Dieser Artikel untersucht die Auferstehung Jesu und ihre theologische Bedeutung, erörtert die Vorhersagen und die Reaktionen der Zeugen sowie die Maßnahmen der jüdischen Behörden zur Sicherung des Grabes. Die Berichte der Evangelien und ihre Stimmigkeit werden analysiert, um die Bedeutung dieses zentralen Ereignisses des Christentums hervorzuheben.
60 Min.
AuferstehungJesusZeugenEvangelienVorhersagen
75 Verse
6 Bücher
Am 3. April des Jahres 33 n. Chr. fand ein bemerkenswertes Ereignis statt: die Auferstehung Jesu, in Übereinstimmung mit seinen früheren Vorhersagen. Die ersten Zeugen dieses Ereignisses waren zunächst ratlos und taten sich schwer, die Tragweite dessen zu begreifen, was sie sahen.
In dieser Studie werden wir die verschiedenen Texte zu dieser Auferstehung untersuchen, mit besonderer Aufmerksamkeit für die zahlreichen Warnungen, die Jesus an seine Jünger gerichtet hatte. Es ist wichtig festzuhalten, dass diese sich in einem Zustand der Verleugnung befanden und unfähig waren, sich den Tod ihres Meisters vorzustellen.
I. Die Auferstehung
Die Auferstehung kann so außergewöhnlich erscheinen, dass manche sie für unmöglich halten. Dennoch bestätigt eine Vielzahl von Zeugen die Echtheit der berichteten Tatsachen. Wie kann ein Mensch sterben und nach einigen Tagen wieder zum Leben kommen?
Die Episode des Lazarus (Johannes 11.1-44) ist gut belegt. Dieses Ereignis hatte die Aufmerksamkeit vieler Einwohner Jerusalems auf sich gezogen und verschiedene Auseinandersetzungen ausgelöst. Die Augenzeugen, darunter auch , bestätigten jedoch, dass dieser Mann, ihr eigener Bruder, nun wieder lebte und an alltäglichen Tätigkeiten wie Essen und Trinken teilnahm.
Außerdem berichten mehrere Zeugnisse die Geschichte des Sohnes einer Witwe aus der , in der Nähe von Nazareth (Lukas 7.11-17), sowie die der Tochter des Vorstehers der von Kapernaum, Jairus (Markus 5.22, Lukas 8.41).
Der Meister hatte auch mehrfach seinen eigenen Tod und seine Auferstehung vorausgesagt. Die Jünger hatten diese Vorhersagen jedoch nicht verstanden oder sich vielleicht schlicht geweigert, sie zu glauben.
Es ist klar, dass Matthäus auf eine besonders bedeutsame Erinnerung Bezug nimmt, die erst nach den genannten Ereignissen voll verstanden wurde. Zu dem Zeitpunkt, als der Messias Jesus diese Worte aussprach, erfassten jedoch weder er noch die anderen Jünger ihre Bedeutung (Matthäus 16.21, Markus 8.31, Lukas 9.22, Johannes 2.19).
II. Die Furcht der jüdischen Behörden
Während die Jünger Mühe hatten, die Tragweite dieser Worte zu begreifen (Matthäus 20.17-19), schienen die religiösen Autoritäten nicht auf dieselben Hindernisse zu stoßen.
Tatsächlich begaben sich am Tag nach der Kreuzigung, also nach unserer Analyse am 2. April 33 n. Chr., an einem , einige , Mitglieder des , früh am Morgen zum römischen Statthalter Pontius Pilatus, um ihn zu bitten, das Grab bewachen zu lassen.
Nach der Darstellung des Matthäus war der Oberste der Priester zu jener Zeit wahrscheinlich der Hohepriester Kaiphas. Diese Annahme ist plausibel, denn nur eine jüdische Persönlichkeit hatte die nötige Autorität, um den römischen Statthalter zu treffen.
Perikope PER363: Der Besuch der bei Pilatus
Es ist unbestreitbar, dass diese Leute die Worte des Messias Jesus richtig verstanden haben, was zudem zeigt, dass seine Worte nicht ausschließlich an die Jünger gerichtet waren.
III. Das Gerücht in Jerusalem
Auf welches Ereignis beziehen sich diese Soldaten? Matthäus 28.11 erwähnt Maria Magdalena und die andere Maria, die Mutter des Jakobus und des Josef, die zum Grab gekommen waren und in diesem Moment wieder weggingen. Sie kannten die Stelle, weil sie am Donnerstagabend Josef und Nikodemus gefolgt waren (Matthäus 27.56).
Die Soldaten, Zeugen dieser Ereignisse, gingen am Sonntagmorgen nach Jerusalem, um die aufzusuchen und nicht ihren Vorgesetzten Pontius Pilatus, dessen Reaktion sie offensichtlich fürchteten (Matthäus 28.14). Sie kannten die Wahrheit, logen aber für Geld. Viele Juden zogen es vor zu glauben, was ihnen am vernünftigsten erschien: Die Jünger hätten den Leichnam ihres Meisters gestohlen, um alle zu täuschen!
Eine Auferstehung hätte die Lehren dieses Propheten bestätigt und das Ansehen des in Schwierigkeiten gebracht. Kaiphas und seine Kollegen gelang es so, die Lage unter Kontrolle zu behalten. Es ist wichtig festzuhalten, dass sie an ihrer Überlegung und ihrer Strategie festhalten, ohne ihr Handeln in Frage zu stellen, und stattdessen versuchen, die Tatsachen anzupassen, um ihre Deutung zu bestätigen.
IV. Die Zeugnisse
Es ist wichtig festzuhalten, dass Jesus, der Messias, sich seinen Jüngern nach seiner Auferstehung diskret zeigte. Warum entschied er sich nicht für eine Erscheinung auf dem Tempelplatz, wo seine Gegenwart von allen hätte erkannt werden können? Diese Situation hätte Reaktionen in der Bevölkerung auslösen können.
Es zeigt sich jedoch, dass der Meister nicht die Absicht hatte, zu einer Volkserhebung anzustiften. Eine solche Handlung hätte zu einem römischen Eingreifen und zu zahlreichen Menschenverlusten geführt. Nach unserer Analyse hätte Pontius Pilatus nämlich nicht gezögert, diese Kundgebung, die er als Aufstand ansah, in einem Blutbad niederzuschlagen.
Wir werden untersuchen, wie sehr sich das Aussehen des auferstandenen Messias Jesus von dem vor seinem Tod unterschied, sodass seine Jünger ihn nicht erkannten, was bei einer großen öffentlichen Erscheinung zu großer Verwirrung geführt hätte.
Der Messias Jesus erschien seinen Nächsten mehrmals lebendig, über einen Zeitraum von 40 Tagen. Nach unseren verschiedenen Schlussfolgerungen waren somit viele Jünger zwischen dem 3. April und dem 13. Mai 33 n. Chr. Zeugen der Wirklichkeit dieser Auferstehung.
In seinem zweiten Werk stellt Lukas die vierzig Tage der Gegenwart des Meisters, von seiner Auferstehung bis zu seiner Himmelfahrt, knapp dar.
In seiner Rede vom 22. Mai 33 n. Chr. spricht Petrus unmittelbar die Themen Kreuzigung und Auferstehung an. Für die gesamte Zuhörerschaft, die aus etwa 3000 Zeugen bestand, waren diese Ereignisse eine geschichtliche Wirklichkeit. Wir werden nun die Texte, die diese Auferstehung erwähnen, im Einzelnen untersuchen und versuchen, die vielen Fragen zu beantworten, die dieses Ereignis aufwirft.
V. Niemand erkennt ihn
Zunächst ist bemerkenswert, dass die Jünger Mühe haben, Jesus nach seiner Auferstehung zu erkennen.
Maria Magdalena war die Erste, die dem auferstandenen Jesus begegnete. Johannes erwähnt, dass „sie nicht wusste, dass er es war“. Diese Schwierigkeit, ihren Meister zu erkennen, wiederholt sich bei jeder seiner Erscheinungen.
Es gibt keinen Widerspruch zwischen dem Bericht des Markus, der sagt, „er erschien in einer anderen Gestalt“, und dem des Lukas, der präzisiert, „ihre Augen wurden gehalten, dass sie ihn nicht erkannten“. In Wirklichkeit ergänzen sich diese beiden Berichte gegenseitig. Die Jünger konnten den Meister wegen der Veränderung seines Aussehens nicht erkennen.
Der Messias Jesus muss seinen erschrockenen Jüngern beweisen, dass er wirklich er selbst ist. Man muss daran erinnern, dass sie einige Wochen zuvor die Auferweckung des Lazarus miterlebt hatten.
Die Jünger, die Jesus nahestanden, sind überrascht und erkennen ihren auferstandenen Meister nicht. Zwei Wochen später am haben sie angesichts dieses erstaunlichen Ereignisses immer noch Zweifel.
Die Jünger sind von den Lehren des Meisters überzeugt. Man kann daraus folgern, dass sich das Aussehen des auferstandenen Jesus so verändert hatte, dass seine Nächsten ihn nicht mehr klar erkennen konnten.
Außerdem ist die Auferstehung kein gewöhnliches Ereignis. Ein solches Phänomen kann selbst die ergebensten Gläubigen überraschen und sogar verunsichern.
VI. Die Unterschiede
Die Wunden von der Geißel, der Dornenkrone, den Nägeln oder der Lanze scheinen nun in nur drei Tagen vernarbt zu sein. Obwohl einige Male bleiben, befindet sich sein Körper im Zustand der Heilung.
Mit den Jüngern, und seinem Gefährten, verschwindet er plötzlich. Danach erscheint er mitten unter den Aposteln, die im Haus der Maria in Jerusalem versammelt sind. Beachten wir, dass sie weder sichtbare Wunden noch Narben bemerkt hatten, denn sie hätten es erwähnt.
Der erneuerte Leib des Messias Jesus unterliegt nicht denselben körperlichen Zwängen. Lukas, als Arzt, betont diesen Punkt, weil das Phänomen sein Verständnis übersteigt, wie auch das unsere gegenwärtig.
VII. Eine erstaunliche Stelle
Sehen Sie sich die NEG-Version von Johannes 20.17-18 an.
Der Messias Jesus bittet Maria Magdalena, ihn nicht zu berühren, und erklärt: „denn “.
Wenn wir verstehen, dass er sich hier auf die Himmelfahrt bezieht, die erst in etwa 40 Tagen stattfinden wird, stellen wir einen Unterschied zum nachfolgenden Text des Lukas fest.
Warum bittet der Messias Jesus Maria Magdalena, ihn nicht zu berühren, während er den Jüngern das Gegenteil aufträgt? Der Ausdruck des Johannes „Rühre mich nicht an“ aus der Übersetzung (NEG) wird in der Übersetzung (S21) wiedergegeben mit: „“.
Das Wort „Haptomai“ (Strong-Nummer 680), das Johannes verwendet, hat mehrere Bedeutungen: berührt mich nicht (fasst mich nicht an) oder haltet mich nicht fest. Es kann auch bedeuten, sich anzuheften oder sich anzuklammern. Die plausibelste Deutung wäre: Klammere dich nicht auf diese Weise an mich, um mich durch gefühlsmäßige Bindungen festzuhalten.
