PER218

Der Messias Jesus ist das Licht der Welt

Beim Sukkot-Fest in Jerusalem erklärt sich Jesus zum ‚Licht der Welt‘ (Johannes 8.12-58) und knüpft damit an die Symbolik der großen Beleuchtungen des Tempels an. Er offenbart nach und nach seine göttliche Identität in Streitgesprächen mit den Pharisäern, die in der Aussage gipfeln: ‚Ehe Abraham wurde, ICH BIN‘ – eine ausdrückliche Bekräftigung seiner Präexistenz und seiner Gottheit. An ihn zu glauben bedeutet, in das Licht, die Wahrheit und das ewige Leben einzutreten.

9 min Licht der Welt Jesus, der Messias Sukkot-Fest JE SUIS Johannes 8 9 Verse 2 Bücher

Weiterführende Lektüre

Bibeltexte

Matthäus
Matthäus ( 1912) im Buch nicht erwähnt
Markus
Markus ( 1912) im Buch nicht erwähnt
Lukas
Lukas ( 1912) im Buch nicht erwähnt
Johannes
Johannes 8.12-58 ( 1912)

Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wir das Licht des Lebens haben.

Da sprachen die Pharisäer zu ihm: Du zeugst von dir selbst; dein Zeugnis ist nicht wahr.

Jesus antwortete und sprach zu ihnen: So ich von mir selbst zeugen würde, so ist mein Zeugnis wahr; denn ich weiß, woher ich gekommen bin und wohin ich gehe; ihr aber wißt nicht, woher ich komme und wohin ich gehe.

Ihr richtet nach dem Fleisch; ich richte niemand.

So ich aber richte, so ist mein Gericht recht; denn ich bin nicht allein, sondern ich und der Vater, der mich gesandt hat.

Auch steht in eurem Gesetz geschrieben, daß zweier Menschen Zeugnis wahr sei.

Ich bin's, der ich von mir selbst zeuge; und der Vater, der mich gesandt hat, zeugt auch von mir.

Da sprachen sie zu ihm: Wo ist dein Vater? Jesus antwortete: Ihr kennt weder mich noch meinen Vater; wenn ihr mich kenntet, so kenntet ihr auch meinen Vater.

Diese Worte redete Jesus an dem Gotteskasten, da er lehrte im Tempel; und niemand griff ihn, denn seine Stunde war noch nicht gekommen.

Da sprach Jesus abermals zu ihnen: Ich gehe hinweg, und ihr werdet mich suchen und in eurer Sünde sterben. Wo ich hin gehe, da könnet ihr nicht hin kommen.

Da sprachen die Juden: Will er sich denn selbst töten, daß er spricht: “Wohin ich gehe, da könnet ihr nicht hin kommen”?

Und er sprach zu ihnen: Ihr seid von untenher, ich bin von obenher; ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt.

So habe ich euch gesagt, daß ihr sterben werdet in euren Sünden; denn so ihr nicht glaubt, daß ich es sei, so werdet ihr sterben in euren Sünden.

Da sprachen sie zu ihm: Wer bist du denn? Und Jesus sprach zu ihnen: Erstlich der, der ich mit euch rede.

Ich habe viel von euch zu reden und zu richten; aber der mich gesandt hat, ist wahrhaftig, und was ich von ihm gehört habe, das rede ich vor der Welt.

Sie verstanden aber nicht, daß er ihnen von dem Vater sagte.

Da sprach Jesus zu ihnen: Wenn ihr des Menschen Sohn erhöhen werdet, dann werdet ihr erkennen, daß ich es sei und nichts von mir selber tue, sondern wie mich mein Vater gelehrt hat, so rede ich.

Und der mich gesandt hat, ist mit mir. Der Vater läßt mich nicht allein; denn ich tue allezeit, was ihm gefällt.

Da er solches redete, glaubten viele an ihn.

Da sprach nun Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: So ihr bleiben werdet an meiner Rede, so seid ihr meine rechten Jünger

und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.

Da antworteten sie ihm: Wir sind Abrahams Samen, sind niemals jemandes Knecht gewesen; wie sprichst du denn: “Ihr sollt frei werden”?

Jesus antwortete ihnen und sprach: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wer Sünde tut, der ist der Sünde Knecht.

