Dieser Artikel behandelt Maria, die Mutter Jesu, und zeigt ihre Rolle in den Evangelien sowie die Entwicklung ihrer Verehrung im Lauf der christlichen Geschichte, trotz ihrer zurückhaltenden Präsenz in der Schrift.
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MariaMutter JesuGeburt JesuEvangelienVerehrung
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Wenn Maria heute in der römisch-katholischen Kirche einen bedeutenden Platz einnimmt, so bleibt sie in den Berichten der Evangelien doch verhältnismäßig zurückhaltend. Diese Entwicklung im Lauf der Jahrhunderte kann überraschen, denn nichts im Verhalten Marias ließ eine solche Wertschätzung erwarten.
Ihr ganzes Leben lang beanspruchte sie keine bevorzugte Stellung und betrachtete ihre Mutterschaft als göttliche Gnade.
Lukas erwähnt ihre Anwesenheit bei den Zusammenkünften vor dem und beschreibt sie einfach als eine Teilnehmerin unter den 120 Personen, die im Obergemach versammelt waren. Tatsächlich ließ nichts in ihrem Leben eine solche Hingabe erwarten!
In dieser Studie werden wir die verschiedenen Angaben zu ihrer Person in den biblischen Texten untersuchen und uns dann den einzelnen geschichtlichen Etappen zuwenden, die ihren Aufstieg zur verehrten Ikone geprägt haben.
I. Das wahre Leben Marias
Die Berichte der Evangelien lassen uns Maria kennenlernen, geben uns aber nur wenige Informationen über sie. Sie stellen sie hauptsächlich im Zusammenhang mit der Geburt Jesu dar und bezeichnen sie oft als „die Mutter Jesu“. Der Apostel Johannes nennt in seinem Evangelium nie ihren Namen!
Ihre letzte Erwähnung in den biblischen Texten betrifft ihre Anwesenheit beim am 22. Mai 33 n. Chr.; danach kehrt sie in die Anonymität zurück.
Weitere Einzelheiten finden sich in den , doch gehören sie eher zur Legende als zu den geschichtlichen Tatsachen.
Maria erscheint also im Bericht von der wundersamen Geburt Jesu. Sie wohnt in Nazareth, wo sie nach unseren Berechnungen wahrscheinlich um das Jahr 17 v. Chr. geboren wurde. In jener Zeit blieben die Menschen meist in ihrem Heimatdorf wohnen.
Ihr Vater Eli verhandelt ihre Heirat mit den Eltern Josefs, eine damals übliche Praxis, die die Mitgift der künftigen Braut rechtmäßig machte, oft ein Stück Land, das dem Paar den Lebensunterhalt sichern sollte. Wie alle jungen Mädchen ihrer Zeit lernt Maria kochen, weben und Kleider nähen. All diese Aufgaben wird sie als Hausfrau übernehmen müssen.
Josef seinerseits wird für die Nahrung seiner Familie sorgen. Er hat das Zimmermannshandwerk erlernt, wahrscheinlich dasselbe wie sein Vater. Die Dorfbewohner erkennen sein Können an und ziehen ihn je nach Bedarf heran. Doch zu Beginn des Jahrhunderts begann das Handwerk, das hoch geschätzt war, mit dem Aufkommen der Kaufleute an Wert zu verlieren.
Tatsächlich begünstigte die Pax Romana den internationalen Handel, was zur Entstehung eines neuen Berufsstandes führte: dem des Kaufmanns. Diese gesellschaftliche Schicht wurde rasch reich, auf Kosten der Handwerker und der Bauern.
Trotz allem scheint die Zukunft für Josef und Maria vielversprechend. Auch wenn uns 14 Jahre heute sehr jung zum Heiraten erscheinen, musste damals ein Jude mit 25 Jahren bereits für seine Familie sorgen, die oft groß war.
Nach altem Brauch lebten alle ihre Verwandten im Dorf oder in der Nähe, denn nur wenige wagten es, ihren Geburtsort zu verlassen. Dieses auf Solidarität gegründete Gemeinschaftsleben half, Schwierigkeiten wie Armut und Hungersnot zu überwinden. Andererseits verpflichtete sich jeder, die religiösen und sittlichen Regeln einzuhalten, bei Strafe einer unwiderruflichen Verurteilung.
Jeder kannte jeden, und kein Geheimnis blieb lange verborgen. Maria und Josef, nun verlobt, mussten die Pflichten der jüdischen Ehe beachten. Ein Jahr lang würden sie miteinander verkehren, ohne intime Beziehungen zu haben. Junge Mädchen, die gegen diese Regeln verstießen, riskierten die Verbannung, ja sogar die , wenn sie vor der offiziellen Eheschließung schwanger wurden!
Alle jungen Mädchen wurden gewarnt und erinnerten sich an recht abschreckende Geschichten aus der Umgebung. Ehebruch wurde nicht auf die leichte Schulter genommen.
In diesem Umfeld wird sich im Jahr 3 v. Chr. ein Ereignis zutragen, das jedes Begreifen übersteigt.
II. Die Familie Marias
Um das Jahr 17 v. Chr. nehmen Eli und seine Frau ein neues Kind auf, eine Tochter, der sie den Namen Maria geben. Obwohl die Familie schon groß war, hätte man sich die Geburt eines Sohnes gewünscht, der dem Vater bei der Arbeit helfen könnte. Während Matthäus uns den Stammbaum Jesu von Josef her, seinem Adoptivvater, darlegt, nehmen die Ausleger an, dass derjenige bei Lukas Maria betrifft.
Beide gehören zur Linie des Königs David. Wir lernen auch Elisabet kennen, eine Verwandte Marias, die vom Stamm Levi abstammt und somit zur Priesterschaft gehört. Marias Vater heißt also Eli. Die Berichte der Evangelien konzentrieren sich ausschließlich auf den Messias Jesus, und Maria erscheint nur als seine Mutter.
Für alle religiösen Juden jener Zeit gilt die Ankunft eines Kindes als Geschenk Gottes, das sie mit Freude erfüllt und dazu bewegt, ihrem Schöpfer zu danken, gemeinsam mit allen Familienmitgliedern. Maria wächst in Nazareth auf, umgeben von ihren Brüdern, Schwestern, Cousins und Cousinen. Das ganze Dorf kennt sie als Tochter Elis, aus dem Stamm Juda.
In jener Zeit wurden die meisten Menschen im selben Dorf geboren, lebten und starben dort. Maria erreicht ihre gesetzliche Mündigkeit mit 12 Jahren und einem Tag, und ihre Eltern beginnen, an ihre Heirat zu denken. Die Verlobung mit Josef, einem jungen Mann aus dem Dorf, wird offiziell besiegelt.
So ist das Leben!
III. Die große Umwälzung
Das ruhige und wohlgeordnete kleine Leben von Maria und Josef nimmt eine unerwartete Wendung. Die religiöse Kultur, die sehr präsent ist, lehrt das Kommen eines Messias, doch niemand stellt sich vor, wie er in der Gesellschaft erscheinen wird.
Gewiss, die sprechen von einer jungen Jungfrau, die schwanger werden wird, doch was wäre in der Ehe normaler?
Matthäus beschreibt das Ereignis mit den Worten: „schwanger vom Heiligen Geist“!
Matthäus 1.18 ( 1912)
Die Geburt Christi war aber also getan. Als Maria, seine Mutter, dem Joseph vertraut war, fand sich's ehe er sie heimholte, daß sie schwanger war von dem heiligen Geist.
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Matthäus 1.24-25 ( 1912)
Da nun Joseph vom Schlaf erwachte, tat er, wie ihm des HERRN Engel befohlen hatte, und nahm sein Gemahl zu sich.
Und er erkannte sie nicht, bis sie ihren ersten Sohn gebar; und hieß seinen Namen Jesus.
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Matthäus beschreibt das Ereignis also mit den Worten, Maria sei „schwanger vom Heiligen Geist“ Matthäus 1.18. Josef, der mit Maria verlobt ist, gehorcht dem und nimmt Maria zur Frau, doch sie haben keine eheliche Gemeinschaft bis zur Geburt Jesu Matthäus 1.24-25.
Das zweite Evangelium, das des Markus, erwähnt die Schwangerschaft Marias nicht, was bedeutet, dass Marias Zeitgenossen zu jenem Zeitpunkt nicht genau darüber informiert waren.