Der Messias Jesus ist nicht dazu bestimmt, seinen irdischen Dienst fortzusetzen, wie Maria Magdalena es in diesem Augenblick vielleicht wünschen würde. Sein Werk ist vollendet. Er zeigt allein durch seine Gegenwart, dass alles vollbracht ist. Er kehrt zu seinem Vater zurück.
Das Wort, das Lukas verwendet, ist ein anderes: „Pselaphao“ (Strong-Nummer 5584), was berühren oder betasten bedeutet. Es ist eine rein körperliche Handlung.
Es gibt also keine Widersprüche zwischen diesen beiden Texten. Die Annäherung der Maria Magdalena ist einfach eine andere als die der Jünger.
VIII. Wo war der Messias Jesus außerhalb seiner Erscheinungen?
Nach seiner Auferstehung lebte der Messias Jesus nicht mehr ununterbrochen bei seinen Jüngern wie während seines öffentlichen Dienstes von etwa dreieinhalb Jahren. Die Berichte der Evangelien zeigen im Gegenteil, dass er verschiedenen Zeugen punktuell und manchmal unerwartet erschien: Maria Magdalena (Johannes 20.14-18), den vom Grab zurückgekehrten Frauen (Matthäus 28.9-10), den Jüngern von Emmaus (Lukas 24.13-35), den in Jerusalem versammelten Aposteln (Lukas 24.36-49; Johannes 20.19-23) und dann noch einmal in Gegenwart des Thomas (Johannes 20.26-29). Er zeigte sich auch am , wo der zweite wunderbare Fischfang stattfand (Johannes 21.1-14). Der Apostel Paulus fügt hinzu, dass er mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal erschien sowie Jakobus (1. Korinther 15.5-7).
Diese Erscheinungen hatten vor allem den Zweck, die körperliche Wirklichkeit seiner Auferstehung zu bestätigen und die Jünger auf ihre künftige Sendung vorzubereiten. Jesus lehrte sie weiterhin die Dinge, die das Reich Gottes betreffen (Apostelgeschichte 1.3), öffnete ihnen das Verständnis für die Schriften (Lukas 24.44-45) und kündigte ihnen das baldige Kommen des Heiligen Geistes an (Apostelgeschichte 1.4-5). Diese Zeit diente auch dazu, ihren Glauben nach dem Trauma der Kreuzigung zu stärken und noch furchtsame Jünger in künftige Zeugen der Auferstehung zu verwandeln.
Die Evangelien zeigen auch, dass der Messias Jesus in diesen vierzig Tagen nicht ständig bei ihnen war. Seine Erscheinungen scheinen zeitlich verteilt und begrenzt gewesen zu sein. Er erschien plötzlich und verschwand dann wieder (Lukas 24.31). Diese Handlungsweise unterstreicht den Übergang zwischen seinem irdischen Dienst und seiner künftigen Verherrlichung.
Die Schriften geben jedoch nur wenige Informationen über seine Tätigkeiten zwischen diesen Erscheinungen. Wahrscheinlich war diese Zeit der Unterweisung der Jünger, ihrer geistlichen Vorbereitung und der fortschreitenden Festigung ihres Glaubens gewidmet. Wie während seines öffentlichen Dienstes ist es auch möglich, dass er Zeit im Gebet und in der Gemeinschaft mit seinem Vater verbrachte, auch wenn die Texte dazu keine ausdrücklichen Einzelheiten liefern.
Die Bibel lässt über diese vierzig Tage bewusst einen Raum des Schweigens (Apostelgeschichte 1.3). Die biblischen Autoren wollen nicht jedes Ereignis erzählen, sondern das Wesentliche vermitteln: Der Messias Jesus ist wirklich auferstanden, er hat sich vielen Zeugen gezeigt, und er ist in den Himmel aufgefahren, nachdem er seinen Jüngern ihre weltweite Sendung anvertraut hatte (Matthäus 28.18-20; Apostelgeschichte 1.9-11).
IX. Die Himmelfahrt am 13. Mai 33 n. Chr.
Wir kommen nun zum Ende des von Lukas vermerkten Zeitraums von 40 Tagen (Apostelgeschichte 1.3).
Lukas spricht nicht von einer plötzlichen Erscheinung, sondern sagt einfach: „als er mit ihnen zusammen war“. Es scheint also, dass sich der Messias Jesus bei diesem Ereignis mit seinen Jüngern auf dem befand.
Anhand der Stelle in Lukas 24.13-49 stellen wir fest, dass Lukas mehrere Erscheinungen und mehrere Gespräche des Messias Jesus mit seinen Jüngern zusammenfasst, um unmittelbar zur Himmelfahrt zu gelangen. Wir haben den Eindruck, dass der Messias Jesus bei seinen Jüngern lebte.
Irgendwann beschließt er, mit seinen Jüngern nach Betanien aufzubrechen. Dieser Weg scheint in größter Zurückhaltung erfolgt zu sein, denn niemand sonst schließt sich dem Zug an.
Andererseits erklärt sich diese Zurückhaltung auch durch das Klima der Verfolgung, das nach der Kreuzigung des Meisters in Jerusalem herrschte.
Lukas nennt in seinem Evangelium keine Einzelheiten, er gibt nur das Ereignis an, das sich ereignet, während der Messias Jesus seine Jünger segnet und sie ihn anbeten. Danach kehren sie voll großer Freude nach Jerusalem zurück.
So erstaunlich es scheinen mag, Matthäus, Markus und Johannes geben keine Einzelheiten zu diesem außergewöhnlichen Ereignis.
Evangelium nach Matthäus: Matthäus erwähnt die Himmelfahrt Jesu nicht ausdrücklich. Das Evangelium endet mit dem Missionsbefehl (Matthäus 28.16-20), in dem Jesus seinen Jüngern seine letzten Anweisungen gibt, aber er spricht nicht von seiner Himmelfahrt.
Evangelium nach Markus: Die älteste Fassung des Markusevangeliums enthält den Bericht von der Himmelfahrt nicht. In den später hinzugefügten zusätzlichen Versen (Markus 16.19-20) wird jedoch erwähnt, dass Jesus in den Himmel aufgenommen wurde und sich zur Rechten Gottes setzte.
Evangelium nach Johannes: Johannes beschreibt die Himmelfahrt Jesu nicht unmittelbar. Der Messias Jesus spielt jedoch in den an seine Jünger gerichteten Reden mehrfach auf seine Rückkehr zum Vater an (Johannes 20.17).
Nach der Apostelgeschichte (Apostelgeschichte 1.9-11) und dem Evangelium nach Lukas (Lukas 24.50-53) ist der Messias Jesus also vierzig Tage nach seiner Auferstehung in den Himmel aufgefahren. Hier eine Zusammenfassung dessen, was uns die Evangelien sagen:
Ort: Die Himmelfahrt fand auf dem in der Nähe von Jerusalem statt.
Zeugen: Die Apostel waren anwesend und wurden Zeugen dieses Ereignisses.
Verheißung des Heiligen Geistes: Vor seiner Auffahrt verhieß der Messias Jesus das Kommen des Heiligen Geistes, um die Jünger zu leiten und zu stärken.
Letzte Anweisungen: Der Messias Jesus gab seinen Aposteln Anweisungen und forderte sie auf, von seinem Leben und seinen Lehren „bis an die Enden der Erde“ Zeugnis abzulegen.
Auffahrt: Der Messias Jesus wurde emporgehoben, und eine Wolke entzog ihn den Blicken der Apostel.
Engel: Zwei Männer in (oft als Engel gedeutet) erschienen und beruhigten die Apostel mit den Worten, Jesus werde auf dieselbe Weise wiederkommen, wie er in den Himmel aufgefahren sei.
In Wirklichkeit wird das Ereignis der Himmelfahrt nur von Lukas berichtet, sowohl in seinem Evangelium als auch in seinem Buch der Apostelgeschichte.
Die Himmelfahrt symbolisiert die Verherrlichung des Messias Jesus und markiert seine Rückkehr zu Gott, dem Vater. Sie ist auch ein Schlüsselmoment, denn sie bereitet das Kommen des Heiligen Geistes an Pfingsten vor, das von den Christen als der offizielle Beginn der Kirche gefeiert wird.
X. Die Unterschrift Gottes
Die Auferstehung ist die göttliche Bestätigung, dass das Werk des Messias Jesus vollständig vollbracht ist. Sie ist daher nicht mit der des Kindes aus dem Dorf Nain oder des Lazarus vergleichbar. Der Meister ist nicht mehr dazu bestimmt, ein irdisches Leben fortzusetzen, sondern zu zeigen, dass seine Sendung vollständig erfüllt wurde. Er hat den Tod besiegt.
Für alle diese treuen Zeugen bestand die Versuchung darin, ihren Herrn so wiederzufinden, wie er früher war. Sie hätten gern jene wunderbaren Augenblicke der Gemeinschaft noch einmal erlebt, als sie das Evangelium in der Gegend von Kapernaum verkündigten.
Dieser Abschnitt ist nun abgeschlossen, und eine neue Zukunft öffnet sich vor ihnen mit einem anderen Tröster, dem Heiligen Geist. In diesen Tagen übergibt der Messias Jesus den Staffelstab an dieses neue Team.
Nichts ist zu Ende, alles beginnt.
XI. Vorschlag einer Chronologie der Ereignisse
Chronologische Harmonisierung der Berichte von der Auferstehung
Die Berichte von der Auferstehung des Messias Jesus gehören zu den komplexesten Abschnitten der Evangelien. Jeder Autor wählt bestimmte Einzelheiten entsprechend seinem theologischen und erzählerischen Ziel aus, ohne eine erschöpfende Chronologie Minute für Minute liefern zu wollen. Eine isolierte Lektüre kann daher den Eindruck von Widersprüchen erzeugen. Werden dagegen alle Texte in eine stimmige Reihenfolge gebracht, werden die Berichte komplementär.
Ziel dieser Studie ist es, eine plausible chronologische Rekonstruktion der Ereignisse am Morgen der Auferstehung vorzuschlagen.
1. Die Frauen bereiten nach dem Sabbat die Salben vor
Nach der wöchentlichen Ruhe am bereiten mehrere Frauen Salben zu, um die Totenpflege am Leib Jesu zu vollenden.
(Markus 16.1) ; (Lukas 23.55-56)
Die Synoptiker betonen diese Vorbereitung, während Johannes daran erinnert, dass Nikodemus bei der Grablegung bereits eine große Menge an Wohlgerüchen gebracht hatte (Johannes 19.39-40). Die Frauen kommen also nicht unbedingt, um eine erste vollständige Bestattung vorzunehmen, sondern wahrscheinlich, um ein in Eile vor dem vollzogenes Begräbnis zu vervollständigen oder zu ehren.
2. Sehr früh am Morgen gehen mehrere Frauen zum Grab
Die Frauen verlassen Jerusalem, bevor die Sonne ganz aufgegangen ist.
