens enseigner publiquement dans ses enceintes, attirer les foules et accomplir des miracles pouvait être perçu comme une remise en cause de leur autorité. Les chefs sacerdotaux avaient déjà joué un rôle déterminant dans le procès de Jésus (Johannes 11.47-53 ; Johannes 18.13-14) et se trouvaient maintenant confrontés à ses disciples.
2- Le commandant du Temple
Luc mentionne également « le commandant du Temple » (Apostelgeschichte 4.1). Il s'agissait probablement du chef de la garde du Temple, personnage très important dans la hiérarchie juive. Selon les sources juives, notamment la Mishna, ce responsable supervisait les lévites chargés de la sécurité et du maintien de l'ordre dans l'enceinte sacrée.
Il ne s'agissait pas d'un officier romain, mais d'un responsable juif. Sa fonction consistait à prévenir tout désordre susceptible d'attirer l'intervention des autorités romaines. Son rang était particulièrement élevé, immédiatement après celui du souverain sacrificateur.
L'arrestation de Pierre et de Jean ne fut donc pas une initiative improvisée, mais une opération officielle menée par les autorités reconnues du Temple.
3- Les sadducéens
Luc souligne surtout la présence des sadducéens (Apostelgeschichte 4.1-2). Ce groupe était composé en grande partie des familles sacerdotales les plus riches et les plus influentes. Ils entretenaient généralement de bonnes relations avec les autorités romaines afin de préserver leur position privilégiée.
Contrairement aux pharisiens, les sadducéens rejetaient plusieurs doctrines importantes :
la résurrection des morts (Matthäus 22.23) ;
l'existence des anges et des esprits (Apostelgeschichte 23.8) ;
certaines traditions orales développées par les pharisiens.
La prédication apostolique heurtait directement leurs convictions. Annoncer que Jésus était ressuscité revenait à confirmer la doctrine même qu'ils combattaient. Il n'est donc pas surprenant que Luc insiste sur leur irritation (Apostelgeschichte 4.2).
4- Une opposition déjà rencontrée par Jésus
Il est frappant de constater que les mêmes groupes qui avaient contribué à la condamnation de Jésus se retrouvent maintenant face à ses disciples. En un sens, Pierre et Jean poursuivent le ministère de leur Maître et rencontrent les mêmes adversaires.
Cette continuité apparaît clairement dans le récit des Évangiles. Les chefs religieux avaient cherché à réduire Jésus au silence (Markus 14.53-65) ; ils tentent désormais de faire taire ses témoins.
5- Le Sanhédrin en arrière-plan
Bien que le Sanhédrin ne soit pas encore mentionné explicitement en Apostelgeschichte 4.1-3, il se profile déjà derrière cette arrestation. Le lendemain, Pierre et Jean seront effectivement conduits devant cette assemblée suprême (Apostelgeschichte 4.5-6).
Le Sanhédrin était composé d'environ soixante-dix membres, parmi lesquels se trouvaient :
le souverain sacrificateur ;
les anciens du peuple ;
les principaux sacrificateurs ;
les scribes et docteurs de la Loi ;
des représentants des partis sadducéen et pharisien.
Sous la domination romaine, cette institution conservait une large autorité religieuse et judiciaire, même si le pouvoir d'exécuter une condamnation capitale était fortement limité.
6- Une inquiétude plus qu'une simple hostilité doctrinale
L'opposition des autorités juives ne s'explique pas uniquement par des divergences théologiques. Plusieurs éléments devaient les inquiéter :
la croissance rapide du mouvement chrétien (Apostelgeschichte 2.41) ;
l'influence grandissante des apôtres sur la population ;
les miracles accomplis publiquement (Apostelgeschichte 4.16) ;
le risque d'agitation populaire susceptible d'entraîner une intervention romaine ;
la remise en question implicite de leur propre autorité religieuse.
Quelques semaines auparavant, elles avaient probablement pensé que la crucifixion de Jésus mettrait un terme définitif à son mouvement. Or elles découvrent avec surprise que ses disciples poursuivent son œuvre avec une assurance nouvelle.
7- Une première confrontation appelée à se répéter
Cette arrestation inaugure une longue série d'affrontements entre les autorités juives et les apôtres. Pierre et Jean comparaîtront plusieurs fois devant le Sanhédrin (Apostelgeschichte 4.5-22 ; Apostelgeschichte 5.27-40), Étienne sera condamné à mort (Apostelgeschichte 7.54-60), et Saul de Tarse deviendra l'un des principaux persécuteurs de l'Église avant sa conversion (Apostelgeschichte 8.1-3).
Paradoxalement, cette opposition ne fera que contribuer à la diffusion du christianisme, conformément au programme annoncé par le Seigneur : « Vous serez mes témoins à Jérusalem, dans toute la Judée, dans la Samarie et jusqu'aux extrémités de la terre » (Apostelgeschichte 1.8).