Die Einzelheiten dieser Geschichte wurden erst später offenbart, etwa 15 Jahre danach. Das Schweigen von Markus und Petrus in ihren Schriften ist eine strategische Entscheidung, denn sie kennen den übernatürlichen Charakter der Geburt Jesu, ebenso wie Matthäus. Sie kannten die Einzelheiten zur Zeit ihres Schreibens vermutlich nicht. Im Übrigen würden diese Informationen ihren Darlegungen nichts hinzufügen.
Lukas, der seine Informationen von Maria selbst erhalten hatte, offenbart in seinem Buch die Einzelheiten der Empfängnis Jesu. Er legt die ungeahnte Wirklichkeit dar, dass die Entstehung Jesu unmittelbar mit einem Wunder Gottes zusammenhängt.
Die Aussagen des Lukas werden, obwohl sie später sind, leichter verständlich und annehmbar. Die Offenbarung dieser Tatsachen erfolgt schrittweise je nach den geschichtlichen Ereignissen.
Johannes seinerseits greift in seiner Schrift aus dem 1. Jahrhundert die Schilderungen seiner Vorgänger nicht wieder auf. Er konzentriert sich auf Angaben, die seiner Meinung nach von seinen Freunden vernachlässigt wurden. Die Geburt Jesu erwähnt er nicht.
Lukas berichtet jedoch von einer Offenbarung des Engels Gabriel, die sich im Haus von Marias Eltern ereignete, als sie allein war. Lukas nennt sogar das Datum, den 6. Monat der Schwangerschaft Elisabets, nach unseren Berechnungen also den Monat Januar.
IV. Der Aufbruch von Maria und Josef
Der gesellschaftliche Druck, zu stark, erdrückt Maria. Das ganze Dorf, einschließlich ihrer Eltern und ihrer Geschwister, glaubt nun, sie habe sich vergangen. Zum Glück willigt Josef, von Gott im Traum gewarnt, ein, Maria, seine Verlobte, zu sich zu nehmen. So erklärt er öffentlich, dass er der Vater des Kindes ist.
Obwohl dies die Lage verbessert, haben sie in den Augen ihrer Familie und der Dorfbewohner dennoch alle sittlichen Regeln verletzt, und das große Hochzeitsfest wird nicht stattfinden. Ein Ereignis führt das Paar aus dieser Sackgasse.
Die von Quirinius angeordnete Volkszählung bietet ihnen die Gelegenheit, aus diesem anklagenden Dorf zu fliehen. Zwar war Maria rechtlich nicht verpflichtet, Josef zu folgen, doch wie könnte sie unter solchen Umständen und ohne Josef in Nazareth gebären?
Nachdem die Entscheidung getroffen ist, brechen sie gemeinsam nach Betlehem auf. Sie wissen, dass die Geburt erst in mehreren Wochen stattfinden wird und sie daher nur ein geringes Risiko eingehen. Die Reise, die etwa 5 Tage dauert, verspricht dennoch beschwerlich zu werden, denn das Paar muss wegen der Schwangerschaft Vorsichtsmaßnahmen treffen, um eine Frühgeburt zu vermeiden.
Wir wissen nun, dass sie einen Sohn an einem Ort zur Welt bringen wird, der normalerweise den Tieren vorbehalten ist, im Dorf Betlehem. Die Anwesenheit der vielen Pilger, die zu den Festen des Monats Tischri gekommen waren, hatte alle Unterkünfte ausgebucht.
Gleichgültig, wo; das Wesentliche war, dem Einfluss der Gerüchte und des Klatsches der Einwohner von Nazareth zu entgehen. Maria hat einen sehr starken psychischen Druck ertragen und überwunden.
Wir können uns vorstellen, dass dies mit dem Druck vergleichbar war, dem Menschen ausgesetzt sind, die in den sozialen Netzwerken des Internets belästigt werden, wie es die Medien heutzutage regelmäßig beschreiben. Gott wachte offensichtlich über Maria und dieses Kind sowie über Josef.
Als sie aus Ägypten zurückkehrten, beschlossen Josef und Maria, nicht mehr nach Nazareth zurückzukehren und sich endgültig in Betlehem niederzulassen.
Wieder einmal veranlasste sie eine Offenbarung Gottes, dennoch in ihr Heimatdorf zurückzukehren.
Wir haben keinerlei Informationen über ihr Leben dort, doch wir können uns leicht einen friedlichen Alltag mit zahlreichen Nachkommen vorstellen.
V. Maria und ihre anderen Kinder
Nach der Geburt Jesu führte das Paar ein normales Leben. Während ihres Aufenthalts in Ägypten hat Maria vielleicht ein zweites Kind zur Welt gebracht. Matthäus, Markus und Johannes erwähnen nämlich an verschiedenen Stellen die Anwesenheit von Brüdern und Schwestern.
Johannes 7.2-5 ( 1912)
Es war aber nahe der Juden Fest, die Laubhütten.
Da sprachen seine Brüder zu ihm: Mache dich auf von dannen und gehe nach Judäa, auf daß auch deine Jünger sehen, die Werke die du tust.
Niemand tut etwas im Verborgenen und will doch frei offenbar sein. Tust du solches, so offenbare dich vor der Welt.
Denn auch seine Brüder glaubten nicht an ihn.
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Matthäus 13.54-57 ( 1912)
und kam in seine Vaterstadt und lehrte sie in ihrer Schule, also auch, daß sie sich entsetzten und sprachen: Woher kommt diesem solche Weisheit und Taten?
Ist er nicht eines Zimmermann's Sohn? Heißt nicht seine Mutter Maria? und seine Brüder Jakob und Joses und Simon und Judas?
Und seine Schwestern, sind sie nicht alle bei uns? Woher kommt ihm denn das alles?
Und sie ärgerten sich an ihm. Jesus aber sprach zu ihnen: Ein Prophet gilt nirgend weniger denn in seinem Vaterland und in seinem Hause.
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Markus 6.1-6 ( 1912)
Und er ging aus von da und kam in seine Vaterstadt; und seine Jünger folgten ihm nach.
Und da der kam, hob er an zu lehren in ihrer Schule. Und viele, die es hörten, verwunderten sich seiner Lehre und sprachen: Woher kommt dem solches? Und was für Weisheit ist's, die ihm gegeben ist, und solche Taten, die durch seine Hände geschehen?
Ist er nicht der Zimmermann, Marias Sohn, und der Bruder des Jakobus und Joses und Judas und Simon? Sind nicht auch seine Schwestern allhier bei uns? Und sie ärgerten sich an ihm.
Jesus aber sprach zu ihnen: Ein Prophet gilt nirgend weniger denn im Vaterland und daheim bei den Seinen.
Und er konnte allda nicht eine einzige Tat tun; außer wenig Siechen legte er die Hände auf und heilte sie.
Und er verwunderte sich ihres Unglaubens. Und er ging umher in die Flecken im Kreis und lehrte sie.
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Johannes vermerkt die Existenz von Geschwistern, Matthäus und Markus nennen genauer vier Brüder: Jakobus, Josef, Simon und Judas. Sie erwähnen auch Schwestern, jedoch ohne jede Einzelheit.
Diese drei Texte lassen unserer Ansicht nach keinen Raum für Zweifel an den Brüdern und Schwestern Jesu.
Und sie kamen nach Hause, und da kam abermals das Volk zusammen, also daß sie nicht Raum hatten, zu essen.
Und da es die Seinen hörten, gingen sie aus und wollten ihn halten; denn sie sprachen: Er ist von Sinnen.
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Wir stellen fest, dass das Familienleben Jesu schwierig war. Johannes macht uns darauf aufmerksam, dass seine Brüder und Schwestern zeitweise nicht an ihn glaubten, und Markus fügt sogar hinzu, dass sie ihn für verrückt hielten. Maria musste zwangsläufig unter dieser Situation leiden.
Wenn wir von den Brüdern und Schwestern Jesu sprechen, wäre es angemessener, die Begriffe „Halbbrüder und Halbschwestern“ zu verwenden, da Josef nicht sein leiblicher Vater war. Es erscheint unwahrscheinlich, dass Maria und Josef ihre anderen Kinder über die außergewöhnliche Geburt Jesu unterrichtet haben.
Das hätte eine Spaltung hervorgerufen, wie wir es im Leben Josefs, des Sohnes Jakobs, sehen, der in Israel umbenannt wurde. Die Schamhaftigkeit erlaubte es nicht, solche Einzelheiten preiszugeben, die erst nach dem Tod Jesu offenbart werden sollten.