Die verwendeten Ausdrücke widersprechen sich nicht:
„als es noch dunkel war“ (Johannes 20.1) beschreibt wahrscheinlich ihren Aufbruch;
„beim Aufgang der Sonne“ (Markus 16.2) entspricht ihrer allmählichen Ankunft am Grab.
Johannes konzentriert sich hauptsächlich auf Maria Magdalena, während die Synoptiker mehrere Frauen erwähnen.
3. Ein Erdbeben ereignet sich, und ein Engel wälzt den Stein weg
Matthäus berichtet von einem spektakulären Ereignis:
„Und siehe, es geschah ein großes Erdbeben; denn ein kam vom Himmel herab, trat hinzu, wälzte den Stein weg und setzte sich darauf“ (Matthäus 28.2).
Dieser Text sagt nicht ausdrücklich, dass die Frauen dieser Szene beiwohnten. Matthäus kann einfach ein Ereignis erzählen, das sich vor ihrer Ankunft zutrug.
Markus, Lukas und Johannes beschreiben, wie die Frauen den Stein bereits weggewälzt vorfinden (Markus 16.4); (Lukas 24.2); (Johannes 20.1).
Die Soldaten sind entsetzt:
(Matthäus 28.4)
Dann verlassen sie wahrscheinlich den Ort, bevor die Frauen das Grab betreten.
4. Maria Magdalena sieht den weggewälzten Stein und geht sofort wieder
Johannes beschreibt hier eine sehr rasche Reaktion der Maria:
„Sie lief zu Simon Petrus und zu dem anderen Jünger“ (Johannes 20.2).
Als Maria das offene Grab sieht, schließt sie sofort, dass der Leichnam fortgebracht wurde:
„Sie haben den Herrn aus dem Grab genommen“ (Johannes 20.2).
In diesem Stadium:
hat sie das Grab wahrscheinlich noch nicht betreten;
hat sie die Engel noch nicht gesehen;
weiß sie nichts von der Auferstehung.
Johannes verfolgt besonders den persönlichen Weg der Maria Magdalena, während sich die Synoptiker mehr für die Gruppe der Frauen interessieren, die vor Ort geblieben ist.
5. Die anderen Frauen betreten das Grab
Während Maria weggeht, um die Jünger zu benachrichtigen, bleiben die anderen Frauen in der Nähe des Grabes.
Sie betreten dann das Grab:
(Markus 16.5)
(Lukas 24.3-4)
Markus spricht von:
„einem jungen Mann, der mit einem weißen Gewand bekleidet war“.
Lukas erwähnt:
„zwei Männer in glänzenden Kleidern“.
Matthäus spricht von:
„einem “.
Diese Beschreibungen ergänzen sich:
die Engel erscheinen in menschlicher Gestalt;
ein Autor kann nur die Hauptperson erwähnen;
Lukas fügt lediglich eine zahlenmäßige Präzisierung hinzu.
Dasselbe Phänomen gibt es in anderen Berichten der Evangelien.
6. Die Engel verkünden die Auferstehung
Die Frauen empfangen dann die zentrale Botschaft:
„Er ist nicht hier, denn er ist auferstanden“ (Matthäus 28.6).
Siehe auch:
(Markus 16.6-7)
(Lukas 24.5-7)
Die Engel bitten die Frauen, hinzugehen und die Jünger zu benachrichtigen.
7. Die Frauen verlassen das Grab mit Furcht und Freude
Die Reaktionen sind vielfältig:
Furcht;
Entsetzen;
Freude;
Unverständnis.
(Matthäus 28.8)
(Markus 16.8)
(Lukas 24.9)
Markus betont besonders ihren Schockzustand:
„Sie sagten niemandem etwas, denn sie fürchteten sich“ (Markus 16.8).
Dieser Satz bedeutet nicht, dass sie endgültig schwiegen, da die anderen Evangelien klarstellen, dass sie den Jüngern die Nachricht danach verkündeten. Markus beschreibt lediglich ihre unmittelbare Reaktion beim Verlassen des Ortes.
8. Petrus und Johannes laufen zum Grab
Nach dem Zeugnis der Maria Magdalena:
(Johannes 20.2)
Petrus und Johannes eilen zum Grab:
(Johannes 20.3-10)
(Lukas 24.12)
Sie entdecken:
die dort liegenden Leinentücher;
das Schweißtuch, getrennt zusammengefaltet.
Johannes hebt hervor, dass das Grab nicht wie der Schauplatz eines überstürzten Diebstahls aussieht.
9. Maria kehrt zum Grab zurück und sieht die Engel
Nachdem Petrus und Johannes gegangen sind, bleibt Maria allein beim Grab:
(Johannes 20.11)
Erst jetzt sieht sie zwei Engel:
(Johannes 20.12-13)
Das bestätigt, dass sie wahrscheinlich bei der zuvor in den Synoptikern beschriebenen Engelsbotschaft nicht dabei war.
10. Jesus erscheint Maria Magdalena
Maria wendet sich um und sieht Jesus, ohne ihn sogleich zu erkennen:
(Johannes 20.14-16)
Diese persönliche Erscheinung erklärt, warum Johannes dem Zeugnis der Maria einen so wichtigen Platz einräumt.
Markus erwähnt diese Erscheinung ebenfalls:
11. Jesus erscheint den anderen Frauen
(Markus 16.9)
Matthäus berichtet anschließend von einer Erscheinung vor den anderen Frauen:
(Matthäus 28.9-10)
Jesus bittet auch sie, die Jünger zu benachrichtigen.
Es ist möglich, dass diese Erscheinung auf ihrem Rückweg nach Jerusalem stattfand.
12. Die Wachen berichten den Behörden von den Ereignissen
Die Soldaten gehen und unterrichten die Hohepriester:
(Matthäus 28.11-15)
Dann wird eine offizielle Version erfunden:
die Jünger hätten den Leichnam gestohlen, während die Wachen schliefen.
Matthäus antwortet damit auf einen Vorwurf, der unter manchen Juden bereits die Runde machte.
13. Jesus erscheint den Jüngern von Emmaus
Später am selben Tag:
(Lukas 24.13-35)
(Markus 16.12-13)
Zwei Jünger verlassen Jerusalem in Richtung Emmaus.
Jesus erklärt ihnen die Schriften, ohne sogleich erkannt zu werden.
14. Jesus erscheint den in Jerusalem versammelten Jüngern
Am selben Abend:
(Lukas 24.36-49)
(Johannes 20.19-23)
Thomas ist abwesend:
(Johannes 20.24-25)
Acht Tage später erscheint Jesus erneut, diesmal im Beisein des Thomas:
Schlussfolgerung
(Johannes 20.26-29)
Die Berichte von der Auferstehung weisen keine unvereinbaren Widersprüche auf, sondern ergänzende Zeugnisse, die von mehreren Zeugen und aus verschiedenen Blickwinkeln stammen.
Die Schwierigkeit rührt im Wesentlichen daher, dass:
die Autoren nicht alle dieselben Episoden erzählen;
sich mehrere Gruppen und Wege kreuzen;
manche Ereignisse zusammengefasst sind;
Johannes besonders Maria Magdalena folgt;
die Synoptiker oft die Gruppe der Frauen bevorzugen.
Eine stimmige chronologische Harmonisierung erlaubt es, auf natürliche Weise zu erklären:
warum Maria noch an eine Entwendung des Leichnams glauben konnte;
warum manche Berichte von einem Engel sprechen und andere von zweien;
warum die Frauen manchmal zu schweigen scheinen und manchmal die Nachricht sofort verkünden;
warum die Berichte verschiedene Einzelheiten betonen, ohne sich zu widersprechen.
Schlussfolgerung
Wir stellen fest, dass sich die Auferstehung des Messias Jesus zum Beispiel von der des Lazarus unterscheidet. Dieser kehrte ohne jede Veränderung ins Leben zurück.
Beim Meister ist das nicht der Fall: Obwohl er ins Leben zurückgekehrt war, war er anders. Die Reaktion der vielen Zeugen bestätigt es. Er aß mindestens dreimal mit seinen Freunden, besaß aber die Fähigkeit, zu verschwinden und an einem anderen Ort wieder zu erscheinen.
Seine schweren Wunden sind schon nach nur drei Tagen nur noch Narben. Er spricht und erklärt einige Punkte, die Jünger können ihn berühren, aber er lebt nicht mehr mit ihnen.
Die Wirklichkeit ist einfach, aber für diese Jünger schwer anzunehmen. Der Messias Jesus ist nicht dazu bestimmt, wieder mit ihnen zu leben. Diese gesegnete Zeit ist vorbei.
Diese Situation während dieser 40 Tage ist eine Machtübergabe. Die Auferstehung des Meisters ist die Verkündigung seines Sieges. So wie er die Menge mit fast nichts gespeist hat, werden auch sie nun noch größere Menschenmengen allein mit ihrem Zeugnis sättigen.
Der Messias Jesus kommt nur vorbei, er kehrt zum Vater zurück, die Aufgabe ist endlich vollbracht und die Ablösung steht bereit.
Ein Titel, eine Person, ein Ort, eine Bibelstelle („Lukas 15“)…
Bibelstelle
INF300
Hinweis
INF300 - Ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem Vater
Ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem Vater
Les paroles de Jésus adressées à Marie de Magdala : « Ne me retiens pas, car je ne suis pas encore monté vers mon Père » (Johannes 20.17) semblent, à première vue, difficiles à concilier avec la promesse faite au brigand crucifié à ses côtés : « Je te le dis en vérité, aujourd'hui, tu seras avec moi dans le paradis » (Lukas 23.43). Plusieurs explications ont été proposées afin d'harmoniser ces deux déclarations.
Die erste Beobachtung besteht darin, dass die verwendeten Ausdrücke nicht identisch sind. Bei Lukas spricht Jesus vom „Paradies“, während er bei Johannes von seinem Aufstieg zum Vater spricht. Nun stellt das Neue Testament diese beiden Wirklichkeiten nicht notwendigerweise als völlig gleichbedeutend dar. Paulus selbst sagt, er sei „entrückt worden bis in den dritten Himmel“, und fügt dann hinzu, er sei „in das Paradies entrückt worden“ (2. Korinther 12.2-4). Auch die Offenbarung stellt das Paradies in Beziehung zur Gegenwart Gottes (Offenbarung 2.7), ohne zu präzisieren, ob diese Wirklichkeit bereits die endgültige Vollendung des Reiches einschließt.