8- Une remarque intéressante
Luc ne mentionne pas ici les pharisiens. Ce silence est probablement significatif. Les principaux adversaires des apôtres dans les premiers chapitres des Actes semblent être les sadducéens et les familles sacerdotales qui contrôlaient le Temple. Les pharisiens, bien qu'opposés au mouvement chrétien sur plusieurs points, apparaissent parfois plus modérés, comme le montrera plus tard l'intervention de Gamaliel (Apostelgeschichte 5.34-39). Cette nuance est importante pour comprendre la diversité du judaïsme du premier siècle.
INF001
Hinweis
INF001 - Sadducéens
Les saducéens
Les Sadducéens étaient un groupe religieux et politique important dans le judaïsme antique. Voici quelques points clés à leur sujet :
Origines et Histoire
Origines : Le nom "Sadducéen" dérive probablement de Sadoq, un grand prêtre de l'époque de David et Salomon. Ils étaient principalement issus de l'aristocratie sacerdotale. Période : Ils étaient actifs entre environ 200 av. J.-C. et 70 ap. J.-C., jusqu'à la destruction du Temple de Jérusalem par les Romains. Influence : Les Sadducéens avaient une grande influence sur le culte et la liturgie au Temple de Jérusalem. Ils contrôlaient le Sanhédrin, le conseil juif suprême.
Croyances et Pratiques
Textes Sacrés : Ils se concentraient uniquement sur la loi écrite, le Pentateuque, et rejetaient les traditions orales adoptées par les Pharisiens. Résurrection : Contrairement aux Pharisiens et aux Esséniens, les Sadducéens niaient la résurrection des morts et l'immortalité de l'âme. Rites du Temple : Ils étaient responsables des rites du Temple, y compris les sacrifices et les fêtes de pèlerinage.
Oppositions
Pharisiens : Les Sadducéens étaient en opposition totale avec les Pharisiens, notamment sur des questions théologiques comme la résurrection. Zélotes : Ils furent également en conflit avec les Zélotes et les Sicaires, qui les considéraient comme des collaborateurs avec les Romains.
Les Sadducéens ont laissé une marque durable sur l'histoire du judaïsme et sont souvent mentionnés dans le Nouveau Testament, notamment dans les Actes des Apôtres et les Évangiles.
Les Sadducéens dans la Bible
Les sadducéens constituent une branche importante du judaïsme. Nous les retrouvons à quinze reprises dans le Nouveau Testament, dix dans les Évangiles et cinq dans les Actes des Apôtres.
Cinq fois, les auteurs des synoptiques les nomment avec les pharisiens. La doctrine du judaïsme revient toujours dans leurs discussions avec le Messie Jésus, qui ne leur adresse jamais de reproches.
Nous ne trouvons pas de tension dans leurs relations avec le Messie Jésus comme c’est le cas, régulièrement avec les pharisiens. Ils contrôlent l’administration et le culte du temple et restent éloignés du peuple. Ils pactisent facilement avec l’occupant Romain qui, en retour, leur confère une influence importante au sein du Sanhédrin.
Ses membres sont essentiellement issus de la classe aristocratique ou sacerdotale. Ils ne reconnaissent que les écrits de la Bible hébraïque.
Ils ne croient pas à la résurrection des morts. Ils n’envisagent aucune forme de vie après leurs décès. Les anges selon eux n’existent pas. L’Apôtre Paul dénoncera toutes ces dérives lors de son procès (Apostelgeschichte 23.6).
Caïphe et Anne, les Principaux Sacrificateurs qui condamnent Jésus appartiennent à ce mouvement sadducéen.
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INF002 - Les pharisiens
Die Pharisäer
Les Pharisiens étaient un groupe religieux et social important dans le judaïsme antique, particulièrement pendant la période du Second Temple. Voici quelques points clés à leur sujet :
Origines et Histoire
Origines : Les Pharisiens ont émergé comme un groupe distinct après la révolte des Maccabées, vers 165-160 av. J.-C. Ils étaient souvent considérés comme les descendants spirituels des Hasidéens.
Période : Ils ont prospéré jusqu'à la destruction du Second Temple en 70 ap. J.-C. Après cette date, leurs enseignements ont formé la base de ce qui est devenu le judaïsme rabbinique.
Croyances et Pratiques
Textes Sacrés : Contrairement aux Sadducéens, qui se concentraient uniquement sur la loi écrite (le Pentateuque), les Pharisiens croyaient en une loi écrite et une loi orale (la Torah orale). Résurrection : Les Pharisiens croyaient en la résurrection des morts et en l'immortalité de l'âme. Rites et Lois : Ils insistaient sur l'importance des traditions orales et des interprétations adaptées aux circonstances contemporaines.