Damals galt er also als Sohn Josefs, wie alle glaubten. Wir beobachten auch, dass der Name Josefs rasch aus den Berichten der Evangelien verschwindet, was uns einen frühen Tod vermuten lässt.
VI. Die verschiedenen Anspielungen auf Maria in den Evangelien
In den Evangelien finden wir keine Biografie Marias, sondern nur einige kurze Berichte, in denen ihr Name erscheint.
Lukas 2.34-35 (Lutherbibel 1912)
Und Simeon segnete sie und sprach zu Maria, seiner Mutter: Siehe, dieser wird gesetzt zu einem Fall und Auferstehen vieler in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird
(und es wird ein Schwert durch deine Seele dringen), auf daß vieler Herzen Gedanken offenbar werden.
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Diese Worte Simeons sind für Maria in jenem Augenblick unbegreiflich. Erst bei der Kreuzigung werden sie sich erhellen.
Johannes 19.25-27 (Lutherbibel 1912)
Es stand aber bei dem Kreuze Jesu seine Mutter und seiner Mutter Schwester, Maria, des Kleophas Weib, und Maria Magdalena.
Da nun Jesus seine Mutter sah und den Jünger dabeistehen, den er liebhatte, spricht er zu seiner Mutter: Weib, siehe, das ist dein Sohn!
Darnach spricht er zu dem Jünger: Siehe, das ist deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.
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Maria erscheint hier gebrochen vom Leiden und von ihrer Ohnmacht, ihrem Sohn zu helfen. Das Wort Simeons erfüllt sich hier buchstäblich.
Zum Glück wird sie ein unglaubliches Ereignis erleben, die Auferstehung des Messias Jesus, ihres Jesus. Wir begegnen ihr zum letzten Mal im Obergemach, an Pfingsten, nach der Auferstehung und der Himmelfahrt des Messias Jesus.
Apostelgeschichte 1.14 (Lutherbibel 1912)
Diese alle waren stets beieinander einmütig mit Beten und Flehen samt den Weibern und Maria, der Mutter Jesus, und seinen Brüdern.
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Hier wird Maria zum letzten Mal in der Bibel erwähnt.
Maria war eine außergewöhnliche Person, aber eine demütige Magd des Herrn, wie wir bei der feststellen können.
Johannes 2.1-5 (Lutherbibel 1912)
Und am dritten Tag ward eine Hochzeit zu Kana in Galiläa; und die Mutter Jesu war da.
Jesus aber und seine Jünger wurden auch auf die Hochzeit geladen.
Und da es an Wein gebrach, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben nicht Wein.
Jesus spricht zu ihr: Weib, was habe ich mit dir zu schaffen? Meine Stunde ist noch nicht gekommen.
Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut.
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Diese Bitte an die und ihr Lobgesang mit Elisabet sind die einzigen Worte von ihr, die in unseren Evangelien zitiert werden. Auch nach der Auferstehung des Messias Jesus wird sie nicht eingreifen.
Angesichts ihrer Stellung als Mutter hätten wir uns vorstellen können, dass sie in der entstehenden Kirche einen wesentlicheren Platz einnehmen würde. Diese außergewöhnliche Frau hatte begriffen, dass allein ihr Sohn Jesus für die Welt eine außerordentliche Bedeutung hatte.
Lukas 1.46-55 (Lutherbibel 1912)
Und Maria sprach: Meine Seele erhebt den HERRN,
und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilands;
denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen. Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder;
denn er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist und des Name heilig ist.
Und seine Barmherzigkeit währet immer für und für bei denen, die ihn fürchten.
Er übet Gewalt mit seinem Arm und zerstreut, die hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn.
Er stößt die Gewaltigen vom Stuhl und erhebt die Niedrigen.
Die Hungrigen füllt er mit Gütern und läßt die Reichen leer.
Er denkt der Barmherzigkeit und hilft seinem Diener Israel wieder auf,
wie er geredet hat unsern Vätern, Abraham und seinem Samen ewiglich.
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Dieser Lobgesang heißt Magnificat, weil er mit den Worten beginnt: „Meine Seele erhebt den Herrn.“ Maria bezeichnet sich als einfache Magd, und so hat sie bis zum Ende ihres Lebens gelebt.
Maria ist hauptsächlich als Mutter Jesu bekannt. Nach den Angaben der Bibel war sie eine gewöhnliche Frau, wie viele andere in jener Zeit.
Sie wurde von Gott auserwählt, den zur Welt zu bringen, der der Messias werden sollte, Jesus, für alle. Sie bringt dies in ihrem Lobpreis zum Ausdruck, dem Magnificat.
Marias Glaube ist bewundernswert!
VII. Die großen geschichtlichen Fehlentwicklungen
Im Lauf der Jahre wollten Christen, sicherlich in guter Absicht, Maria, der Mutter des Messias Jesus, Ehre erweisen. Was Gott nicht gewollt hat, haben Menschen verwirklicht.
Maria wird vom Status einer einfachen und demütigen Magd des Herrn zu dem einer Mittlerin, die viele anrufen, zu der sie beten und die sie preisen. Wir müssen festhalten, dass manche sagen, sie beteten nicht zu Maria, sondern baten sie, ihren Sohn Jesus zu bitten, zu ihren Gunsten einzugreifen.
Ein Sohn würde seiner Mutter nichts abschlagen!
Wir möchten auch festhalten, was der italienische Theologe Alfons von Liguori in seinem Buch „Die Herrlichkeiten Marias“ sagt, das 1750 erschien und 1987 neu aufgelegt wurde.
In diesem Werk lesen wir: „Ach! Nun seid Ihr unsere Königin, denn Ihr seid die Mutter Gottes, und wir grüßen Euch, wir beten Euch als solche an.“ (Die Herrlichkeiten Marias, S. 319) „Eilen wir also zu den Füßen unserer süßesten Königin und seien wir stets treu im Gebet zu ihr, wenn wir unser Heil sichern wollen. Wenn der Anblick unserer Sünden uns erschreckt und entmutigt, so geschieht es, damit sie durch ihren Schutz die schuldigsten und verzweifeltsten Sünder rette, sobald sie sich ihr empfehlen.“
Wir stellen die Klarheit der Worte dieses Mannes fest! Er legt uns den Status Marias dar, den heute eine große Mehrheit der katholischen Christen anerkennt.
Was sollen wir davon halten?
Wir werden all diese neuen Eigenschaften Marias untersuchen.
Wie wir dargelegt haben, hatte Maria in der Urkirche keinen bevorzugten Platz. Erst die apokryphen Schriften haben es ermöglicht, ein anderes Leben Marias zu entwerfen.
In einer Sammlung der , der Himmelfahrt des Jesaja, wird berichtet, ihre Schwangerschaft habe zwei Monate gedauert. In verschiedenen Dokumenten derselben Art legt sie Gelübde immerwährender Jungfräulichkeit ab. Wir können auch folgende Angabe lesen: Nach ihrer Mutterschaft sei ihr Körper wieder wie zuvor gewesen, als hätte sie nie geboren. Die Geburt Jesu soll ihre Jungfräulichkeit nicht beeinträchtigt haben!
Diese Schriften beginnen im Lauf des 2. Jahrhunderts zu kursieren. Um sie zusammenzufassen, können wir einfach sagen, dass das, was sie vorbringen, jeder Logik entbehrt.
Wir können die Tatsachen, die sie berichten, daher nicht als geschichtlich betrachten.
Andererseits widersprechen diese Schriften eindeutig denen der Evangelien, die von den Christen als von Gott inspiriert angesehen werden. Wir stellen in der Tat einen wichtigen Unterschied fest zwischen dem Gleichgewicht, der Nüchternheit und der Weisheit der biblischen Berichte und diesen Legenden.
Wir erinnern daran, dass die ersten Christen diese Texte abgelehnt haben. Sie gaben ihnen den Namen: . Dennoch haben sie sehr viele Menschen beeinflusst.
Mit den Jahren haben Menschen das Leben Marias dem ihres Sohnes Jesus nachgebildet und ihr dieselben Eigenschaften zugeschrieben. Diese Grundsätze sind mit der Zeit zu Dogmen geworden, die in der katholischen Religion verankert sind.
VIII. Die unbefleckte Empfängnis
Dieses Dogma besagt, dass Maria, die Mutter Jesu, von der Erbsünde befreit war; es taucht im 10. und 11. Jahrhundert auf, und Papst Pius IX. legte es am 8. Dezember 1854 in seiner Bulle Ineffabilis Deus fest.