Eine zweite Schwierigkeit liegt in der Zeichensetzung von Lukas 23.43. Da die alten griechischen Handschriften keine Satzzeichen enthalten, haben einige vorgeschlagen, zu verstehen: „Ich sage dir heute: Du wirst mit mir im Paradies sein.“ Diese Lesart, die namentlich von mehreren Autoren vertreten wird, die der Lehre vom Seelenschlaf zugetan sind, verschiebt die Erfüllung der Verheißung auf den Zeitpunkt der künftigen Auferstehung. Sie erlaubt es, jeden Widerspruch zu Johannes 20.17 zu vermeiden. Die Mehrheit der Exegeten hält jedoch die Formulierung für die natürlichste, die von den meisten modernen Übersetzungen gewählt wird: „Heute wirst du mit mir im Paradies sein.“
Behält man diese traditionelle Zeichensetzung bei, so lassen sich dennoch mehrere Gesichtspunkte anführen, die die Schwierigkeit lösen. Johannes 20.17 sagt nämlich nicht, dass Jesus noch nicht im Paradies gewesen sei, sondern dass er noch nicht zum Vater aufgefahren sei. Der Ausdruck „aufsteigen“ verweist wahrscheinlich auf die herrliche und endgültige Himmelfahrt Christi zum Vater (Apostelgeschichte 1.9-11), ein Ereignis, das erst vierzig Tage nach der Auferstehung eintreten sollte (Apostelgeschichte 1.3). So kann Jesus mit dem Räuber im Paradies gewesen sein, ohne seine endgültige Himmelfahrt schon vollzogen zu haben.
Diese Unterscheidung zwischen Auferstehung und Himmelfahrt zeigt sich auch in den Worten an Maria. Jesus sagt nicht: „Ich bin noch nicht zum Vater gegangen“, sondern: „Ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem Vater“ (Johannes 20.17). Das verwendete Verb deutet eher auf eine herrliche und bleibende Erhöhung als auf eine bloße Gegenwart bei Gott hin.
Andere Stellen scheinen in dieselbe Richtung zu weisen. Vor seinem Tod hatte Jesus angekündigt, dass er zum Vater zurückkehren werde (Johannes 16.28). Nach seiner Auferstehung blieb er noch vierzig Tage bei seinen Jüngern, bevor er sichtbar auffuhr (Apostelgeschichte 1.3). Schließlich stellt der Verfasser des Hebräerbriefs den verherrlichten Christus als jemanden dar, der nach Vollendung seines Opfers in das himmlische Heiligtum eingegangen ist (Hebräer 9.11-12; Hebräer 9.24).
Ein anderer Ansatz besteht darin anzunehmen, dass Jesus und der Räuber von ihrem Tod an einen seligen Zustand in der Gegenwart Gottes teilten, ohne dass dies schon der endgültigen Vollendung des Reiches oder der herrlichen Himmelfahrt Christi entspräche. Dieses Verständnis stimmt mit den Stellen überein, in denen Paulus seinen Wunsch äußert, „aufzubrechen und bei Christus zu sein“ (Philipper 1.23), oder erklärt, dass das Verlassen dieses Leibes bedeute, „daheim bei dem Herrn zu sein“ (2. Korinther 5.8).
Schließlich sind manche Ausleger, die den bewusstlosen Schlaf der Toten vertreten, der Ansicht, dass die beiden Aussagen im Licht der künftigen Auferstehung zu verstehen seien. Sie betonen, dass die Haupthoffnung des Neuen Testaments die Auferstehung der Toten und die Wiederkunft Christi bleibt (Johannes 5.28-29; 1. Korinther 15.20-23; 1. Thessalonicher 4.13-17). Aus dieser Sicht wäre die dem Räuber gegebene Verheißung gewiss, ihre tatsächliche Erfüllung träte aber erst am Tag der Auferstehung ein.
Wie auch immer man sich entscheidet: Diese beiden Aussagen sind nicht notwendigerweise widersprüchlich. Sie zeugen vielmehr von der Schwierigkeit, die den biblischen Autoren begegnet, Wirklichkeiten zu beschreiben, die die menschliche Erfahrung übersteigen. Dagegen laufen sie in einem wesentlichen Punkt zusammen: Der Tod hat nicht das letzte Wort behalten. Dank dem Sieg Christi bleibt die Hoffnung der Gläubigen auf der Gemeinschaft mit ihrem Herrn und auf der Gewissheit der künftigen Auferstehung gegründet (Johannes 11.25-26; 1. Korinther 15.54-57).
INF080
Hinweis
INF080 - Die Nouvelle Édition de Genève 1996
Die Nouvelle Édition de Genève 1996
La Nouvelle Édition de Genève (NEG) 1996 est une version révisée de la traduction de Louis Segond, destinée à moderniser et à affiner la version précédente de 1979. Voici quelques points clés sur cette révision :
Hintergrund und Ziele
Sprachliche Modernisierung: Die Überarbeitung von 1996 will die verwendete Sprache aktualisieren, damit sie für heutige Leser verständlicher und flüssiger wird. Einbeziehung neuer Erkenntnisse: Sie berücksichtigt die Entdeckungen und Fortschritte der Textkritik seit dem Erscheinen der vorherigen Fassung von 1979. Größere Klarheit: Eines der Hauptziele war es, die Klarheit und Lesbarkeit des Textes zu verbessern, indem manche Ausdrücke vereinfacht und gebräuchlichere Begriffe verwendet wurden.
Hauptmerkmale
Treue zu den Urtexten: Die NEG 1996 stützt sich auf die zuverlässigsten alten Handschriften, um eine genaue und treue Übersetzung zu gewährleisten. Sprachliche Überarbeitung und Aktualisierung: Die Sprache wurde überprüft, um den heutigen französischen Sprachgebrauch besser widerzuspiegeln und dabei den Reichtum und die Tiefe des biblischen Textes zu bewahren. Anmerkungen und Verweise: Die Ausgabe enthält oft erläuternde Anmerkungen und Querverweise, die das Verständnis und das Studium der Schrift erleichtern.
Bedeutung
Weite Verbreitung: Die NEG 1996 wird in den französischsprachigen protestantischen Kreisen weithin verwendet, besonders für das Bibelstudium und das persönliche Lesen. Zugänglichkeit: Dank ihrer modernisierten Sprache ist sie einem breiteren Publikum zugänglich, auch den neuen Generationen von Lesern.
La Nouvelle Édition de Genève 1996 est donc une version importante qui a permis de maintenir la pertinence de la traduction de Louis Segond tout en répondant aux besoins des lecteurs modernes.
INF143
Hinweis
INF143 - Les informations de Luc 10.38-42
Les informations de Luc 10.38-42
Au sujet des information de ce texte
Ce passage de Luc 10.38–42 met en lumière deux attitudes face à la présence de Jésus : celle de Marthe, active et préoccupée par le service, et celle de Marie, attentive et centrée sur l’écoute du Maître.
Sens spirituel et enseignement
Marthe représente l’engagement dans les tâches concrètes, le souci de bien faire, mais aussi la tentation de se laisser submerger par l’agitation et les responsabilités.
Marie, en s’asseyant aux pieds de Jésus, incarne l’attitude contemplative, l’écoute profonde, et la priorité donnée à la parole divine.
La réponse de Jésus ne condamne pas le service de Marthe, mais souligne que l’essentiel, « la bonne part », est de se nourrir spirituellement, de se centrer sur sa présence et son enseignement.
Theologische Deutung
Ce texte invite à réévaluer nos priorités : dans une vie souvent remplie d’activités, il rappelle que la relation avec Dieu ne doit pas être négligée.
Il enseigne que l’intimité avec le Christ est une source de paix et de stabilité, et qu’elle ne peut être remplacée par le seul activisme religieux ou social.
Marie « a choisi la bonne part » : cela suggère que le choix spirituel est personnel, libre, et précieux, et qu’il porte des fruits durables.
Application personnelle
Dans nos vies modernes, sommes-nous plus souvent comme Marthe ou comme Marie ?
Comment trouver un équilibre entre le service actif et le repos dans la présence de Dieu ?
Ce passage nous invite à ralentir, écouter, et nous recentrer sur ce qui nourrit véritablement notre âme.
INF082
Hinweis
INF082 - Die Bible Segond 21 (S21)
Die Bible Segond 21 (S21)
Die Segond 21. Hier einige wesentliche Informationen zu dieser Version:
Hintergrund und Ziele
Erscheinungsjahr: 2007 Modernisierung: Die Segond 21 zielt darauf ab, die Sprache der Übersetzung von Louis Segond zu modernisieren und dabei den hebräischen und griechischen Urtexten weiterhin sehr treu zu bleiben. Klarheit und Zugänglichkeit: Der Schwerpunkt liegt auf der Klarheit und Zugänglichkeit des Textes für heutige Leser.
Hauptmerkmale
Treue zu den Urtexten: Die Segond 21 stützt sich auf die zuverlässigsten alten Handschriften, um eine genaue und treue Übersetzung zu gewährleisten. Sprachliche Überarbeitung: Die Sprache wurde überarbeitet, um den modernen französischen Sprachgebrauch besser widerzuspiegeln und zugleich den Reichtum und die Tiefe des biblischen Textes zu bewahren. Anmerkungen und Verweise: Die Version enthält oft erklärende Anmerkungen und Querverweise, die das Verständnis und das Studium der Heiligen Schrift erleichtern.
Bedeutung
Weite Verbreitung: Die Segond 21 wird in französischsprachigen protestantischen Kreisen weithin verwendet, insbesondere für das Bibelstudium und das persönliche Lesen. Zugänglichkeit: Dank ihrer modernisierten Sprache ist sie einem breiteren Publikum zugänglich, auch den neuen Generationen von Lesern.
Die Segond 21 wurde von einem interdisziplinären Team aus Übersetzern, Sprachwissenschaftlern und Theologen erarbeitet und benötigte etwa 12 Jahre Arbeit bis zur Fertigstellung.
Diese Überarbeitungen zeigen die Entwicklung der Übersetzung von Louis Segond, die sich im Lauf der Zeit an sprachliche Veränderungen und die Bedürfnisse der Leser anpasste.
INF087
Hinweis
INF087 - Der See Genezareth
Der See Genezareth
Der See Genezareth, auch bekannt als Galiläisches Meer, See von Tiberias oder See Kinneret, ist ein bedeutendes Gewässer in Israel, das in den Evangelien mehrfach erwähnt wird. Hier einige wichtige Punkte dazu:
Lage und Geografie
Lage: Der See Genezareth liegt im Norden Israels, in Galiläa, in der Nähe der Golanhöhen. Er befindet sich etwa 200 Meter unter dem Meeresspiegel und ist damit einer der am tiefsten gelegenen Süßwasserseen der Welt. Abmessungen: Der See ist etwa 21 Kilometer lang und 13 Kilometer breit und hat eine Fläche von 166 km². Seine maximale Tiefe beträgt etwa 43 Meter.
Namen und Bedeutungen
Galiläisches Meer: Dieser Name wird im Neuen Testament häufig verwendet. See von Tiberias:So benannt nach der Stadt Tiberias, die an seinem Westufer liegt. See Kinneret: Abgeleitet vom hebräischen „Kinneret“ (was „Harfe“ bedeutet), wegen der Form des Sees, die einer antiken Harfe ähnelt.
Biblische Bedeutung
Dienst Jesu: Der See Genezareth ist ein zentraler Ort im Dienst des Messias Jesus. Viele Wunder und Lehren Jesu geschahen rund um diesen See, insbesondere das Wandeln auf dem Wasser (Matthäus 14.22-33), die Stillung des Sturms (Markus 4.35-41) und der wunderbare Fischfang (Lukas 5.1-11). Berufung der Jünger: Die ersten Jünger des Messias Jesus, wie Petrus, Andreas, Jakobus und Johannes, waren Fischer, die auf diesem See arbeiteten. Wunder und Lehren: Der See ist der Schauplatz vieler Wunder und Lehren Jesu, die seine Macht über die Natur und seine Beziehung zu seinen Jüngern veranschaulichen.
