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PER345
Die Freilassung eines Gefangenen
Beim Prozess Jesu vor Pontius Pilatus versucht der römische Statthalter, den Passahbrauch der Freilassung eines Gefangenen zu nutzen, um Jesus nicht verurteilen zu müssen. Er schlägt der Menge vor, zwischen Jesus und Barabbas, einem berüchtigten Verbrecher, zu wählen, in der Überzeugung, das Volk werde die richtige Wahl treffen. Das Eingreifen seiner Frau verstärkt sein Zögern. Diese Szene, die in allen vier Evangelien bezeugt ist, zeigt die Manipulation durch die religiösen Autoritäten und weist theologisch auf die stellvertretende Erlösung voraus.
Matthäus 27.15-19 (Lutherbibel 1912) :Auf das Fest aber hatte der Landpfleger die Gewohnheit, dem Volk einen Gefangenen loszugeben, welchen sie wollten.Er hatte aber zu der Zeit einen Gefangenen, einen sonderlichen vor anderen, der hieß Barabbas.Und da sie versammelt waren, sprach Pilatus zu ihnen: Welchen wollt ihr, daß ich euch losgebe? Barabbas oder Jesus, von dem gesagt wird, er sei Christus?Denn er wußte wohl, daß sie ihn aus Neid überantwortet hatten.Und da er auf dem Richtstuhl saß, schickte sein Weib zu ihm und ließ ihm sagen: Habe du nichts zu schaffen mit diesem Gerechten; ich habe heute viel erlitten im Traum seinetwegen.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org