Die Orthodoxen lehnen diese den Katholiken eigene Ideologie ab. Wir dürfen sie nicht mit der jungfräulichen Empfängnis des Kindes Jesus, der Menschwerdung, verwechseln. Außerdem soll Maria während ihres ganzen Lebens nicht gesündigt haben.
Wenn diese Eigenschaften für den Messias Jesus wahr bleiben, können wir sie für seine Mutter nicht annehmen. Man wendet also auf Maria dieselben Grundsätze an wie auf das Leben des Messias Jesus. Nichts in den biblischen Texten kann eine solche Lehre stützen; im Gegenteil, sie stellen klar, dass ausnahmslos alle Menschen Sünder sind.
Römer 3.22-24 (Lutherbibel 1912)
Ich sage aber von solcher Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch den Glauben an Jesum Christum zu allen und auf alle, die da glauben.
Denn es ist hier kein Unterschied: sie sind allzumal Sünder und mangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten,
und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, so durch Jesum Christum geschehen ist,
Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org
Der Einzige, der dieser Regel entgeht, bleibt der Sohn Gottes, der Messias Jesus, denn er ist Gott. Dieses katholische Dogma steht in formalem Widerspruch zu den Aussagen der Bibel.
IX. Die immerwährende Jungfräulichkeit Marias
Die Evangelien zeigen uns den außergewöhnlichen Charakter der Geburt Jesu. Die Jungfräulichkeit Marias im Zusammenhang mit der Empfängnis dieses Sohnes bleibt daher eine geschichtliche Tatsache, die von allen Christen anerkannt wird, aber Maria hat danach weitere Kinder von ihrem Mann Josef geboren.
Matthäus 1.24-25 (Lutherbibel 1912)
Da nun Joseph vom Schlaf erwachte, tat er, wie ihm des HERRN Engel befohlen hatte, und nahm sein Gemahl zu sich.
Und er erkannte sie nicht, bis sie ihren ersten Sohn gebar; und hieß seinen Namen Jesus.
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Matthäus achtet darauf klarzustellen, dass Josef, obwohl er Marias Ehemann ist, nicht der leibliche Vater dieses ersten Kindes ist. Wir dürfen dieses Dogma, die , nicht mit der wundersamen Geburt Jesu verwechseln.
Wir haben bereits festgehalten, dass eine Schrift der , die Himmelfahrt des Jesaja, uns ein Wunder über die Wiederherstellung der Jungfräulichkeit Marias nach der Geburt Jesu berichtet. Mit diesem Bericht verlassen wir die konkrete Wirklichkeit des Lebens und betreten die Legende.
Lukas 1.34-35 (Lutherbibel 1912)
Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, da ich von keinem Manne weiß?
Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das von dir geboren wird, Gottes Sohn genannt werden.
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Die Geburt des Kindes Jesus bleibt übernatürlich und einzigartig, doch danach führten Maria und Josef ein ganz normales Leben, wie uns die Evangelien berichten, was bedeutet, dass „die “ schlicht unmöglich bleibt.
Dieses Dogma, das auf dem ökumenischen Konzil von Ephesus im Jahr 431 verkündet und auf dem Konzil von Chalkedon präzisiert wurde, besagt, dass Maria die Theotokos oder Gottesmutter ist. Es behauptet weder, dass Maria göttlich ist, noch dass sie Gott gleich ist, sondern stellt einfach klar, dass Maria den Gott Jesus geboren hat.
Lukas zeigt uns deutlich, dass Maria nicht die Mutter Gottes ist, sondern einfach die Mutter Jesu als Mensch. Lukas 1.30-31 Nach den Evangelien stammt die Menschheit Jesu von Maria, seine Göttlichkeit dagegen vom Heiligen Geist, von Gott. Lukas 1.35 Folglich ist Maria keinesfalls die Mutter Gottes! Lukas 2.7!
Auch wenn dieses katholische Dogma auf guten Gefühlen beruht, ist es keineswegs schriftgemäß, ganz im Gegenteil.
XI. Die Entschlafung und die Aufnahme in den Himmel
Die Katholiken verwenden den Begriff „Aufnahme in den Himmel“, die Orthodoxen dagegen „Entschlafung“. Der Unterschied zwischen diesen beiden Begriffen besteht darin, dass der erste behauptet, Maria sei in den Himmel entrückt worden, ohne den Tod zu erleiden, während der zweite besagt, Maria sei sanft gestorben.
Das Wort „Tod“ wird ersetzt, weil manche Christen glauben, Maria habe nicht auf dieselbe Weise sterben können wie die übrigen Menschen. Nach dem katholischen Dogma wurde Maria am Ende ihres Lebens „mit Leib und Seele“ in den Himmel aufgenommen. Das darf man nicht mit der Himmelfahrt Jesu Christi verwechseln, der zu Lebzeiten in den Himmel aufgenommen wurde.
Die Aufnahme Marias in den Himmel gilt daher als Nachbildung der Himmelfahrt Jesu. Dieses katholische Dogma, das auf das 5. Jahrhundert zurückgeht, wurde am 1. November 1950 von Papst Pius XII. offiziell verkündet und wird am 15. August gefeiert.
Für die Orthodoxen ist das Prinzip ähnlich, doch um jede Verwechslung mit der Himmelfahrt Jesu zu vermeiden, verwenden sie den Begriff „Entschlafung“. Ihnen zufolge darf man nicht unterstellen, Maria sei zu Lebzeiten entrückt worden. Es ist wichtig festzuhalten, dass all dies nicht aus unseren biblischen Texten stammt, sondern vielmehr aus dem Willen mancher, Maria eine Vorzugsstellung zuzuerkennen.
In den Evangelien und in der Apostelgeschichte wird Maria als einfache Magd des Herrn beschrieben Lukas 1.38 und hat nie eine besondere Stellung als Mutter Gottes eingenommen. Nichts im Neuen Testament deutet auf eine solche Stellung hin. Wäre Maria in den Himmel aufgenommen worden, wäre dies in unseren biblischen Texten erwähnt worden, was nicht der Fall ist Apostelgeschichte 1.14.
XII. Maria, die Mittlerin zwischen Gott und den Menschen
Die Katholiken verwenden den Begriff „Aufnahme in den Himmel“, die Orthodoxen dagegen „Entschlafung“. Der Unterschied zwischen diesen beiden Begriffen besteht darin, dass der erste behauptet, Maria sei in den Himmel entrückt worden, ohne den Tod zu erleiden, während der zweite besagt, Maria sei sanft gestorben.
Das Wort „Tod“ wird ersetzt, weil manche Christen glauben, Maria habe nicht auf dieselbe Weise sterben können wie die übrigen Menschen. Nach dem katholischen Dogma wurde Maria am Ende ihres Lebens „mit Leib und Seele“ in den Himmel aufgenommen. Das darf man nicht mit der Himmelfahrt Jesu Christi verwechseln, der zu Lebzeiten in den Himmel aufgenommen wurde.
Die Aufnahme Marias in den Himmel gilt daher als Nachbildung der Himmelfahrt Jesu. Dieses katholische Dogma, das auf das 5. Jahrhundert zurückgeht, wurde am 1. November 1950 von Papst Pius XII. offiziell verkündet und wird am 15. August gefeiert.
Für die Orthodoxen ist das Prinzip ähnlich, doch um jede Verwechslung mit der Himmelfahrt Jesu zu vermeiden, verwenden sie den Begriff „Entschlafung“. Ihnen zufolge darf man nicht unterstellen, Maria sei zu Lebzeiten entrückt worden. Es ist wichtig festzuhalten, dass all dies nicht aus unseren biblischen Texten stammt, sondern vielmehr aus dem Willen mancher, Maria eine Vorzugsstellung zuzuerkennen.
In den Evangelien und in der Apostelgeschichte wird Maria als einfache Magd des Herrn beschrieben und hat nie eine besondere Stellung als Mutter Gottes eingenommen. Nichts im Neuen Testament deutet auf eine solche Stellung hin. Wäre Maria in den Himmel aufgenommen worden, wäre dies in unseren biblischen Texten erwähnt worden, was nicht der Fall ist.
1) Maria ist nicht wie der Messias Jesus im Himmel.
Wir haben soeben von der Aufnahme in den Himmel oder der Entschlafung gesprochen, die uns vermuten ließen, Maria sei in den Himmel hinaufgestiegen und habe so die Himmelfahrt des Messias Jesus nachgeahmt.
Johannes 3.13 (Lutherbibel 1912)
Und niemand fährt gen Himmel, denn der vom Himmel herniedergekommen ist, nämlich des Menschen Sohn, der im Himmel ist.