Historische und kulturelle Bedeutung
Lokale Wirtschaft: Der See Genezareth war schon immer eine wichtige Lebensgrundlage für die einheimischen Fischer und Landwirte. Tourismus und Pilgerreisen: Heute ist der See ein Touristenziel und ein Wallfahrtsort für Christen aus aller Welt, die von den biblischen Stätten und den landschaftlichen Schönheiten der Region angezogen werden.
Ökologie und Umwelt
Artenvielfalt:
Der See beherbergt eine Vielzahl von Meereslebewesen und Zugvögeln, was die Region zu einem reichen und vielfältigen Ökosystem macht. Ökologische Herausforderungen:
Wie viele Gewässer steht auch der See Genezareth vor ökologischen Herausforderungen, insbesondere in Bezug auf die Wasserwirtschaft und die Umweltverschmutzung.
Israel hat ein Projekt ins Leben gerufen, um den See Genezareth (auch bekannt als See von Galiläa oder Tiberiassee) mit entsalztem Wasser aufzufüllen. Dieses Projekt zielt darauf ab, den Wasserstand des Sees zu erhalten, der durch jahrelange Dürre, unregelmäßige Niederschläge und Wasserumleitungen beeinträchtigt wurde.
Das entsalzte Wasser stammt aus dem Mittelmeer und wird über eine spezielle Leitung zum See transportiert. Es handelt sich um eine einzigartige Initiative, um eine nachhaltige Wasserquelle für die Region zu sichern.
Zusammenfassend ist der See Genezareth ein Ort von großer geografischer, historischer, kultureller und biblischer Bedeutung, der in vielen Berichten der Evangelien eine zentrale Rolle spielt und weiterhin ein bedeutender Ort für Pilger und Touristen ist.
INF299
Hinweis
INF299 - Rühre mich nicht an
Rühre mich nicht an
Die Worte Jesu an Maria von Magdala: „Rühre mich nicht an“ oder „Halte mich nicht fest“ (Johannes 20.17) haben im Lauf der Geschichte des Christentums zahlreiche Auslegungen hervorgerufen. Der griechische Text verwendet das Verb haptomai, das ebenso „berühren“ wie „sich an etwas heften“, „sich an etwas klammern“ oder „festhalten“ bedeuten kann. Deshalb geben mehrere moderne Übersetzungen diesen Ausdruck wieder mit: „Halte mich nicht fest.“
Die erste Beobachtung ist, dass Jesus nicht jeden körperlichen Kontakt untersagt. Einige Verse weiter lädt er Thomas ein, seine Hände und seine Seite zu berühren, um dessen Unglauben zu überwinden (Johannes 20.27). Matthäus berichtet außerdem, dass die anderen Frauen seine Füße umfassten und sich vor ihm niederwarfen, ohne dass Jesus sie daran hinderte (Matthäus 28.9). Es erscheint daher wenig wahrscheinlich, dass Jesus hier jeden körperlichen Kontakt mit seinem auferstandenen Leib untersagt.
Le contexte immédiat fournit une indication importante. Marie vient de retrouver son Maître après avoir cru son corps disparu. Il est vraisemblable qu'elle cherche à prolonger cette rencontre et à conserver auprès d'elle celui qu'elle pensait avoir perdu. Jésus lui fait alors comprendre que sa présence parmi ses disciples ne sera plus de la même nature qu'auparavant. Son œuvre terrestre est achevée et son retour auprès du Père est désormais proche : « Car je ne suis pas encore monté vers mon Père ; mais va trouver mes frères, et dis-leur que je monte vers mon Père et votre Père » (Johannes 20.17).
Aus dieser Sicht könnte der Ausdruck so verstanden werden: „Versuche nicht, mich bei dir festzuhalten“ oder „Klammere dich nicht an mich.“ Maria muss lernen, dass die Beziehung zum Auferstandenen nicht mehr auf seiner dauernden körperlichen Gegenwart beruhen wird, sondern auf dem Glauben. Jesus hatte seine Jünger auf diese neue Stufe bereits vorbereitet, indem er seinen Weggang und die Sendung des Heiligen Geistes ankündigte (Johannes 14.16-18; Johannes 16.7).
Manche Ausleger haben in diesen Worten auch eine Aufforderung gesehen, in der Bewegtheit der Begegnung keine Zeit zu verlieren, denn eine dringende Aufgabe erwartet Maria: den Jüngern zu verkünden, dass Jesus lebt. Tatsächlich vertraut Jesus ihr unmittelbar nach dieser Äußerung eine besondere Verantwortung an: „Geh zu meinen Brüdern“ (Johannes 20.17). So wird Maria die erste Botin der Auferstehung (Johannes 20.18).
Eine andere, ältere Auslegung stellt eine Parallele zum Hohenpriester her, der im Alten Bund nach dem dargebrachten Opfer allein in das Allerheiligste eintreten musste (3. Mose 16.15-17). Nach dieser symbolischen Lesart hätte Jesus, der wahre Hohepriester (Hebräer 4.14; Hebräer 9.11-12), seinen Eintritt in die Gegenwart des Vaters noch nicht vollendet. Diese Erklärung bleibt jedoch spekulativer und wird vom Text des Johannes nicht ausdrücklich entfaltet.
Im Zusammenhang der Erzählung erscheint daher die Übersetzung „Halte mich nicht fest“ als die natürlichste. Jesus weist weder die Zuneigung noch die Ehrerbietung der Maria von Magdala zurück. Er lehrt sie einfach, dass eine neue Stufe beginnt. Die Gemeinschaft mit dem Auferstandenen wird nicht mehr auf der täglichen körperlichen Nähe beruhen, sondern auf dem Glauben und auf der Gegenwart des Heiligen Geistes (Johannes 14.23; 2. Korinther 5.7).
So sind diese Worte kein Zeichen von Distanz oder Ablehnung gegenüber Maria von Magdala. Im Gegenteil, sie werden an die gerichtet, die das außergewöhnliche Vorrecht empfing, die erste Zeugin des auferstandenen Christus zu sein (Markus 16.9). Jesus lädt sie ein, die Freude dieser Begegnung in Zeugnis zu verwandeln und den Jüngern den endgültigen Sieg über den Tod zu verkünden (1. Korinther 15.54-57).
INF305
Hinweis
INF305 - Der Ölberg
Der Ölberg
Der Ölberg ist einer der wichtigsten Orte der biblischen Geografie. Er liegt östlich von Jerusalem und ist von der Stadt durch das Kidrontal getrennt (2. Samuel 15.30 ; Johannes 18.1). Sein Name stammt von den vielen Ölbäumen, die einst seine Hänge bedeckten.
Geografische Lage
Der Ölberg bildet einen langen, von Norden nach Süden verlaufenden Höhenzug, der sich auf etwa 820 Meter Höhe erhebt, also etwas höher als Jerusalem. Von seinem Gipfel aus genießt man einen bemerkenswerten Ausblick auf die Stadt und auf die Stelle des Tempels.
Sa proximité avec Jérusalem explique pourquoi Jésus et ses disciples s'y rendaient fréquemment (Lukas 21.37). Selon Luc, le lieu de l'ascension se trouvait à une distance d'environ un « chemin de sabbat » de Jérusalem, soit approximativement un kilomètre (Apostelgeschichte 1.12).
Ein Ort, der mit vielen biblischen Ereignissen verbunden ist
Im Alten Testament
David überquerte den Bach Kidron und stieg weinend auf den Ölberg, als er vor seinem Sohn Absalom floh (2. Samuel 15.30).
Der Prophet Hesekiel beschreibt, wie die Herrlichkeit Gottes Jerusalem verlässt und auf dem Berg östlich der Stadt innehält, der gemeinhin mit dem Ölberg gleichgesetzt wird (Hesekiel 11.23).
Le prophète Zacharie annonce qu'au jour du Seigneur, les pieds de l'Éternel se poseront sur le mont des Oliviers (Sacharja 14.4).
Im Leben des Messias Jesus
Der Ölberg nimmt in den Evangelien einen besonderen Platz ein:
Jesus hält sich dort häufig auf (Lukas 22.39);
er betrachtet Jerusalem und weint über die Stadt (Lukas 19.41-44);
dort hält er die endzeitliche Rede über das Ende der Zeiten (Matthäus 24.3 ; Markus 13.3);
er verbringt auf diesem Berg seine Nächte in den letzten Tagen vor seinem Tod (Lukas 21.37);
am Fuß des Berges liegt der Garten Gethsemane, wo er vor seiner Verhaftung betet (Matthäus 26.36 ; Lukas 22.39-46);
ebenfalls aus der Gegend von Betanien, am Osthang des Berges, segnet er seine Jünger und fährt in den Himmel auf (Lukas 24.50-51 ; Apostelgeschichte 1.9-12).
Der Ölberg und die Himmelfahrt
Die Apostelgeschichte berichtet, dass die Jünger nach der Himmelfahrt „von dem Berg, der Ölberg genannt wird“, nach Jerusalem zurückkehrten (Apostelgeschichte 1.12). Lukas erläutert in seinem Evangelium, dass Jesus sie bis in die Nähe von Betanien führte, bevor er sie verließ (Lukas 24.50).
Diese beiden Angaben sind durchaus miteinander vereinbar, denn Betanien liegt am Osthang des Ölbergs, etwa drei Kilometer von Jerusalem entfernt (Johannes 11.18).
Eine prophetische Dimension
Pour plusieurs interprètes, le choix du mont des Oliviers comme lieu de l'ascension n'est probablement pas fortuit. Le prophète Zacharie annonçait déjà qu'au jour de l'Éternel, celui-ci se tiendrait sur cette montagne (Sacharja 14.4). Ainsi, le lieu depuis lequel Jésus quitte ses disciples pourrait également être celui associé à son retour glorieux, conformément à la parole des anges :
„Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt in den Himmel auffahren sehen“ (Apostelgeschichte 1.11).
So erscheint der Ölberg als ein Ort voller Geschichte und Symbolik. Er ist zugleich Schauplatz der Leiden des Messias, seiner Lehre über die künftigen Zeiten, seiner Himmelfahrt und, nach mehreren prophetischen Deutungen, des Ortes, der mit seiner künftigen Wiederkunft verbunden ist.
INF353
Hinweis
INF353 - Ein Engel des Herrn
Ein Engel des Herrn
Die Genauigkeit des Lukas: „Aber ein Engel des Herrn öffnete in der Nacht die Türen des Gefängnisses…“ (Apostelgeschichte 5.19) ist sicher kein Zufall. Sie dient mehreren theologischen und historischen Zielen.
