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Die Samariterin und das Wasser des Lebens

Der Artikel untersucht Jesu Begegnung mit einer Samariterin am Brunnen von Sychar nach Johannes 4,4–26 und betont die geistliche Bedeutung des lebendigen Wassers, das Jesus anbietet.

4 Min. Jesus Samariterin Brunnen von Sychar lebendiges Wasser 3 Verse 2 Bücher

Weiterführende Lektüre

Bibeltexte

Matthäus
Matthäus ( 1912) im Buch nicht erwähnt
Markus
Markus ( 1912) im Buch nicht erwähnt
Lukas
Lukas ( 1912) im Buch nicht erwähnt
Johannes
Johannes 4.4-26 ( 1912)

Er mußte aber durch Samaria reisen.

Da kam er in eine Stadt Samarias, die heißt Sichar, nahe bei dem Feld, das Jakob seinem Sohn Joseph gab.

Es war aber daselbst Jakobs Brunnen. Da nun Jesus müde war von der Reise, setzte er sich also auf den Brunnen; und es war um die sechste Stunde.

Da kommt ein Weib aus Samaria, Wasser zu schöpfen. Jesus spricht zu ihr: Gib mir zu trinken!

(Denn seine Jünger waren in die Stadt gegangen, daß sie Speise kauften.)

Spricht nun das samaritische Weib zu ihm: Wie bittest du von mir zu trinken, so du ein Jude bist, und ich ein samaritisch Weib? (Denn die Juden haben keine Gemeinschaft mit den Samaritern.)

Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wenn du erkenntest die Gabe Gottes und wer der ist, der zu dir sagt: “Gib mir zu trinken!”, du bätest ihn, und er gäbe dir lebendiges Wasser.

Spricht zu ihm das Weib: HERR, hast du doch nichts, womit du schöpfest, und der Brunnen ist tief; woher hast du denn lebendiges Wasser?

Bist du mehr denn unser Vater Jakob, der uns diesen Brunnen gegeben hat? Und er hat daraus getrunken und seine Kinder und sein Vieh.

Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wer von diesem Wasser trinkt, den wir wieder dürsten;

wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird ewiglich nicht dürsten; sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm ein Brunnen des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt.

Spricht das Weib zu ihm: HERR, gib mir dieses Wasser, auf daß mich nicht dürste und ich nicht herkommen müsse, zu schöpfen!

Jesus spricht zu ihr: Gehe hin, rufe deinen Mann und komm her!

Das Weib antwortete und sprach zu ihm: Ich habe keinen Mann. Jesus spricht zu ihr: Du hast recht gesagt: Ich habe keinen Mann.

Fünf Männer hast du gehabt, und den du nun hast, der ist nicht dein Mann; da hast du recht gesagt.

Das Weib spricht zu ihm: HERR, ich sehe, daß du ein Prophet bist.

Unsere Väter haben auf diesem Berge angebetet, und ihr sagt, zu Jerusalem sei die Stätte, da man anbeten solle.

Jesus spricht zu ihr: Weib, glaube mir, es kommt die Zeit, daß ihr weder auf diesem Berge noch zu Jerusalem werdet den Vater anbeten.

Ihr wisset nicht, was ihr anbetet; wir wissen aber, was wir anbeten, denn das Heil kommt von den Juden.

Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt, daß die wahrhaftigen Anbeter werden den Vater anbeten im Geist und in der Wahrheit; denn der Vater will haben, die ihn also anbeten.

Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.

Spricht das Weib zu ihm: Ich weiß, daß der Messias kommt, der da Christus heißt. Wenn derselbe kommen wird, so wird er's uns alles verkündigen.

Jesus spricht zu ihr: Ich bin's, der mit dir redet.

Technische Einzelheiten

Balkendiagramm zum Jahr 31

Ort: Der Brunnen von Sychar in Samaria

Datum: Januar oder Februar des Jahres 31

Vorgehensweise: Wir fahren mit Johannes fort

Hinweis zum Vorgehen: Nur Johannes berichtet über den Beginn des Wirkens Jesu, des Messias, in Judäa, unmittelbar vor der Verhaftung Johannes’ des Täufers

Reise nach Sychar

Wenn Juden nach Galiläa reisten, vermieden sie gewöhnlich Sychar in Samaria und bevorzugten einen Weg am Jordan entlang. Dies lag an den angespannten, konfliktreichen Beziehungen zwischen Juden und .

Jesus, der Messias, begegnet einer Samariterin

Jesus, der Messias, begegnet einer Samariterin

Kommentare

Johannes betont, dass Jesus durch Samaria gehen musste. Juden vermieden auf dem Weg nach Galiläa oft Sychar und bevorzugten wegen der Spannungen zwischen Juden und eine Route am Jordan entlang. Vers 4 erinnert an diesen Brauch. Jesus wusste um die Bedeutung seiner Begegnung am Brunnen von Sychar und ging absichtlich dorthin.

Der Brunnen wird in 1. Mose 33.18-20 erwähnt: Der Patriarch Jakob kauft einen Acker und gibt ihn später Josef. Johannes schreibt, es sei die sechste Stunde gewesen, also nach jüdischer Zeitrechnung Mittag, nach der Zeitrechnung der 18 Uhr. In Johannes 19.14 scheint die sechste Stunde jedoch sechs Uhr morgens zu bedeuten. Das lässt uns annehmen, dass Johannes die Zeitrechnung der verwendet; es wäre daher 18 Uhr.

Der Weg Jesu und seiner Jünger von Alexandreion nach Sychar beträgt etwa 24 Kilometer. Jesus wirkt müde, während die Jünger ins Dorf gehen, um Essen zu kaufen. Diese Müdigkeit könnte sich durch Schlafmangel erklären.

Vers 6 legt nahe, dass die Jünger Jesus allein ließen, was vielleicht auf wenige Begleiter hinweist. Johannes war auf dieser Reise wahrscheinlich anwesend.

Johannes berichtet anschließend ein langes Gespräch Jesu mit einer Samariterin und bezieht seine Angaben aus ihrem Zeugnis. Der Bericht folgt auf Nikodemus und stellt zwei Personen gegenüber: den gebildeten, religiösen Nikodemus und die ausgegrenzte, weniger religiös interessierte Samariterin. Beide entdecken jedoch Jesus und verändern ihr Leben.