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Dieser sehr klare Vers des Johannes bekräftigt, dass allein der Messias Jesus zu Lebzeiten in den Himmel aufgenommen wurde.
Hebräer 9.27 (Lutherbibel 1912)
Und wie den Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben, darnach aber das Gericht:
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Jean 5.28–29 (S21)
Johannes 5.28-29 (Lutherbibel 1912)
Verwundert euch des nicht, denn es kommt die Stunde, in welcher alle, die in den Gräbern sind, werden seine Stimme hören,
und werden hervorgehen, die da Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Übles getan haben, zur Auferstehung des Gerichts.
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Nach diesen Schriften ist Maria demnach gestorben und erwartet wie alle verstorbenen Menschen die Auferstehung. Sie nimmt im Himmel keinen Platz ein wie ihr Sohn, der Messias Jesus. Wer sich im Gebet an sie wendet, richtet sich an eine tote Person.
Prediger 9.5-6 (Lutherbibel 1912)
Denn die Lebendigen wissen, daß sie sterben werden; die Toten aber wissen nichts, sie haben auch keinen Lohn mehr, denn ihr Gedächtnis ist vergessen,
daß man sie nicht mehr liebt noch haßt noch neidet, und haben kein Teil mehr auf dieser Welt an allem, was unter der Sonne geschieht.
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Maria hört also die Tausende von Gebeten nicht, die täglich an sie gerichtet werden.
2) Die Bibel lehrt uns, nur zu Gott zu beten
Der zweite Punkt, den wir untersuchen möchten, lautet: Zu wem sollen wir beten? Wenn wir in der Bibel die verschiedenen Beispiele von Abraham bis Paulus betrachten, stellen wir fest, dass ihre Gebete ausschließlich an Gott gerichtet sind.
1. Mose 20.17-18 (Lutherbibel 1912)
Abraham aber betete zu Gott; da heilte Gott Abimelech und sein Weib und seine Mägde, daß sie Kinder gebaren.
Denn der HERR hatte zuvor hart verschlossen alle Mütter des Hauses Abimelechs um Saras, Abrahams Weibes, willen.
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Philemon 1.4-6 (Lutherbibel 1912)
Ich danke meinem Gott und gedenke dein allezeit in meinem Gebet,
nachdem ich höre von der Liebe und dem Glauben, welche du hast an den HERRN Jesus und gegen alle Heiligen,
daß der Glaube, den wir miteinander haben, in dir kräftig werde durch Erkenntnis alles des Guten, das ihr habt in Christo Jesu.
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Es gibt in der Bibel kein einziges Beispiel für ein Gebet an jemand anderen als Gott.
Als die Jünger des Messias Jesus ihn fragten, wie sie beten sollten, ist die Antwort eindeutig:
Matthäus 6.5-13 (Lutherbibel 1912)
Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler, die da gerne stehen und beten in den Schulen und an den Ecken auf den Gassen, auf daß sie von den Leuten gesehen werden. Wahrlich ich sage euch: Sie haben ihren Lohn dahin.
Wenn aber du betest, so gehe in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater im Verborgenen; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten öffentlich.
Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viel Worte machen.
Darum sollt ihr euch ihnen nicht gleichstellen. Euer Vater weiß, was ihr bedürfet, ehe ihr ihn bittet.
Darum sollt ihr also beten: Unser Vater in dem Himmel! Dein Name werde geheiligt.
Dein Reich komme. Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel.
Unser täglich Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie wir unseren Schuldigern vergeben.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Übel. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org
Der Messias Jesus gibt uns hier ein Beispiel für ein Gebet, nicht um es aufzusagen, sondern vielmehr als Vorbild, als Grundsatz. Ohne auf Einzelheiten einzugehen, stellen wir fest, dass das Gebet an Gott, unseren Vater, gerichtet ist.
Es ist das einzige Gebet, das zitiert wird und das im Übrigen auch von Lukas festgehalten ist.
Lukas 11.1-4 (Lutherbibel 1912)
Und es begab sich, daß er war an einem Ort und betete. Und da er aufgehört hatte, sprach seiner Jünger einer zu ihm: HERR, lehre uns beten, wie auch Johannes seine Jünger lehrte.
Und er sprach zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: Unser Vater im Himmel, dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel.
Gib uns unser täglich Brot immerdar.
Und vergib uns unsre Sünden, denn auch wir vergeben allen, die uns schuldig sind. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Übel.
Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org
Zusammengefasst lehrt uns die Bibel, dass Gebete ausschließlich an Gott zu richten sind, und es gibt in der Schrift kein Beispiel für ein Gebet an jemand anderen.
4) Es gibt nur einen Mittler zwischen Gott und den Menschen
Manche Christen, die sich an Maria wenden, weil sie meinen, ein Sohn schlage seiner Mutter nichts ab, übersehen, vielleicht aus Unwissenheit, verschiedene Ereignisse der Evangelien wie „die “ oder auch diese Stelle in Lukas 11.27, wo eine Frau Jesus unterbrach und bemerkte, wie gesegnet seine Mutter sei, ihn getragen zu haben. Jesus antwortete ihr: „Selig vielmehr, die das Wort Gottes hören und bewahren Lukas 11.28.“
Die Bibel betont, dass es nur einen einzigen Mittler zwischen Gott und den Menschen gibt.
1. Timotheus 2.5-7 (Lutherbibel 1912)
Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus,
der sich selbst gegeben hat für alle zur Erlösung, daß solches zu seiner Zeit gepredigt würde;
dazu ich gesetzt bin als Prediger und Apostel (ich sage die Wahrheit in Christo und lüge nicht), als Lehrer der Heiden im Glauben und in der Wahrheit.
Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org
Die Aussage des Apostels Paulus lässt keine Ausnahme zu. Wir stellen eine Ausschließlichkeit fest: Es gibt nur einen Mittler, den Messias Jesus. Wir können füreinander beten, doch all diese Bitten sind an Gott gerichtet. Das ist also keine Vermittlung, und überdies sind es die Lebenden, die beten können! Der Brief an die Hebräer zeigt uns ebenso deutlich, dass Christus nach seiner Himmelfahrt unser „großer Hoherpriester, der die Himmel durchschritten hat“ Hebräer 4.14-15, geworden ist, und es wird hinzugefügt, dass die Christen den Vater „durch ihn“ (Jesus) anrufen sollen, denn er „lebt allezeit, um für sie einzutreten“ Hebräer 7.25. Wir können im Rahmen unserer Studie die verschiedenen Texte des Hebräerbriefs nicht weiter ausführen, doch es geht klar daraus hervor, dass allein Jesus, der Auferstandene, die Aufgabe des Mittlers erfüllt. Es ist daher unmöglich, einen anderen Mittler in Betracht zu ziehen, ohne in offenen Widerspruch zu den Berichten der (Heiligen) Schriften zu geraten.
Fazit
Wir haben Punkte herausgestellt, die uns wesentlich erscheinen, um den heute bestehenden Unterschied zwischen der Stellung Marias, wie sie in der Bibel berichtet wird, und derjenigen, die manche ihr heute zuschreiben, richtig zu verstehen. Die Ergebnisse unserer Nachforschungen führen uns dazu, Maria, die Mutter Jesu, als eine Frau zu betrachten, die vielen anderen ihrer Zeit glich, mit einer Ausnahme: Sie besaß einen bemerkenswerten Glauben. Ihr persönliches Zeugnis, das hier folgt, fasst ihre Lage sehr gut zusammen:
Lukas 1.46-49 (Lutherbibel 1912)
Und Maria sprach: Meine Seele erhebt den HERRN,
und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilands;
denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen. Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder;
denn er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist und des Name heilig ist.
Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org
Die Gefühlsseligkeit mancher Christen der ersten Jahrhunderte hat die katholische Kirche dazu geführt, die göttliche Mutterschaft im Jahr 431, die immerwährende Jungfräulichkeit 649, die unbefleckte Empfängnis 1854 und die leibliche Aufnahme in den Himmel 1950 zu verkünden. Alle diese Dogmen widersprechen formell den Texten unserer Bibeln.
Sie bestimmen nun eine andere Religion als das Christentum, das in unserem Neuen Testament beschrieben wird. Was im Leben Marias groß bleibt, ist nicht sie selbst, sondern allein der Sohn, den sie geboren hat, Jesus!