Den göttlichen Ursprung der Befreiung hervorheben
Lukas will zeigen, dass die Befreiung der Apostel weder eine geplante Flucht noch das Ergebnis menschlicher Mittäterschaft war. Gott selbst greift durch einen seiner Boten ein. Diese Angabe unterstreicht, dass die religiösen Autoritäten die Diener Gottes zwar einsperren, die Erfüllung seines Willens aber nicht verhindern können (Psalmen 34.8; Psalmen 91.11).
Ein Engel unter vielen
Der Ausdruck ist unbestimmt: „ein Engel“ und nicht „der Engel des Herrn“. Lukas will dieses himmlische Wesen also nicht identifizieren. Seine Identität spielt kaum eine Rolle; wichtig ist sein Ursprung: Er kommt vom Herrn und handelt in dessen Auftrag.
In der Apostelgeschichte werden mehrere Eingriffe von Engeln berichtet:
bei Philippus (Apostelgeschichte 8.26);
bei Kornelius (Apostelgeschichte 10.3);
bei Petrus bei einer weiteren Befreiung (Apostelgeschichte 12.7);
bei Paulus während des Sturms (Apostelgeschichte 27.23-24).
Lukas stellt die Engel somit als Diener Gottes dar, die beauftragt sind, seinem Volk beizustehen (Hebräer 1.14).
Ein anderer Ausdruck als „der Engel des Ewigen“
Im Alten Testament bezeichnet der Ausdruck „der Engel des Herrn“ manchmal eine geheimnisvolle Gestalt, die wie Gott selbst spricht (1. Mose 16.7-13 ; 2. Mose 3.2-6). Einige Theologen sehen darin eine vorinkarnierte Erscheinungsform des Messias.
Lukas gebraucht diese besondere Formel jedoch nicht. Er schreibt einfach „ein Engel des Herrn“, was auf einen gewöhnlichen Engel aus dem himmlischen Hofstaat hindeutet.
Die Botschaft stärker betonen als das Wunder
Bemerkenswert ist, dass der Engel nicht bloß die Türen öffnet. Er gibt einen Befehl:
„Geht hin und tretet im Tempel auf und redet zum Volk alle Worte dieses Lebens“ (Apostelgeschichte 5.20).
So ist das Wunder kein Selbstzweck. Gott befreit die Apostel nicht, um ihnen ein bequemeres Dasein zu sichern, sondern damit sie ihren Auftrag fortsetzen. Dieser Gedanke begegnet später wieder bei der Befreiung des Petrus (Apostelgeschichte 12.7-11) und bei der von Paulus und Silas in Philippi (Apostelgeschichte 16.25-34).
Ein Gegensatz zu den religiösen Autoritäten
Der Hohepriester und der Sanhedrin verfügen über menschliche Macht; die Apostel hingegen werden von den himmlischen Heerscharen gestützt. Lukas stellt somit einen Gegensatz zwischen den irdischen Mächten und der höchsten Autorität Gottes her (Psalmen 2.1-4 ; Apostelgeschichte 4.29-31).
Letztlich zielt die Formel „ein Engel des Herrn“ weniger darauf, die Neugier des Lesers auf die Identität dieses himmlischen Boten zu stillen, als daran zu erinnern, dass die junge Kirche unter dem Schutz und der Leitung Gottes selbst voranschreitet. Lukas lenkt die Aufmerksamkeit nicht auf den Engel, sondern auf den Herrn, der ihn sendet.
INF380
Hinweis
INF380 - Die jüdischen Autoritäten
Die jüdischen Autoritäten
Les autorités qui ordonnent l'arrestation de Pierre et Jean en Apostelgeschichte 4.1-3 constituent un ensemble de responsables religieux particulièrement influents. Luc mentionne trois groupes distincts : les sacrificateurs, le commandant du Temple et les sadducéens. Leur intervention permet de mieux comprendre les rapports de force qui existaient à Jérusalem au début de l'Église.
1- Die Priester
Les « sacrificateurs » désignent les prêtres qui assuraient le culte quotidien du Temple. Certains appartenaient aux familles sacerdotales les plus influentes et plusieurs siégeaient au Sanhédrin. Leur fonction leur conférait une autorité considérable sur la vie religieuse du peuple.
Der Tempel war der Mittelpunkt des jüdischen Lebens. Zwei Galiläer öffentlich in seinen Vorhöfen lehren, die Menge anziehen und Wunder tun zu sehen, konnte als Infragestellung der eigenen Autorität empfunden werden. Die priesterlichen Führer hatten bereits eine entscheidende Rolle im Prozess gegen Jesus gespielt (Johannes 11.47-53; Johannes 18.13-14) und sahen sich nun mit seinen Jüngern konfrontiert.
2- Der Tempelhauptmann
Luc mentionne également « le commandant du Temple » (Apostelgeschichte 4.1). Il s'agissait probablement du chef de la garde du Temple, personnage très important dans la hiérarchie juive. Selon les sources juives, notamment la Mishna, ce responsable supervisait les lévites chargés de la sécurité et du maintien de l'ordre dans l'enceinte sacrée.
Il ne s'agissait pas d'un officier romain, mais d'un responsable juif. Sa fonction consistait à prévenir tout désordre susceptible d'attirer l'intervention des autorités romaines. Son rang était particulièrement élevé, immédiatement après celui du souverain sacrificateur.
Die Verhaftung von Petrus und Johannes war also keine improvisierte Aktion, sondern eine offizielle Maßnahme der anerkannten Autoritäten des Tempels.
3- Die Sadduzäer
Luc souligne surtout la présence des sadducéens (Apostelgeschichte 4.1-2). Ce groupe était composé en grande partie des familles sacerdotales les plus riches et les plus influentes. Ils entretenaient généralement de bonnes relations avec les autorités romaines afin de préserver leur position privilégiée.
Contrairement aux pharisiens, les sadducéens rejetaient plusieurs doctrines importantes :
die Auferstehung der Toten (Matthäus 22.23);
die Existenz von Engeln und Geistern (Apostelgeschichte 23.8);
certaines traditions orales développées par les pharisiens.
Die apostolische Verkündigung stieß unmittelbar auf ihre Überzeugungen. Zu verkünden, dass Jesus auferstanden war, kam einer Bestätigung genau der Lehre gleich, die sie bekämpften. Es überrascht daher nicht, dass Lukas ihre Verärgerung betont (Apostelgeschichte 4.2).
4- Ein Widerstand, dem Jesus bereits begegnet war
Es ist auffällig, dass dieselben Gruppen, die zur Verurteilung Jesu beigetragen hatten, sich nun seinen Jüngern gegenübersehen. In gewissem Sinn setzen Petrus und Johannes den Dienst ihres Meisters fort und treffen auf dieselben Gegner.
Diese Kontinuität zeigt sich deutlich in den Berichten der Evangelien. Die religiösen Führer hatten versucht, Jesus zum Schweigen zu bringen (Markus 14.53-65); nun versuchen sie, seine Zeugen zum Schweigen zu bringen.
5- Der Hohe Rat im Hintergrund
Bien que le Sanhédrin ne soit pas encore mentionné explicitement en Apostelgeschichte 4.1-3, il se profile déjà derrière cette arrestation. Le lendemain, Pierre et Jean seront effectivement conduits devant cette assemblée suprême (Apostelgeschichte 4.5-6).
Le Sanhédrin était composé d'environ soixante-dix membres, parmi lesquels se trouvaient :
der Hohepriester;
die Ältesten des Volkes;
die Hohenpriester;
die Schriftgelehrten und Gesetzeslehrer;
Vertreter der Parteien der Sadduzäer und der Pharisäer.
Unter der römischen Herrschaft behielt diese Institution eine weitreichende religiöse und richterliche Autorität, auch wenn die Befugnis, ein Todesurteil zu vollstrecken, stark eingeschränkt war.
6- Eine Sorge, mehr als bloße lehrmäßige Feindschaft
Der Widerstand der jüdischen Autoritäten lässt sich nicht allein durch theologische Meinungsverschiedenheiten erklären. Mehrere Umstände mussten sie beunruhigen:
das rasche Wachstum der christlichen Bewegung (Apostelgeschichte 2.41);
der wachsende Einfluss der Apostel auf die Bevölkerung;
die öffentlich vollbrachten Wunder (Apostelgeschichte 4.16);
die Gefahr eines Volksaufruhrs, der ein römisches Eingreifen nach sich ziehen konnte;
die stillschweigende Infragestellung ihrer eigenen religiösen Autorität.
Wenige Wochen zuvor hatten sie wahrscheinlich geglaubt, die Kreuzigung Jesu werde seiner Bewegung endgültig ein Ende setzen. Nun stellen sie überrascht fest, dass seine Jünger sein Werk mit neuer Zuversicht fortführen.
7- Eine erste Konfrontation, die sich wiederholen sollte
Cette arrestation inaugure une longue série d'affrontements entre les autorités juives et les apôtres. Pierre et Jean comparaîtront plusieurs fois devant le Sanhédrin (Apostelgeschichte 4.5-22 ; Apostelgeschichte 5.27-40), Étienne sera condamné à mort (Apostelgeschichte 7.54-60), et Saul de Tarse deviendra l'un des principaux persécuteurs de l'Église avant sa conversion (Apostelgeschichte 8.1-3).
Paradoxerweise trägt dieser Widerstand nur zur Verbreitung des Christentums bei, ganz im Sinne des vom Herrn angekündigten Programms: „Ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde“ (Apostelgeschichte 1.8).
8- Eine interessante Bemerkung
Luc ne mentionne pas ici les pharisiens. Ce silence est probablement significatif. Les principaux adversaires des apôtres dans les premiers chapitres des Actes semblent être les sadducéens et les familles sacerdotales qui contrôlaient le Temple. Les pharisiens, bien qu'opposés au mouvement chrétien sur plusieurs points, apparaissent parfois plus modérés, comme le montrera plus tard l'intervention de Gamaliel (Apostelgeschichte 5.34-39). Cette nuance est importante pour comprendre la diversité du judaïsme du premier siècle.
INF200
Hinweis
INF200 - Un vêtement blanc
Un vêtement blanc
Le vêtement blanc que les chrétiens recevront symbolise la pureté, la justice, la victoire et la participation à la gloire céleste. Il est un signe de transformation spirituelle et d’appartenance au Christ.
Origine biblique du vêtement blanc
Le vêtement blanc apparaît à plusieurs reprises dans la Bible, notamment dans le livre de l’Apocalypse, où il est associé aux croyants fidèles :
_Offenbarung 3.5 : « Celui qui vaincra sera revêtu de vêtements blancs ; je n’effacerai point son nom du livre de vie. »
_Offenbarung 7.13-14 : Les élus sont décrits comme ayant « lavé leurs robes et les ont blanchies dans le sang de l’Agneau ».
_Offenbarung 19.8 : L’Épouse de l’Agneau (l’Église) reçoit un vêtement de fin lin, « symbole des œuvres justes des saints ».
Signification spirituelle
Le vêtement blanc représente :
_La pureté et la sainteté : Il symbolise une vie purifiée du péché par le sacrifice du Christ.
_La justice reçue de Dieu : Ce n’est pas une justice humaine, mais celle que Dieu accorde à ceux qui croient en Jésus.