Der Knecht aber bleibt nicht ewiglich im Hause; der Sohn bleibt ewiglich.

So euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr recht frei.

Ich weiß wohl, daß ihr Abrahams Samen seid; aber ihr sucht mich zu töten, denn meine Rede fängt nicht bei euch.

Ich rede, was ich von meinem Vater gesehen habe; so tut ihr, was ihr von eurem Vater gesehen habt.

Sie antworteten und sprachen zu ihm: Abraham ist unser Vater. Spricht Jesus zu ihnen: Wenn ihr Abrahams Kinder wärt, so tätet ihr Abrahams Werke.

Nun aber sucht ihr mich zu töten, einen solchen Menschen, der ich euch die Wahrheit gesagt habe, die ich von Gott gehört habe. Das hat Abraham nicht getan.

Ihr tut eures Vaters Werke. Da sprachen sie zu ihm: Wir sind nicht unehelich geboren, wir haben einen Vater, Gott.

Jesus sprach zu ihnen: Wäre Gott euer Vater, so liebtet ihr mich; denn ich bin ausgegangen und komme von Gott; denn ich bin nicht von mir selber gekommen, sondern er hat mich gesandt.

Warum kennet ihr denn meine Sprache nicht? Denn ihr könnt ja mein Wort nicht hören.

Ihr seid von dem Vater, dem Teufel, und nach eures Vaters Lust wollt ihr tun. Der ist ein Mörder von Anfang und ist nicht bestanden in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er von seinem Eigenen; denn er ist ein Lügner und ein Vater derselben.

Ich aber, weil ich die Wahrheit sage, so glaubet ihr mir nicht.

Welcher unter euch kann mich einer Sünde zeihen? So ich aber die Wahrheit sage, warum glaubet ihr mir nicht?

Wer von Gott ist, der hört Gottes Worte; darum hört ihr nicht, denn ihr seid nicht von Gott.

Da antworteten die Juden und sprachen zu ihm: Sagen wir nicht recht, daß du ein Samariter bist und hast den Teufel?

Jesus antwortete: Ich habe keinen Teufel, sondern ich ehre meinen Vater, und ihr unehret mich.

Ich suche nicht meine Ehre; es ist aber einer, der sie sucht, und richtet.

Wahrlich, wahrlich ich sage euch: So jemand mein Wort wird halten, der wird den Tod nicht sehen ewiglich.

Da sprachen die Juden zu ihm: Nun erkennen wir, daß du den Teufel hast. Abraham ist gestorben und die Propheten, und du sprichst: “So jemand mein Wort hält, der wird den Tod nicht schmecken ewiglich.”

Bist du denn mehr als unser Vater Abraham, welcher gestorben ist? Und die Propheten sind gestorben. Was machst du aus dir selbst?

Jesus antwortete: So ich mich selber ehre, so ist meine Ehre nichts. Es ist aber mein Vater, der mich ehrt, von welchem ihr sprecht, er sei euer Gott;

und kennet ihn nicht, ich aber kenne ihn. Und so ich würde sagen: Ich kenne ihn nicht, so würde ich ein Lügner, gleichwie ihr seid. Aber ich kenne ihn und halte sein Wort.

Abraham, euer Vater, ward froh, daß er meinen Tag sehen sollte; und er sah ihn und freute sich.

Da sprachen die Juden zu ihm: Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt und hast Abraham gesehen?

Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Ehe denn Abraham ward, bin ich.

Technische Einzelheiten

Jahr 32

Ort: Der Tempelplatz in Jerusalem

Datum: Mittwoch, der 13. Oktober des Jahres 32, ist der letzte Tag des Festes. Dieses Ereignis könnte sich am Vortag zugetragen haben

Vorgehensweise: Wir fahren mit Johannes fort

Anmerkung zur Vorgehensweise: Johannes ist der Einzige, der von diesem Fest in Jerusalem berichtet

Ankündigung der Geburt Johannes des Täufers

Der Messias Jesus offenbart nach und nach, dass der Glaube an ihn den Eintritt in das Licht, die Wahrheit und das ewige Leben bedeutet.