Influence et Héritage Influence : Les Pharisiens ont eu une grande influence sur la liturgie et la pratique religieuse juive. Leurs enseignements ont été incorporés dans la Mishna, une compilation de la tradition orale juive, vers 200 ap. J.-C. Héritage : Après la destruction du Second Temple, les enseignements des Pharisiens ont formé la base du judaïsme rabbinique, qui continue d'influencer le judaïsme moderne.
Les Pharisiens sont souvent mentionnés dans le Nouveau Testament, notamment dans les Évangiles et les Actes des Apôtres, où ils sont souvent en conflit avec Jésus et les autres figures religieuses de l'époque.
Les Pharisiens dans la Bible
Ils constituent le groupe le plus représentatif du judaïsme. Ses membres, originaires du peuple, s’opposent aux compromis, avec l’envahisseur Romain, mais aussi avec l’hellénisme. Nous les voyons plus proches de la population que les sadducéens.
Ils sont cités à cent trois reprises dans le Nouveau Testament, quatre vint treize fois dans les Évangiles, neuf fois dans les Actes des apôtres et une fois dans l’épître aux Philippiens.
Leurs rapports avec le Messie Jésus apparaissent fréquemment tendus, conflictuels. Il les reprendra à certains moments avec des termes violents, comme, « malheur à vous », « hypocrites » ce qui démontre bien cette opposition. Ils n’ont pas accès aux postes de hautes responsabilités, contrôlés par les Romains, et donc réservés aux sadducéens sympathisants, mais forment le groupe le plus important du Sanhédrin.
Ils se considèrent comme les grands défenseurs de la loi de Moïse qu’ils commentent. Leur interprétation devient la règle à suivre pour le peuple. Le Messie Jésus condamnera ces dérives à diverses occasions (Matthäus 23.13-29).
Ils sont souvent en désaccord avec leurs collègues sadducéens sur des points de doctrine tels que la vie éternelle ou les anges. Ils ont ajouté à la Loi écrite de Moïse, des principes oraux, qui leur permettent de contourner ses prescriptions. Jésus ne manquera pas de le signaler (Matthäus 23.23).
Nicodème et Joseph d’Arimathée appartenaient à ce groupe politico-religieux ce qui ne les a pas empêchés de se convertir au christianisme.
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INF231 - De la part ?
De la part de Jean, de la part de Dieu, de la part des 7 esprits, de la part de Jésus Christ ?
Offenbarung 1.4-5 : « De la part de Jean aux sept Églises… que la grâce et la paix vous soient données de la part de celui qui est, qui était et qui vient, de la part des sept esprits qui sont devant son trône, et de la part de Jésus-Christ… »
Qui écrit ?
Jean est bien l’auteur humain : il rédige la lettre, il signe son nom, il s’adresse directement aux Églises.
Mais il se présente comme messager : il transmet une révélation qui ne vient pas de lui.
C’est pourquoi il dit : “de la part de…” → il se met en position de relais, pas de source.
Les trois “de la part de”
De la part de Dieu : “celui qui est, qui était et qui vient” → Dieu éternel, présent dans tout le temps.
De la part des sept esprits : image symbolique de la plénitude de l’Esprit de Dieu (le chiffre 7 = totalité). Cela signifie que l’Esprit agit pleinement devant le trône.
De la part de Jésus-Christ : présenté comme témoin fidèle, premier ressuscité, chef des rois.
Ces trois “de la part de” forment une salutation trinitaire : Dieu, l’Esprit, et Jésus-Christ. Jean écrit, mais il situe son message dans cette source divine.
Zusammengefasst
Oui, c’est Jean qui écrit.
Mais il insiste : le contenu vient de Dieu, par l’Esprit, et par Jésus-Christ.
Sa formule “de la part de…” est une manière de dire : je vous écris, mais ce n’est pas mon message, c’est celui que j’ai reçu et que je transmets.
Cela donne à l’Apocalypse son autorité : ce n’est pas une opinion personnelle de Jean, mais une révélation qu’il relaie fidèlement.
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INF003 - Le Sanhédrin
Der Hohe Rat
Le Sanhédrin était une institution clé dans le judaïsme antique, ayant des fonctions législatives, judiciaires et religieuses. Voici quelques points clés à son sujet :
Le Sanhédrin (ou Sanhédrin juif) désigne, à l’époque du Second Temple (env. IIe s. av. J.C. – 70 ap J.C.), l’instance suprême d’autorité religieuse, juridique et parfois politique du judaïsme en Judée.
Points essentiels
Composition et siège : traditionnellement 71 membres (le Nassi/président, l’Av Beit Din/vice‑président, et des juges/sages). Il siégeait à Jérusalem, près du Temple, probablement dans une salle appelée la « Salle des Pierres taillées ».