_La victoire sur le mal : Il est promis à ceux qui « vaincront », c’est-à-dire qui persévèrent dans la foi jusqu’à la fin.
_La résurrection et la gloire : Il évoque l’état glorifié des croyants dans la vie éternelle.
Dans la tradition chrétienne
_Au baptême, les nouveaux chrétiens reçoivent souvent un vêtement blanc, signe de leur nouvelle naissance spirituelle.
_Dans la liturgie, les prêtres portent des vêtements blancs lors des fêtes de résurrection, rappelant la victoire du Christ.
_Dans l’art chrétien, les saints et les anges sont souvent représentés en blanc, reflet de leur état céleste.
Un appel à la préparation
Le vêtement blanc n’est pas seulement un don, c’est aussi un appel à vivre dans la fidélité :
« Heureux ceux qui lavent leurs robes, afin d’avoir droit à l’arbre de vie » (Offenbarung 22.14)
Cela signifie que les croyants sont invités à vivre dans la lumière, à se détourner du péché, et à se préparer pour les noces de l’Agneau.
Ce vêtement blanc est indispensable pour participer aux noces de l’agneau et toute personne qui arriverait à entrer sans ce vêtement, si cela était possible, serait immanquablement chassée dehors
INF095
Hinweis
INF095 - Die Stadt Nain
Die Stadt Nain
Nain ist eine kleine Stadt in Galiläa, die im Neuen Testament nur im Bericht von der Auferweckung des Sohnes der Witwe durch den Messias Jesus erwähnt wird (Lukas 7.11-17). Hier einige wichtige Punkte zu Nain:
Geografische Lage:
Nain liegt südöstlich von Nazareth an den Hängen des Hügels More in Galiläa. Es befindet sich in der Nähe der Stadt Schunem, wo der Prophet Elisa ebenfalls ein Kind auferweckt hatte (2. Könige 4.8-37), was eine interessante Parallele zwischen den beiden Wundern herstellt.
Biblischer Zusammenhang:
Die Stadt wird im Lukasevangelium erwähnt, wo der Messias Jesus am Stadttor einem Trauerzug begegnet. Er erweckt den einzigen Sohn einer Witwe auf und zeigt dabei sein Mitgefühl und seine Macht über den Tod. Dieses Ereignis ruft unter den Zeugen große Furcht und Lobpreis hervor, und die Nachricht verbreitet sich in der ganzen Gegend.
Theologische Bedeutung:
Das Wunder der Auferweckung in Nain ist bedeutsam, weil es das Mitgefühl des Messias Jesus für die Leidenden und seine Macht, Leben zu geben, zeigt. Dass er den einzigen Sohn einer Witwe auferweckte, unterstreicht die Bedeutung der Tat, denn die Witwe wäre ohne wirtschaftliche und soziale Absicherung zurückgeblieben.
Nain im historischen und archäologischen Zusammenhang
Geschichte:Obwohl Nain in der Bibel nur einmal erwähnt wird, bietet es einen wichtigen Rahmen, um die Wunder und die Lehren des Messias Jesus zu verstehen. Archäologie: Die archäologischen Ausgrabungen in der Region Galiläa haben keine bedeutenden Funde ergeben, die speziell Nain betreffen, doch der traditionelle Standort der Stadt ist gut bekannt und wird von Pilgern und Touristen besucht.
INF002
Hinweis
INF002 - Die Pharisäer
Die Pharisäer
Die Pharisäer waren eine bedeutende religiöse und soziale Gruppe im antiken Judentum, besonders in der Zeit des Zweiten Tempels. Hier einige Kernpunkte über sie:
Ursprünge und Geschichte
Origines : Les Pharisiens ont émergé comme un groupe distinct après la révolte des Maccabées, vers 165-160 av. J.-C. Ils étaient souvent considérés comme les descendants spirituels des Hasidéens.
Zeitraum: Sie blühten bis zur Zerstörung des Zweiten Tempels im Jahr 70 n. Chr. Nach diesem Datum bildeten ihre Lehren die Grundlage dessen, was zum rabbinischen Judentum wurde.
Glaube und Praxis
Textes Sacrés : Contrairement aux Sadducéens, qui se concentraient uniquement sur la loi écrite (le Pentateuque), les Pharisiens croyaient en une loi écrite et une loi orale (la Torah orale). Résurrection : Les Pharisiens croyaient en la résurrection des morts et en l'immortalité de l'âme. Rites et Lois : Ils insistaient sur l'importance des traditions orales et des interprétations adaptées aux circonstances contemporaines.
Influence et Héritage Influence : Les Pharisiens ont eu une grande influence sur la liturgie et la pratique religieuse juive. Leurs enseignements ont été incorporés dans la Mishna, une compilation de la tradition orale juive, vers 200 ap. J.-C. Héritage : Après la destruction du Second Temple, les enseignements des Pharisiens ont formé la base du judaïsme rabbinique, qui continue d'influencer le judaïsme moderne.
Die Pharisäer werden im Neuen Testament häufig erwähnt, besonders in den Evangelien und in der Apostelgeschichte, wo sie oft im Konflikt mit Jesus und den anderen religiösen Persönlichkeiten der damaligen Zeit stehen.
Die Pharisäer in der Bibel
Ils constituent le groupe le plus représentatif du judaïsme. Ses membres, originaires du peuple, s’opposent aux compromis, avec l’envahisseur Romain, mais aussi avec l’hellénisme. Nous les voyons plus proches de la population que les sadducéens.
Ils sont cités à cent trois reprises dans le Nouveau Testament, quatre vint treize fois dans les Évangiles, neuf fois dans les Actes des apôtres et une fois dans l’épître aux Philippiens.
Leurs rapports avec le Messie Jésus apparaissent fréquemment tendus, conflictuels. Il les reprendra à certains moments avec des termes violents, comme, « malheur à vous », « hypocrites » ce qui démontre bien cette opposition. Ils n’ont pas accès aux postes de hautes responsabilités, contrôlés par les Romains, et donc réservés aux sadducéens sympathisants, mais forment le groupe le plus important du Sanhédrin.
Ils se considèrent comme les grands défenseurs de la loi de Moïse qu’ils commentent. Leur interprétation devient la règle à suivre pour le peuple. Le Messie Jésus condamnera ces dérives à diverses occasions (Matthäus 23.13-29).
Ils sont souvent en désaccord avec leurs collègues sadducéens sur des points de doctrine tels que la vie éternelle ou les anges. Ils ont ajouté à la Loi écrite de Moïse, des principes oraux, qui leur permettent de contourner ses prescriptions. Jésus ne manquera pas de le signaler (Matthäus 23.23).
Nicodème et Joseph d’Arimathée appartenaient à ce groupe politico-religieux ce qui ne les a pas empêchés de se convertir au christianisme.
INF003
Hinweis
INF003 - Das Sanhedrin
Der Hohe Rat
Der Hohe Rat war eine Schlüsselinstitution im antiken Judentum mit gesetzgebenden, richterlichen und religiösen Aufgaben. Hier einige wesentliche Punkte dazu:
Der Hohe Rat (oder jüdische Sanhedrin) bezeichnet zur Zeit des Zweiten Tempels (ca. 2. Jh. v. Chr. – 70 n. Chr.) die oberste Instanz der religiösen, rechtlichen und zuweilen auch politischen Autorität des Judentums in Judäa.
Wesentliche Punkte
Zusammensetzung und Sitz: traditionell 71 Mitglieder (der Nasi/Präsident, der Av Beit Din/Vizepräsident sowie Richter/Weise). Er tagte in Jerusalem, nahe beim Tempel, wahrscheinlich in einem Saal, der „Halle der behauenen Steine“ genannt wurde.
Compétences : interprétation de la Loi (Torah), fixation de normes religieuses, arbitrage de litiges importants, supervision du calendrier (sanctification des mois et intercalations), validation d’ordonnances communautaires, et, en théorie, jugement des affaires les plus graves. Sous domination romaine, ses pouvoirs pénaux étaient limités.
Historische Quellen: Anklänge daran finden sich in den Evangelien (der Prozess Jesu, der einen jüdischen Rat erwähnt) und vor allem in der rabbinischen Literatur (Mischna, Talmud), die seine ideale Arbeitsweise und seine Verfahrensregeln beschreibt.
Verfahrensweise: Zeugenaussagen wurden von einem Gremium geprüft, hohe Anforderungen an die Glaubwürdigkeit der Zeugen, erforderliches Quorum, Abstimmung beginnend mit den jüngsten Richtern, um den Einfluss der Älteren zu vermeiden, Vorrang des Freispruchs im Zweifelsfall; bei Kapitalverbrechen galten noch strengere Regeln.
Après 70: la destruction du Temple par les Romains met fin au Sanhédrin tel qu’il existait à Jérusalem. Une autorité rabbinique se reconstitue en Galilée (Yavné, puis Ousha, Sepphoris, Tibériade), parfois appelée « Sanhédrin » par analogie, centrée sur l’étude, la halakha et l’organisation communautaire ; elle décline vers le IVe–Ve siècle.
Erbe: Der Hohe Rat symbolisiert das Ideal einer gelehrten kollegialen Autorität im Judentum. Talmudische Traktate (insbesondere Sanhedrin, Makkot) bewahren seine theoretischen Regeln, die das jüdische Rechtsdenken beeinflusst haben. In der Neuzeit wurde der Begriff in Analogie wieder aufgegriffen (z. B. das von Napoleon 1807 einberufene „Große Sanhedrin“), ohne institutionelle Kontinuität zur Antike.
Begriffe
Nasi: Präsident des Hohen Rates; Überlieferungen schreiben diese Rolle Hillel dem Älteren und seinen Nachkommen in der späteren Zeit zu.
Av Beit Din: „Vater des Gerichts“, Stellvertreter des Nasi.
Beit Din: rabbinisches Gericht; im Plural bezeichnet es auch örtliche Gerichte mit 23 Richtern (für schwere Fälle) oder 3 Richtern (für Zivilsachen).
Grenzen und Debatten
Geschichte vs. normatives Ideal: Die talmudischen Beschreibungen vermischen historische Erinnerungen mit rechtlichen Idealmodellen; Historiker diskutieren, wie weit seine Befugnisse in den einzelnen Epochen tatsächlich reichten.
Strafgerichtsbarkeit unter Rom: Die Befugnis, die Todesstrafe zu vollstrecken, ist besonders umstritten; sie war gegen Ende der Epoche wahrscheinlich stark eingeschränkt.
Kurz gesagt: Der Hohe Rat war die höchste gelehrte und richterliche Instanz des Judentums zur Zeit des Zweiten Tempels, mit zentraler Rolle bei der Gesetzesauslegung und dem Zusammenhalt der Gemeinschaft; seine antike Form verschwindet nach 70, doch sein Modell prägt weiterhin die rabbinische Organisation und das jüdische Rechtsdenken.