Ein Titel, eine Person, ein Ort, eine Bibelstelle („Lukas 15“)…
Bibelstelle
INF124
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INF124 - Dogme de la virginité perpétuelle de Marie
Dogma der immerwährenden Jungfräulichkeit Marias
Die Evangelien zeigen uns den außergewöhnlichen Charakter der Geburt Jesu. Die Jungfräulichkeit Marias im Zusammenhang mit der Empfängnis dieses Sohnes bleibt daher eine geschichtliche Tatsache, die von allen Christen anerkannt wird, aber Maria hat danach weitere Kinder von ihrem Mann Josef geboren.
Matthieu 1.24–25 (S21)
À son réveil, Joseph fit ce que l’ange du Seigneur lui avait ordonné et il prit sa femme chez lui,
25 mais il n’eut pas de relations conjugales avec elle jusqu’à ce qu’elle ait mis au monde un fils auquel il donna le nom de Jésus.
(Traduction Louis Segond S21)
Matthieu prend soin de préciser que Joseph, même s’il est le mari de Marie, n’est pas le père biologique de ce premier enfant. Nous ne devons pas confondre ce dogme, de la virginité perpétuelle de Marie, avec la naissance miraculeuse de Jésus.
Nous avons déjà noté que l’écrit apocryphe, l’Ascension d’Isaïe, nous rapporte un prodige au sujet de la reconstitution de la virginité de Marie après la naissance de Jésus. Avec ce récit, nous sortons de la réalité concrète de la vie, pour entrer dans la légende.
Luc 1.34–35 (S21)
34 Marie dit à l’ange : « Comment cela se fera-t-il, puisque je n’ai pas de relations avec un homme ? »
35 L’ange lui répondit : « Le Saint-Esprit viendra sur toi et la puissance du Très-Haut te couvrira de son ombre. C’est pourquoi le saint enfant qui naîtra sera appelé Fils de Dieu.
(Traduction Louis Segond S21)
La naissance de l’Enfant Jésus demeure surnaturelle et exclusive, mais après Marie et Joseph ont observé une vie tout à fait normale, ce sont les Évangiles qui nous le rapportent, cela implique que « la virginité perpétuelle de Marie » reste tout simplement impossible.
Martin Luther a traduit la Bible en allemand pour plusieurs raisons importantes :
Accessibilité : Luther voulait que la Bible soit accessible à tous les gens, pas seulement aux clercs et aux érudits. À l'époque, la Bible était principalement disponible en latin, une langue que la plupart des gens ne comprenaient pas. En traduisant la Bible en allemand, il a permis aux laïcs de lire et de comprendre les Écritures par eux-mêmes.
Réforme de la foi : Luther croyait que la compréhension personnelle des Écritures était essentielle pour la foi chrétienne. Il pensait que chaque individu devait pouvoir lire et interpréter la Bible sans l'intermédiaire de l'Église.
Critique des indulgences : En traduisant la Bible, Luther a pu montrer que les indulgences et d'autres pratiques de l'Église catholique n'étaient pas fondées sur les Écritures. Cela a renforcé son argumentation contre ces pratiques et a aidé à propager ses idées de réforme.
Standardisation de la langue : La traduction de Luther a joué un rôle crucial dans la standardisation de la langue allemande. Son travail a contribué à unifier les différentes variantes régionales de l'allemand et à créer une langue plus cohérente et compréhensible pour les lecteurs.
En résumé, la traduction de la Bible par Luther a été une étape majeure vers la Réforme protestante et a eu un impact durable sur la langue, la culture et la religion en Allemagne et au-delà.
INF063
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INF063 - La tradition prophétique juive
La tradition prophétique juive
La tradition prophétique juive est une part essentielle de la religion et de l'histoire juive, marquée par les écrits et les enseignements des prophètes. Voici quelques éléments clés :
Caractéristiques de la Tradition Prophétique
Prophètes : Les prophètes sont des individus choisis par Dieu pour transmettre ses messages au peuple d'Israël. Ils ont souvent un rôle de critique social, de guide spirituel et de visionnaire. Messages : Leurs messages se concentrent sur l'appel à la justice, la repentance, et la fidélité à l'alliance avec Dieu. Ils dénoncent les injustices sociales, les idolâtries et les péchés du peuple. Écrits Prophétiques : Les livres prophétiques de la Bible hébraïque incluent Isaïe, Jérémie, Ézéchiel, et les Douze Prophètes Mineurs (comme Osée, Joël, Amos).
Rôle et Impact
Critique Sociale : Les prophètes jouent souvent le rôle de critiques sociaux, dénonçant les injustices et appelant les dirigeants et le peuple à respecter les lois divines. Espoir et Consolation : En plus de leurs critiques, les prophètes offrent aussi des messages d'espoir et de consolation, promettant le rétablissement et la rédemption du peuple d'Israël. Vision Eschatologique : Ils ont souvent des visions eschatologiques (de la fin des temps), décrivant un futur idéal où la justice et la paix régneront.
Influence Influence Théologique : La tradition prophétique a profondément influencé la théologie juive, en mettant l'accent sur la moralité, la justice sociale, et l'alliance avec Dieu. Héritage Littéraire : Les écrits prophétiques sont parmi les textes les plus puissants et poétiques de la Bible hébraïque, offrant une richesse littéraire et spirituelle.
Les prophètes juifs ont donc joué un rôle crucial non seulement dans la religion et la spiritualité du judaïsme, mais aussi dans la formation des valeurs éthiques et morales de la société.
INF318
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INF318 - La fête de la Pentecôte
La fête de la Pentecôte
La Pentecôte, appelée en hébreu Chavouot (שבועות), c'est-à-dire la « fête des Semaines », est l'une des trois grandes fêtes de pèlerinage instituées par la Loi de Moïse (2. Mose 23.14-17 ; 5. Mose 16.16). Tous les hommes d'Israël étaient invités à se rendre à Jérusalem pour célébrer cette fête.
Le nom hébreu Chavouot provient du fait qu'il fallait compter sept semaines complètes à partir de la fête des prémices :
« Vous compterez cinquante jours jusqu'au lendemain du septième sabbat » (3. Mose 23.15-16).
Dans l'Ancien Testament, cette célébration porte plusieurs appellations. Elle est appelée « fête des Semaines » (2. Mose 34.22 ; 5. Mose 16.10), « fête de la Moisson » (2. Mose 23.16) et encore « jour des Prémices » (4. Mose 28.26). Elle marquait la fin de la récolte de l'orge et le commencement de celle du blé. Les Israélites apportaient alors à Dieu les premiers produits de la moisson en signe de reconnaissance et de dépendance envers lui (2. Mose 23.16).
Le terme « Pentecôte » provient du grec Pentêkostê, qui signifie « cinquantième ». Ce nom, employé dans la traduction grecque de l'Ancien Testament et dans le Nouveau Testament (Apostelgeschichte 2.1), rappelle que cette fête est célébrée cinquante jours après la fête des prémices.
La fête de Chavouot était avant tout une célébration joyeuse. Le peuple remerciait Dieu pour ses bénédictions matérielles et partageait cette joie avec les lévites, les étrangers, les veuves et les orphelins (5. Mose 16.11-12). Deux pains levés étaient présentés devant Dieu, particularité remarquable parmi les offrandes prescrites par la Loi (3. Mose 23.17).
Au premier siècle, Chavouot attirait à Jérusalem des Juifs venus de nombreuses régions du monde méditerranéen et oriental. Luc mentionne ainsi la présence de Parthes, de Mèdes, d'Élamites, d'habitants de la Mésopotamie, de l'Asie Mineure, de l'Égypte, ainsi que de visiteurs venus de Rome, de Crète ou d'Arabie (Apostelgeschichte 2.5-11). Cette affluence explique pourquoi la prédication de Pierre eut un retentissement considérable et pourquoi environ trois mille personnes furent baptisées ce jour-là (Apostelgeschichte 2.41).
Dans le judaïsme rabbinique postérieur, Chavouot a également été associée au souvenir du don de la Loi au mont Sinaï, même si cette relation n'est pas explicitement établie dans les Écritures.
Pour les chrétiens, la Pentecôte du dimanche 22 mai 33 revêt une signification particulière. Ce jour-là, la promesse annoncée par Jésus s'accomplit :
« Vous serez baptisés du Saint-Esprit dans peu de jours » (Apostelgeschichte 1.5).