Compétences : interprétation de la Loi (Torah), fixation de normes religieuses, arbitrage de litiges importants, supervision du calendrier (sanctification des mois et intercalations), validation d’ordonnances communautaires, et, en théorie, jugement des affaires les plus graves. Sous domination romaine, ses pouvoirs pénaux étaient limités.
Sources historiques : on en trouve des échos dans les Évangiles (procès de Jésus mentionnant un conseil juif) et surtout dans la littérature rabbinique (Mishnah, Talmud), qui décrit son fonctionnement idéal et ses règles de procédure.
Fonctionnement procédural : témoignages examinés par un collège, forte exigence de crédibilité des témoins, quorum nécessaire, votes commençant par les plus jeunes juges pour éviter l’influence des plus anciens, préférence pour l’acquittement en cas de doute ; pour les affaires capitales, des règles plus strictes encore.
Après 70: la destruction du Temple par les Romains met fin au Sanhédrin tel qu’il existait à Jérusalem. Une autorité rabbinique se reconstitue en Galilée (Yavné, puis Ousha, Sepphoris, Tibériade), parfois appelée « Sanhédrin » par analogie, centrée sur l’étude, la halakha et l’organisation communautaire ; elle décline vers le IVe–Ve siècle.
Héritage : le Sanhédrin symbolise l’idéal d’une autorité collégiale savante dans le judaïsme. Des traités talmudiques (notamment Sanhédrin, Makkot) conservent ses règles théoriques, qui ont influencé la pensée juridique juive. À l’époque moderne, le terme a été repris par analogie (par ex. le « Grand Sanhédrin » convoqué par Napoléon en 1807), sans continuité institutionnelle antique.
Repères terminologiques
Nassi : président du Sanhédrin ; des traditions attribuent ce rôle à Hillel l’Ancien et à ses descendants pendant la période tardive.
Av Beit Din : « père du tribunal », second du Nassi.
Beit Din : tribunal rabbinique ; au pluriel, désigne aussi des cours locales de 23 juges (pour affaires graves) ou de 3 (pour affaires civiles).
Limites et débats
Histoire vs. idéal normatif : les descriptions talmudiques mélangent souvenirs historiques et modèles juridiques ; les historiens discutent l’ampleur réelle de ses pouvoirs à chaque période.
Compétence pénale sous Rome : la capacité d’appliquer la peine capitale est particulièrement débattue ; elle fut probablement très restreinte à la fin de la période.
En bref : le Sanhédrin fut la plus haute instance savante et judiciaire du judaïsme du Second Temple, avec un rôle central dans l’interprétation de la loi et la cohésion communautaire ; sa forme antique disparaît après 70, mais son modèle continue d’inspirer l’organisation rabbinique et la pensée juridique juive.
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INF004 - Les romains
Die Römer
En l’an -63 av. J.-C. le général romain Pompée, envahi le territoire d’Israël et prend Jérusalem. Le judaïsme grâce à Jule César devient en l’an -45 av. J.-C. une religion légale.
Cinq ans plus tard, en -40 av. J.-C. L’empereur Auguste met un terme à la dynastie hasmonéenne et nomme Hérode le Grand, un Iduméen, donc, pas de lignée royale, roi des Juifs.
Quelques années, après la mort d’Hérode le Grand, en l’an 6, Rome change le statut de la Judée ainsi que de la Samarie et de l’Idumée (l’Edom biblique) pour le transformer en provinces romaines placées sous la responsabilité de procurateurs romains.
Les fils du monarque Hérode seront promus par l’autorité romaine, tétrarques, et gouverneront ces différentes provinces sous l’égide de ces procurateurs.
Nous sommes par conséquent, pendant le ministère du Messie Jésus avec un préfet, Ponce Pilate et un tétrarque, Hérode Antipas qui se partagent le pouvoir. Les deux hommes se haïssent jusqu’au jour de la condamnation du Messie Jésus (Lukas 23.12).
Quarante ans après la crucifixion du Messie Jésus, l’insurrection des Juifs, commencée en 66, est jugulée, Titus détruit le temple de Jérusalem en l’an 70 et tout se termine avec la chute de Massada le 2 mai 73.
D’autres révoltes suivront jusqu’en 135.
En 130, l’empereur Hadrien change de nouveau le statut du pays d’Israël, en créant une nouvelle colonie romaine, le nom de Jérusalem est remplacé par Aelia Capitolina.
Le Messie Jésus exercera son ministère dans un territoire occupé par les Romains, avec un gouverneur désigné par Rome.
Trois hommes se partagent donc à ce moment de l’histoire, la direction du pays d’Israël :
Ponce Pilate, le préfet romain, il détient tous les pouvoirs en particulier sur la Judée.
Hérode Antipas, règne sur la Galilée et la Pérée.
Le Souverain Sacrificateur, Caïphe, responsable des problèmes religieux.