Der Messias Jesus ist das Licht der Welt

Das Licht der Welt

Hier eine Zusammenfassung dieses langen Textes:

Das hier behandelte Thema ist das Licht der Welt. Nachdem er seine Rede über das Wasser des Lebens gehalten hat, die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Fest steht, folgt am letzten Tag des Festes nun eine zweite Rede, über das Licht.

Jeden Abend während des Festes wurde der Tempel von großen Leuchtern erhellt, die im Frauenvorhof aufgestellt waren und ein Licht verbreiteten, das in ganz Jerusalem zu sehen war. Die Dochte wurden aus abgetragenen Gewändern der Priester gefertigt. In dieser Zeit der Beleuchtung sangen und tanzten die Teilnehmer. Dieses Licht sollte daran erinnern, wie Gott nach dem biblischen Text (4. Mose 9.15-23) sein Volk nachts in der Wüste führte.

Der Text zieht eine ausdrückliche Parallele zwischen diesen Fackeln und der Person des Meisters und erklärt, dass er das Licht der Welt ist. Er zeigt so anhand der bei diesen Feiern angesprochenen Grundsätze, dass diese Elemente der Schatten künftiger Ereignisse sind, während er als Messias jeder dieser Erscheinungen eine geistliche Dimension verleiht.

Für das jüdische Publikum, das den Reden Jesu zuhörte, war es möglich, Verbindungen zwischen den verschiedenen religiösen Feiern und der Gestalt des Messias herzustellen, was das Einprägen und das Verstehen dieser Entsprechungen erleichterte.

Wir bemerken auch, dass diese Reden durch Einwürfe von außen unterbrochen wurden. Menschen, und hier besonders die , versäumen es nicht, Bemerkungen zu machen.

Hier eine Zusammenfassung dieses langen Textes:

Der Messias Jesus, das Licht der Welt (Johannes 8.12): Der Messias Jesus erklärt, das Licht der Welt zu sein, und verheißt denen, die ihm folgen, das Leben. Das knüpft an die Lichtsymbole von an und leitet eine Offenbarungsrede ein.

Streitgespräch mit den (Johannes 8.13-20): Die bestreiten seine Autorität. Jesus bekräftigt, dass sein Zeugnis gültig ist, weil es vom Vater kommt. Er betont: Den Messias Jesus zu kennen heißt, Gott zu kennen.

Ankündigung seines Schicksals (Johannes 8.21-30): Der Messias Jesus kündigt seinen Weggang an (eine Anspielung auf seinen Tod und seine Verherrlichung). Er warnt: Wer sich weigert, an ihn zu glauben, wird in seinen Sünden sterben. Er erklärt, „ICH BIN“ zu sein, eine direkte Anspielung auf die Gottheit. Viele glauben an ihn.

Freiheit und Wahrheit (Johannes 8.31-36): Der Messias Jesus verheißt, dass die Wahrheit frei macht. Er prangert die Sklaverei der Sünde an. Nur der Sohn (er selbst) kann wirklich befreien.

Das wahre Erbe Abrahams (Johannes 8.37-47): Der Messias Jesus bestreitet, dass seine Zuhörer Kinder Abrahams sind. Er bekräftigt, dass ihre Haltung (der Wille, ihn zu töten) zeigt, dass sie einen anderen Vater haben. Er erklärt, dass sie sein Wort nicht hören können, weil sie nicht aus Gott sind.

Beschuldigungen und abschließende Offenbarungen (Johannes 8.48-58): Die Obersten beschuldigen Jesus, besessen zu sein. Jesus verkündet, dass jeder, der sein Wort hält, niemals sterben wird.

Höhepunkt (der entscheidende Punkt, der intensivste Moment des Berichts) Johannes 8.58: Er offenbart sich durch die göttliche Formel „Ehe Abraham wurde, ICH BIN“, eine ausdrückliche Bekräftigung seiner Präexistenz und seiner Gottheit.

Zusammenfassung:

Dieser Abschnitt beleuchtet die Auseinandersetzung zwischen Jesus und den religiösen Autoritäten um seine Identität, seine göttliche Herkunft und das Heil, das er anbietet. Er offenbart nach und nach, dass der Glaube an ihn den Eintritt in das Licht, die Wahrheit und das ewige Leben bedeutet.