Alors que les disciples étaient réunis à Jérusalem, le Saint-Esprit fut répandu sur eux (Apostelgeschichte 2.1-4). Pierre interpréta cet événement comme l'accomplissement de la prophétie de Joël (Joel 2.28-32 ; Apostelgeschichte 2.16-21). C'est pourquoi de nombreux théologiens considèrent cette Pentecôte comme le commencement visible de l'Église et l'ouverture d'une nouvelle étape dans l'histoire du salut.
Ainsi, la fête juive de Chavouot, initialement liée aux récoltes et à la reconnaissance envers Dieu, acquiert dans le Nouveau Testament une dimension nouvelle en devenant le cadre choisi par Dieu pour l'effusion du Saint-Esprit et le début de la mission universelle confiée aux disciples (Apostelgeschichte 1.8).
INF029
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INF029 - Les écrits apocryphes
Les livres apocryphes
Les livres apocryphes sont des écrits religieux qui ne sont pas inclus dans le canon officiel de la Bible hébraïque ou chrétienne, mais qui ont une valeur historique, théologique ou littéraire. Le terme "apocryphe" signifie "caché" ou "secret" en grec. Voici un aperçu de certains des livres apocryphes les plus connus :
1. Les Apocryphes de l'Ancien Testament
Ces livres sont inclus dans la Septante et la Vulgate latine, mais pas dans le canon hébraïque. Ils sont parfois appelés "deutérocanoniques" dans les traditions catholique et orthodoxe.
Tobie : Récit d'un jeune homme guidé par l'ange Raphaël dans une quête pour retrouver une fortune familiale et guérir son père de la cécité.
Judith : Histoire d'une veuve juive qui sauve son peuple en séduisant et décapitant le général assyrien Holopherne.
1 et 2 Maccabées : Récits des révoltes juives contre les Séleucides et l'histoire de Judas Maccabée.
Sagesse de Salomon : Livre de sagesse qui traite de la justice et de l'immortalité de l'âme.
Ecclésiastique (Siracide) : Recueil de conseils pratiques et de réflexions sur la vie et la foi.
Baruch : Livre attribué à Baruch, le scribe de Jérémie, contenant des prières et des exhortations à la repentance.
2. Les Apocryphes du Nouveau Testament
Ces écrits sont associés aux traditions chrétiennes mais ne sont pas inclus dans le Nouveau Testament canonique.
Évangile de Thomas : Recueil de 114 paroles attribuées à Jésus, souvent considérées comme gnostiques.
Évangile de Philippe : Texte gnostique qui explore les mystères sacrés et la relation entre Jésus et Marie-Madeleine.
Actes de Pierre : Récit des miracles et du martyre de l'apôtre Pierre.
Apocalypse de Pierre : Description des visions de l'apôtre Pierre sur le paradis et l'enfer.
Évangile de Marie (Madeleine) : Texte gnostique attribué à Marie-Madeleine, offrant des enseignements ésotériques de Jésus.
Les livres apocryphes, bien qu'ils ne soient pas inclus dans le canon biblique officiel, peuvent parfois contribuer à la compréhension de l'histoire religieuse et des traditions théologiques. Cependant, leurs récits, notamment ceux du Nouveau Testament, relèvent souvent de l’imaginaire et ne peuvent être considérés au même niveau que les textes canoniques des Écritures. Leur étude permet de distinguer ces textes, rejetés par l'Église des premiers siècles, de ceux qui figurent dans nos Bibles actuelles.
INF353
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INF353 – Ein Engel des Herrn
Ein Engel des Herrn
Lukas’ Präzision: „Da aber ein Engel des Herrn in der Nacht die Türen des Gefängnisses öffnete …“ (Apostelgeschichte 5.19) ist sicherlich kein Zufall. Sie dient mehreren theologischen und historischen Zielen.
Den göttlichen Ursprung der Erlösung hervorheben
Lukas möchte zeigen, dass die Befreiung der Apostel weder eine organisierte Flucht noch das Ergebnis menschlicher Komplizenschaft ist. Es ist Gott selbst, der durch einen seiner Boten eingreift. Diese Klarstellung unterstreicht, dass die religiösen Autoritäten zwar die Diener Gottes inhaftieren können, aber nicht verhindern können, dass sich sein Wille erfüllt (Psalmen 34.8 ; Psalmen 91.11).
Ein Engel unter vielen
Der Ausdruck ist unbestimmt: „ein Engel“ und nicht „der Engel des Herrn“. Lukas versucht also nicht, dieses himmlische Wesen zu identifizieren. Seine Identität spielt keine Rolle; was zählt, ist seine Herkunft: Er kommt vom Herrn und handelt auf dessen Geheiß hin.
In der Apostelgeschichte werden mehrere Eingriffe von Engeln berichtet:
bei Philippe (Apostelgeschichte 8.26);
bei Corneille (Apostelgeschichte 10.3);
bei Pierre anlässlich einer weiteren Befreiung (Apostelgeschichte 12.7);
bei Paul während des Sturms (Apostelgeschichte 27.23-24).
Lukas stellt die Engel somit als Diener Gottes dar, die den Auftrag haben, seinem Volk beizustehen (Hebräer 1.14).
Eine andere Bezeichnung für „den Engel des Herrn“
Im Alten Testament bezeichnet der Ausdruck „der Engel des Herrn“ manchmal eine geheimnisvolle Gestalt, die wie Gott selbst spricht (1. Mose 16.7-13 ; 2. Mose 3.2-6). Einige Theologen sehen darin eine vorinkarnierte Erscheinungsform des Messias.
Lukas verwendet diese spezielle Formulierung jedoch nicht. Er schreibt einfach „ein Engel des Herrn“, was auf einen gewöhnlichen Engel hindeutet, der zum himmlischen Hofstaat gehört.
Den Schwerpunkt eher auf die Botschaft als auf das Wunder legen
Es ist bemerkenswert, dass sich der Engel nicht damit begnügt, die Türen zu öffnen. Er erteilt einen Befehl:
„Los, bleibt im Tempel und verkündet dem Volk alle Worte dieses Lebens“ (Apostelgeschichte 5.20).
Das Wunder ist also kein Selbstzweck. Gott befreit die Apostel nicht, um ihnen ein angenehmeres Leben zu ermöglichen, sondern damit sie ihre Mission fortsetzen können. Dieser Gedanke findet sich später auch in der Befreiung des Petrus (Apostelgeschichte 12.7-11) und in der Befreiung von Paulus und Silas in Philippi (Apostelgeschichte 16.25-34) wieder.
Ein Gegensatz zu den religiösen Autoritäten
Der Hohepriester und der Sanhedrin verfügen über menschliche Macht; die Apostel hingegen werden von den himmlischen Heerscharen gestützt. Lukas stellt somit einen Gegensatz zwischen den irdischen Mächten und der höchsten Autorität Gottes her (Psalmen 2.1-4 ; Apostelgeschichte 4.29-31).
Letztendlich soll der Ausdruck „ein Engel des Herrn“ weniger die Neugier des Lesers hinsichtlich der Identität dieses himmlischen Boten befriedigen, als vielmehr daran erinnern, dass die Urkirche unter dem Schutz und der Führung Gottes selbst voranschreitet. Lukas lenkt die Aufmerksamkeit nicht auf den Engel, sondern auf den Herrn, der ihn sendet.
INF122
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INF122 - Les noces de Cana
Die Hochzeit zu Kana
Pour quelle raison le Messie Jésus entreprend-il un aller-retour entre Béthanie et Nazareth peu de temps après son retour à Béthanie aux côtés de Jean le Baptiste (Johannes 1.43) ?
Les informations disponibles suggèrent qu'il était au courant d'un mariage imminent dans sa famille et qu'il avait l'intention d'y assister. Cela pourrait expliquer son départ soudain de Béthanie. Il semble qu'il connaissait la date de cet événement avant de quitter Nazareth pour se faire baptiser par Jean le Baptiste (Matthäus 3.13).
En conclusion, le jour suivant, Jésus prit la décision de se rendre en Galilée afin d'assister aux noces à Cana.
Les mariages à cette époque étaient considérés comme des événements communautaires importants qui incluaient de nombreux invités. Cependant, il semble financièrement difficile d'inviter tous les villages environnants.
C'est principalement pour cette raison que nous supposons que Marie et ses enfants étaient invités à ces noces. De plus, elle joue un rôle particulier lors de cet événement car c'est à elle que l'on vient d'abord signaler la pénurie de vin (Johannes 2.3).
Tous ces éléments nous amènent à conclure que la famille du Messie Jésus est directement impliquée dans cette union matrimoniale.
Pourquoi devrions-nous considérer Nathanael comme étant le marié ?
