Studien 1 bis 2
Gleichnisse aus dem Wirken Jesu
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PER230
Das Gleichnis vom unfruchtbaren Feigenbaum
Das Gleichnis vom unfruchtbaren Feigenbaum (Lukas 13.6-9), das nur von Lukas berichtet wird, veranschaulicht die Geduld Gottes und die Dringlichkeit der Bekehrung. Jesus warnt, dass jeder Jünger ohne geistliche Frucht Gefahr läuft, dem Urteil zu verfallen, und betont zugleich, dass Gott eine zusätzliche Gnadenfrist gewährt. Dieser Text knüpft an Lukas 13.1-5 an und enthält eine doppelte Botschaft: ernste Warnung und göttliche Barmherzigkeit.
Lukas 13.6-9 (Lutherbibel 1912) :Er sagte ihnen aber dies Gleichnis: Es hatte einer einen Feigenbaum, der war gepflanzt in seinem Weinberge; und er kam und suchte Frucht darauf, und fand sie nicht.Da sprach er zu dem Weingärtner: Siehe, ich bin nun drei Jahre lang alle Jahre gekommen und habe Frucht gesucht auf diesem Feigenbaum, und finde sie nicht. Haue ihn ab! was hindert er das Land?Er aber antwortete und sprach zu ihm: Herr, laß ihn noch dies Jahr, bis daß ich um ihn grabe und bedünge ihn,ob er wolle Frucht bringen, wo nicht so haue ihn darnach ab.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
PER239
Das Gleichnis vom Turm
Das Gleichnis vom Turmbau (Lukas 14.28-30), das nur von Lukas überliefert wird, steht im Zusammenhang einer Rede Jesu über den Preis der Nachfolge. Mit dem Bild eines Bauherrn, der seine Mittel berechnet, bevor er baut, ruft Jesus seine Jünger zu einem überlegten, klarsichtigen und beharrlichen Einsatz auf und warnt vor einem oberflächlichen oder gefühlsbetonten Glauben ohne geistliche Reife.
Lukas 14.25-35 (Lutherbibel 1912) :Es ging aber viel Volks mit ihm; und er wandte sich und sprach zu ihnen:So jemand zu mir kommt und haßt nicht seinen Vater, Mutter, Weib, Kinder, Brüder, Schwestern, auch dazu sein eigen Leben, der kann nicht mein Jünger sein.Und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein.Wer ist aber unter euch, der einen Turm bauen will, und sitzt nicht zuvor und überschlägt die Kosten, ob er's habe, hinauszuführen?auf daß nicht, wo er Grund gelegt hat und kann's nicht hinausführen, alle, die es sehen, fangen an, sein zu spotten,und sagen: Dieser Mensch hob an zu bauen, und kann's nicht hinausführen.Oder welcher König will sich begeben in einen Streit wider einen andern König und sitzt nicht zuvor und ratschlagt, ob er könne mit zehntausend begegnen dem, der über ihn kommt mit zwanzigtausend?Wo nicht, so schickt er Botschaft, wenn jener noch ferne ist, und bittet um Frieden.Also muß auch ein jeglicher unter euch, der nicht absagt allem, was er hat, kann nicht mein Jünger sein.Das Salz ist ein gutes Ding; wo aber das Salz dumm wird, womit wird man's würzen?Es ist weder auf das Land noch in den Mist nütze, sondern man wird's wegwerfen. Wer Ohren hat, zu hören, der höre!Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org