PER232

Das Senfkorn und der Sauerteig

Die Perikope PER232 enthält die beiden Zwillingsgleichnisse vom Senfkorn und vom Sauerteig (Lukas 13.18-21). Sie wurden an einem Samstag bei einer Synagoge in Jerusalem gesprochen und veranschaulichen das Wesen des Reiches Gottes: Es beginnt unscheinbar, wächst mächtig und wirkt verborgen, aber verwandelnd. Diese beiden einander ergänzenden Bilder laden dazu ein, das stille und unaufhaltsame Wachstum der Herrschaft Gottes in der Welt wahrzunehmen.

7 min Senfkorn Sauerteig Gleichnissen Reich Gottes Lukas 13 9 Verse 3 Bücher

Weiterführende Lektüre

Bibeltexte

Matthäus
Matthäus ( 1912) im Buch nicht erwähnt
Markus
Markus ( 1912) im Buch nicht erwähnt
Lukas
Lukas 13.18-21 ( 1912)

Er sprach aber: Wem ist das Reich Gottes gleich, und wem soll ich's vergleichen?

Es ist einem Senfkorn gleich, welches ein Mensch nahm und warf's in seinen Garten; und es wuchs und ward ein großer Baum, und die Vögel des Himmels wohnten unter seinen Zweigen.

Und abermals sprach er: Wem soll ich das Reich Gottes vergleichen?

Es ist einem Sauerteige gleich, welchen ein Weib nahm und verbarg ihn unter drei Scheffel Mehl, bis daß es ganz sauer ward.

Johannes
Johannes ( 1912) im Buch nicht erwähnt

Technische Einzelheiten

Jahr 32

Ort: Vor einer der

Datum: Samstag, 27. November 32 n. Chr.

Vorgehensweise: Wir fahren mit Lukas fort

Anmerkung zur Vorgehensweise: Lukas ist der Einzige, der diese Episode in der festhält

Die Gegend von Jerusalem

Der Messias Jesus lehrt die Menge, als er aus einer in Jerusalem tritt.

Das Senfkorn und der Sauerteig

Jesus lehrt

Zusammengefasst

Lukas bietet hier Berichte, die keiner formalen Chronologie folgen. Er legt eine Argumentation vor, die nach einer bestimmten Logik aufgebaut ist. Dieses Thema wird im Abschnitt mit dem Titel entfaltet: . Es ist sinnvoll, das Anliegen des Lukas beim Studium dieser Kapitel zu bedenken.

L’

Die Studie zu den lesen: PAR005 : Das Senfkorn, PAR006 : Der Sauerteig und PAR000 : Die Gleichnisse

Diese beiden Lehren könnten vom Meister in der oder auf deren Vorhof gegeben worden sein, die in Lukas 13.10 erwähnt wird.

Lukas 13.18-19: Das Senfkorn (Matthäus 13.31-32, Markus 4.30-32 und Lukas 13.18-19).

Das Senfkorn ist eines der kleinsten bekannten Samenkörner. Doch einmal gesät, wird es zu einem Baum, der groß genug ist, um den Vögeln Unterschlupf zu bieten.

Das versinnbildlicht das stille, aber kraftvolle Wachstum des Reiches Gottes: Es beginnt klein, fast unsichtbar, wird aber weit und einladend.

Lukas 13.20-21: Der Sauerteig im Teig (Matthäus 13.33, Lukas 13.20-21).

Der Sauerteig ist ein unsichtbarer Wirkstoff, der den Teig von innen verwandelt. Eine kleine Menge genügt, um den ganzen Teig durchsäuern zu lassen, was an den inneren, verwandelnden Einfluss des Reiches erinnert.

Die Zahl von drei Maß steht für eine große Menge Mehl, also für eine mächtige Wirkung, die aus einer bescheidenen Handlung hervorgeht.

Zusammengefasst

Aus diesen beiden geht hervor, dass das Reich Gottes demütig beginnt, aber mächtig wächst und dass es verborgen wirkt, aber tiefgreifend verwandelt. Es nimmt auf und nährt, wie ein Baum oder ein Laib Brot.

Es ist wichtig zu betonen, dass der Messias Jesus diese Themen zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten behandelt hat. Es ist daher logisch, dass die Evangelien ähnliche Berichte aus unterschiedlichen Blickwinkeln darstellen, was gewisse sachliche Unterschiede sowie Abweichungen in der Art der Darstellung der Ereignisse zur Folge haben kann.

Auch diese Judäer mussten diese Lehren über das Reich Gottes hören.