Johannes 21.2 indique que Nathanael est originaire de Cana. Il est présent aux noces, peut-être comme disciple de Jésus, mais probablement comme marié à une demi-sœur de Jésus. Cette hypothèse expliquerait la présence de Jésus à Cana et l'importance donnée à la conversion de Nathanael.
INF373
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INF373 - La lapidation
La lapidation
La lapidation d'Étienne (Apostelgeschichte 7.57-60) est le premier martyre chrétien rapporté en détail dans les Actes des Apôtres. Cet épisode soulève plusieurs questions historiques et juridiques.
1- Une exécution en dehors de la ville
Luc précise qu'Étienne fut entraîné hors de la ville avant d'être lapidé (Apostelgeschichte 7.58). Ce détail correspond à la pratique juive traditionnelle, selon laquelle les exécutions devaient avoir lieu à l'extérieur du camp ou de la ville (3. Mose 24.14 ; 4. Mose 15.35-36).
Cette sortie hors de Jérusalem rappelle également la mort de Jésus, crucifié à l'extérieur des murailles (Hebräer 13.12).
2- Comment se déroulait une lapidation ?
La littérature rabbinique postérieure, notamment la Mishna (traité Sanhédrin), décrit une procédure relativement codifiée :
Le condamné était conduit hors de la ville.
Il était précipité d'une hauteur importante.
Si la chute n'entraînait pas la mort, un premier témoin jetait une grosse pierre sur sa poitrine.
Si la victime survivait encore, l'assemblée participait à la lapidation.
Il n'est cependant pas certain que cette procédure ait été suivie dans le cas d'Étienne. Le récit de Luc donne plutôt l'impression d'une exécution précipitée sous l'effet de la colère.
3- Le rôle des témoins
Luc précise :
« Les témoins déposèrent leurs vêtements aux pieds d'un jeune homme nommé Saul » (Apostelgeschichte 7.58).
Ce détail est particulièrement intéressant. Selon la Loi, ce sont les témoins qui devaient être les premiers à exécuter la sentence (5. Mose 17.6-7). Leur responsabilité était ainsi engagée.
Le dépôt des vêtements permettait probablement une plus grande liberté de mouvement pour lancer les pierres.
4- Saul de Tarse apparaît pour la première fois
Le jeune Saul, futur apôtre Paul, approuvait cette mise à mort (Apostelgeschichte 8.1). Il ne semble pas avoir participé directement à la lapidation, mais il en fut au moins le témoin favorable.
Cette première apparition de Saul est lourde de signification. Celui qui assiste à la mort du premier martyr deviendra plus tard le grand missionnaire des nations.
5- Une scène qui rappelle la mort de Jésus
Luc établit volontairement plusieurs parallèles entre Jésus et Étienne :
Jesus
Étienne
Remet son esprit au Père (Lukas 23.46)
Remet son esprit au Seigneur Jésus (Apostelgeschichte 7.59)
Pardonne à ses bourreaux (Lukas 23.34)
Prie pour ses meurtriers (Apostelgeschichte 7.60)
Mort hors de la ville
Mort hors de la ville
Injustement condamné
Injustement mis à mort
Étienne apparaît ainsi comme le premier disciple qui imite son Maître jusque dans sa mort.
6- Une exécution légale ou un lynchage ?
C'est l'une des grandes questions historiques.
Luc ne mentionne :
aucune délibération finale ;
aucune sentence officielle ;
aucune autorisation romaine.
La violence soudaine des membres du Sanhédrin après la vision d'Étienne (Apostelgeschichte 7.55-57) suggère davantage une exécution sommaire ou un lynchage collectif qu'une condamnation régulière.
7- Une mort qui marque un tournant
Paradoxalement, la mort d'Étienne ne met pas fin à la progression de l'Évangile.
Au contraire, la persécution qui suit provoque la dispersion des croyants hors de Jérusalem (Apostelgeschichte 8.1-4). Ainsi commence l'accomplissement concret du programme annoncé par Jésus en Apostelgeschichte 1.8 :
Jérusalem (Actes 1–7) ;
Judée et Samarie (Actes 8–12) ;
jusqu'aux extrémités de la terre (Actes 13–28).
8- Une dernière remarque
La lapidation d'Étienne constitue la démonstration tragique de son discours. Il venait d'accuser ses contemporains de reproduire les fautes de leurs ancêtres en rejetant les envoyés de Dieu (Apostelgeschichte 7.51-53). En le mettant à mort quelques instants plus tard, ses adversaires confirment involontairement la véracité de ses paroles. L'événement lui-même devient ainsi la conclusion vivante de son réquisitoire.
INF089
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INF089 - Le sabbat
Der Sabbat
Le sabbat est un jour de repos et de sanctification dans la tradition juive, observé du vendredi soir au samedi soir. Voici quelques éléments importants à connaître sur le sabbat :
Origines et Signification
Commandement Biblique : Le sabbat est l'un des Dix Commandements donnés par Dieu à Moïse sur le mont Sinaï. Il est mentionné à plusieurs reprises dans la Torah, notamment dans Exode 20.8-11 et Deutéronome 5.12-15. Création : Le sabbat commémore le jour de repos de Dieu après les six jours de la création, tel que décrit dans Genèse 2.2-3. Libération d'Égypte : En plus de la création, le sabbat est aussi un rappel de la libération des Israélites de l'esclavage en Égypte, symbolisant la liberté et la sanctification.
Observance et Pratiques
Repos : Le sabbat est un jour de repos complet où les travaux créatifs (appelés "melakhot") sont interdits. Cela inclut des activités comme cuisiner, écrire, allumer un feu, et plus encore. Célébration : Le sabbat commence le vendredi soir avec un repas festif, souvent précédé par l'allumage des bougies du sabbat. Des prières spéciales, comme le Kiddouch (sanctification), sont récitées. Services Religieux : Les juifs pratiquants assistent aux services religieux dans les synagogues, où des lectures spéciales de la Torah et des prières sont effectuées.
Temps en Famille et Spiritualité : Le sabbat est aussi un moment de rassemblement familial, d'étude de la Torah, et de réflexion spirituelle.
Importance Spirituelle
Lien avec Dieu : Le sabbat est un temps consacré à la spiritualité et au renforcement du lien avec Dieu, un temps de repos physique et spirituel. Communauté : Le sabbat encourage le rassemblement communautaire et familial, renforçant les liens sociaux et religieux.
Signification du Sabbat pour les Juifs
Pour les Juifs, le sabbat est bien plus qu'un simple jour de repos. Il est un rappel hebdomadaire de la création du monde et un symbole du pacte entre Dieu et le peuple d'Israël. Le sabbat est un temps sacré dédié à la prière, à la réflexion spirituelle, et à la communion familiale et communautaire.
L'observation du sabbat implique l'abstention de tout travail, la participation à des services religieux à la synagogue, la préparation de repas spéciaux et la célébration en famille. C'est un moment pour se détacher des préoccupations matérielles et se concentrer sur le spirituel, renforçant ainsi les liens avec Dieu et avec les proches.
Application du Sabbat au Temps de Jésus
Au temps de Jésus, le sabbat avait une grande importance religieuse et sociale. Les lois du sabbat étaient scrupuleusement observées, et les pharisiens, ainsi que les scribes, étaient particulièrement vigilants quant au respect strict de ces lois. Ils avaient élaboré un ensemble détaillé de règles pour déterminer ce qui était considéré comme un "travail" interdit le jour du sabbat.
Jésus, cependant, a souvent défié ces interprétations rigides des lois du sabbat. Par exemple, il a guéri des malades le jour du sabbat, ce qui a provoqué des controverses avec les autorités religieuses de son temps. Jésus a enseigné que le sabbat a été fait pour l'homme, et non l'homme pour le sabbat (Marc 2.27), soulignant ainsi l'importance de la compassion et de l'humanité par rapport aux règles strictes.
L'approche de Jésus vis-à-vis du sabbat mettait en lumière l'idée que les lois religieuses devaient servir le bien-être des gens, plutôt que devenir des fardeaux oppressifs. Cette perspective a contribué à des tensions entre lui et les autorités religieuses, et a joué un rôle dans les conflits qui ont finalement conduit à sa crucifixion.
Le sabbat est une institution centrale du judaïsme, symbolisant le repos, la sanctification, et le lien avec Dieu. Il joue un rôle essentiel dans la vie religieuse et sociale des juifs, offrant une pause hebdomadaire dédiée à la réflexion, à la prière, et à la communion avec les proches.