Kontext
Zeugen seiner Wunder beschuldigen ihn, mit dem Teufel zusammenzuarbeiten. Jesus, der Messias, der ihre Gedanken kennt, antwortet mit einer Reihe logischer und geistlicher Argumente.
Analyse der Stelle
Die logische Argumentation (Lukas 11.17-19)
Ein in sich gespaltenes Reich kann nicht bestehen. Wenn der Satan seine eigenen Dämonen austreibt, ist sein Reich zum Scheitern verurteilt. Jesus, der Messias, kehrt die Anschuldigung um: Wenn er durch Beelzebul handelt, was ist dann von den Exorzismen zu sagen, die die jüdischen Jünger vollziehen?
Die geistliche Offenbarung (Lukas 11.20)
Jesus, der Messias, erklärt, dass er die Dämonen durch den Finger Gottes austreibt, ein Ausdruck, der die unmittelbare göttliche Macht anklingen lässt (vgl. 2. Mose 8.23). Das bedeutet, dass das Reich Gottes schon da ist, mitten unter ihnen gegenwärtig.
Das vom starken Mann (Lukas 11.21-22)
Satan wird mit einem starken Mann verglichen, der seine Güter bewacht. Jesus, der Messias, ist der Stärkere, der kommt, um ihn zu besiegen, und die befreit, die unter seiner Gewalt standen. Es ist ein Bild für den Sieg Christi über die Mächte des Bösen.
Der Ruf zur Entscheidung (Lukas 11.23)
Es gibt keine Neutralität: Man ist entweder mit Jesus oder gegen ihn. Wer nicht an seinem Werk des Sammelns teilnimmt, trägt zur Zerstreuung bei.
Die Gefahr der geistlichen Leere (Lukas 11.24-26)
Ein Mensch, der von einem unreinen Geist befreit wurde, sein Leben aber nicht mit Gott füllt, bleibt verwundbar. Die Rückkehr der Dämonen in größerer Zahl zeigt, dass auf die Befreiung eine innere Verwandlung folgen muss.
Hauptaussage
Dieser Text ist eine Erklärung der Souveränität Jesu, des Messias, über die Mächte des Bösen, eine Einladung, die Gegenwart des Reiches zu erkennen, und eine Warnung vor geistlicher Gleichgültigkeit.