INF090
Hinweis
INF090 - Die Synagoge
Die Synagoge
Eine Synagoge ist ein Ort des Gottesdienstes, des Lehrens und der Versammlung für die Juden. Hier einige wichtige Punkte, um besser zu verstehen, was eine Synagoge ist:
Hauptaufgaben:
Lieu de prière : La synagogue est utilisée pour la prière communautaire et individuelle. Elle abrite les services religieux réguliers, y compris les prières quotidiennes, le Shabbat et les fêtes juives. Étude et éducation : C'est un centre d'apprentissage où l'on étudie la Torah (les cinq premiers livres de la Bible hébraïque) et d'autres textes sacrés. Les synagogues organisent souvent des cours pour les enfants et les adultes. Rassemblement communautaire :La synagogue sert de lieu de rassemblement pour la communauté juive, offrant un espace pour des événements sociaux, des discussions communautaires et des célébrations.
Architektonische und symbolische Elemente:
Arche sainte (Aron Kodesh) : L'arche sainte est une structure ornée où sont conservés les rouleaux de la Torah. Elle est généralement située à l'avant de la synagogue, orientée vers Jérusalem. Bimah : Une plateforme surélevée d'où l'on lit la Torah et d'autres textes pendant les services. La bimah est souvent située au centre ou à l'avant de la synagogue. Ner Tamid :Une lampe éternelle qui brûle constamment près de l'arche sainte, symbolisant la présence perpétuelle de Dieu.
Aufgaben und wichtige Personen:
Rabbiner: Der Rabbiner ist ein geistlicher Leiter und Lehrer, der die Gottesdienste leitet, Predigten hält und der Gemeinde geistlichen und ethischen Rat gibt. Hazzan (Vorbeter):Der Hazzan leitet die gesungenen Gebete und Hymnen während der Gottesdienste. Gabbai: Eine Person, die für die Organisation der Gottesdienste und die Erledigung der laufenden Angelegenheiten der Synagoge verantwortlich ist.
Arten von Synagogen:
Die Synagogen können sich je nach den religiösen Strömungen innerhalb des Judentums unterscheiden, etwa Orthodoxie, Konservatismus und Reformjudentum, die jeweils ihre eigenen Traditionen und Bräuche haben.
Zusammenfassend ist die Synagoge ein lebenswichtiges Zentrum des religiösen, bildenden und gemeinschaftlichen Lebens der Juden, das einen Raum bietet, in dem Glaube, Kultur und Gemeinschaft einander begegnen.
Der Messias Jesus hat die Synagogen seiner Zeit, die zentralen Orte des jüdischen religiösen Lebens, durch seine Lehre und seine Wunder tief geprägt. Ob er mit unvergleichlicher Vollmacht lehrte oder Menschen heilte, die von unreinen Geistern besessen waren, wie die Berichte in Markus 1.23-28 und Lukas 4.33-37 zeigen: Der Messias Jesus nutzte die Synagogen als Orte der Offenbarung seines Dienstes. An diesen Orten des Gottesdienstes und des Lehrens verkündigte er die gute Botschaft vom Reich Gottes und erwies seine Göttlichkeit durch Taten des Mitgefühls und der Macht; dabei brachte er die religiösen Autoritäten seiner Zeit oft in Verlegenheit durch sein tiefes Verständnis der Schrift und seine Fähigkeit, Wunder zu tun.
INF004
Hinweis
INF004 - Die Römer
Die Römer
Im Jahr 63 v. Chr. fiel der römische Feldherr Pompeius in das Gebiet Israels ein und nahm Jerusalem ein. Dank Julius Caesar wurde das Judentum im Jahr 45 v. Chr. eine erlaubte Religion.
Fünf Jahre später, 40 v. Chr., beendete Kaiser Augustus die hasmonäische Dynastie und ernannte Herodes den Großen, einen Idumäer und somit nicht von königlicher Abstammung, zum König der Juden.
Einige Jahre nach dem Tod Herodes des Großen, im Jahr 6 n. Chr., änderte Rom den Status von Judäa sowie von Samaria und Idumäa (dem biblischen Edom) und machte sie zu römischen Provinzen, die der Verantwortung römischer Prokuratoren unterstellt wurden.
Die Söhne des Herrschers Herodes wurden von der römischen Obrigkeit zu Tetrarchen erhoben und regierten diese verschiedenen Provinzen unter der Aufsicht der Prokuratoren.
Während des Dienstes des Messias Jesus teilten sich somit ein Präfekt, Pontius Pilatus, und ein Tetrarch, Herodes Antipas, die Macht. Die beiden Männer hassten einander bis zu dem Tag, an dem der Messias Jesus verurteilt wurde (Lukas 23.12).
Vierzig Jahre nach der Kreuzigung des Messias Jesus wurde der im Jahr 66 begonnene Aufstand der Juden niedergeschlagen. Titus zerstörte im Jahr 70 den Tempel von Jerusalem, und alles endete mit dem Fall von Masada am 2. Mai 73.
Weitere Aufstände folgten bis zum Jahr 135.
Im Jahr 130 veränderte Kaiser Hadrian erneut den Status des Landes Israel, indem er eine neue römische Kolonie gründete; der Name Jerusalem wurde durch Aelia Capitolina ersetzt.
Der Messias Jesus übte seinen Dienst in einem von den Römern besetzten Gebiet aus, mit einem von Rom eingesetzten Statthalter.
Drei Männer teilten sich somit zu dieser Zeit der Geschichte die Leitung des Landes Israel:
Pontius Pilatus, der römische Präfekt, besaß alle Gewalt, insbesondere über Judäa.
Herodes Antipas herrschte über Galiläa und Peräa.
Der Hohepriester Kajaphas war für die religiösen Fragen zuständig.
INF118
Hinweis
INF118 - Cléopas
Kleopas
Cléopas est l'un des deux disciples que Jésus rencontra sur le chemin d'Emmaüs après sa résurrection. Voici quelques détails sur lui :
Cléopas dans les Écritures
Lukas 24.18 : Cléopas est mentionné comme l'un des deux disciples qui parlaient avec Jésus ressuscité sur le chemin d'Emmaüs. Le nom de l'autre disciple n'est pas mentionné2. Markus 16.12-13 : Ce passage fait également référence à Cléopas et à un autre disciple rencontrant Jésus ressuscité.
Tradition Chrétienne
Mariage et Descendance : Selon la tradition chrétienne, Cléopas est marié à Marie Jacobé, l'une des Trois Maries. Ensemble, ils ont deux fils : Jacques le Mineur et Joset. Parenté avec Jésus : Cléopas est souvent identifié comme le frère de Joseph, le père adoptif de Jésus, ce qui en ferait l'oncle de Jésus. Autres Noms : Le nom Cléopas est parfois associé à Clopas, et il est possible qu'il soit le même personnage.
Le compagnon de Cléopas sur le chemin d'Emmaüs : Certains chercheurs considèrent que ce compagnon pourrait être son épouse, ce qui signifierait qu'ils repartaient chez eux.
Ces détails montrent que Cléopas joue un rôle important dans les récits de la résurrection de Jésus et dans la tradition chrétienne.
INF089
Hinweis
INF089 - Der Sabbat
Der Sabbat
Der Sabbat ist ein Tag der Ruhe und der Heiligung in der jüdischen Tradition, gehalten von Freitagabend bis Samstagabend. Hier einige wichtige Punkte, die man über den Sabbat wissen sollte:
Ursprung und Bedeutung
Commandement Biblique : Le sabbat est l'un des Dix Commandements donnés par Dieu à Moïse sur le mont Sinaï. Il est mentionné à plusieurs reprises dans la Torah, notamment dans Exode 20.8-11 et Deutéronome 5.12-15. Création : Le sabbat commémore le jour de repos de Dieu après les six jours de la création, tel que décrit dans Genèse 2.2-3. Libération d'Égypte : En plus de la création, le sabbat est aussi un rappel de la libération des Israélites de l'esclavage en Égypte, symbolisant la liberté et la sanctification.
Einhaltung und Bräuche
Repos : Le sabbat est un jour de repos complet où les travaux créatifs (appelés "melakhot") sont interdits. Cela inclut des activités comme cuisiner, écrire, allumer un feu, et plus encore. Célébration : Le sabbat commence le vendredi soir avec un repas festif, souvent précédé par l'allumage des bougies du sabbat. Des prières spéciales, comme le Kiddouch (sanctification), sont récitées. Services Religieux : Les juifs pratiquants assistent aux services religieux dans les synagogues, où des lectures spéciales de la Torah et des prières sont effectuées.
Temps en Famille et Spiritualité : Le sabbat est aussi un moment de rassemblement familial, d'étude de la Torah, et de réflexion spirituelle.
Geistliche Bedeutung
Verbundenheit mit Gott: Der Sabbat ist eine Zeit, die der Spiritualität und der Stärkung der Verbundenheit mit Gott gewidmet ist, eine Zeit körperlicher und geistlicher Ruhe. Gemeinschaft: Der Sabbat fördert das Zusammenkommen in Gemeinde und Familie und stärkt so die sozialen und religiösen Bande.
Die Bedeutung des Sabbats für die Juden
Pour les Juifs, le sabbat est bien plus qu'un simple jour de repos. Il est un rappel hebdomadaire de la création du monde et un symbole du pacte entre Dieu et le peuple d'Israël. Le sabbat est un temps sacré dédié à la prière, à la réflexion spirituelle, et à la communion familiale et communautaire.
L'observation du sabbat implique l'abstention de tout travail, la participation à des services religieux à la synagogue, la préparation de repas spéciaux et la célébration en famille. C'est un moment pour se détacher des préoccupations matérielles et se concentrer sur le spirituel, renforçant ainsi les liens avec Dieu et avec les proches.
Der Sabbat zur Zeit Jesu
Au temps de Jésus, le sabbat avait une grande importance religieuse et sociale. Les lois du sabbat étaient scrupuleusement observées, et les pharisiens, ainsi que les scribes, étaient particulièrement vigilants quant au respect strict de ces lois. Ils avaient élaboré un ensemble détaillé de règles pour déterminer ce qui était considéré comme un "travail" interdit le jour du sabbat.
Jésus, cependant, a souvent défié ces interprétations rigides des lois du sabbat. Par exemple, il a guéri des malades le jour du sabbat, ce qui a provoqué des controverses avec les autorités religieuses de son temps. Jésus a enseigné que le sabbat a été fait pour l'homme, et non l'homme pour le sabbat (Marc 2.27), soulignant ainsi l'importance de la compassion et de l'humanité par rapport aux règles strictes.
L'approche de Jésus vis-à-vis du sabbat mettait en lumière l'idée que les lois religieuses devaient servir le bien-être des gens, plutôt que devenir des fardeaux oppressifs. Cette perspective a contribué à des tensions entre lui et les autorités religieuses, et a joué un rôle dans les conflits qui ont finalement conduit à sa crucifixion.
Der Sabbat ist eine zentrale Einrichtung des Judentums und steht für Ruhe, Heiligung und die Verbundenheit mit Gott. Er spielt eine wesentliche Rolle im religiösen und gesellschaftlichen Leben der Juden und bietet eine wöchentliche Pause, die der Besinnung, dem Gebet und der Gemeinschaft mit den Nächsten gewidmet ist.