Die jahwistische Quelle (oder der Jahwist), häufig mit J abgekürzt, ist nach der Urkundenhypothese eine hypothetische Quelle der (der ersten fünf Bücher der ). Hier einige wichtige Punkte:
Herkunft und Definition
Urkundenhypothese: Diese im 19. Jahrhundert von Forschern wie Julius Wellhausen entwickelte Hypothese besagt, dass die eine Zusammenstellung aus vier unterschiedlichen Quellen ist: Jahwist, , Deuteronomist und Priesterschrift.
Göttlicher Name: Die jahwistische Quelle trägt ihren Namen, weil sie für Gott häufig den göttlichen Namen (oder Jahwe) verwendet.
Merkmale
Stil und Theologie: Die jahwistische Quelle zeichnet sich durch einen anthropomorphen Stil aus, der Gott mit menschlichen Zügen beschreibt. Sie betont die Beziehung zwischen Gott und den Menschen sowie das Land und die menschliche Verderbtheit1.
Zugeschriebene Abschnitte: Abschnitte wie die Erschaffung von Mann und Frau (1. Mose 2:4b-25), der Sündenfall des Menschen (1. Mose 3) und die Berufung des Mose am brennenden Dornbusch (2. Mose 3:1-15) werden dieser Quelle zugeschrieben.
Datierung und Gültigkeit
Datierung: Die Forscher haben unterschiedliche Zeiträume für die Abfassung der jahwistischen Quelle vorgeschlagen, von der Königszeit (10. Jahrhundert v. Chr.) bis zur exilischen und nachexilischen Zeit (6.–5. Jahrhundert v. Chr.).
Gültigkeit: Die Urkundenhypothese, einschließlich der jahwistischen Quelle, wird von heutigen Forschern nicht mehr allgemein akzeptiert; sie bevorzugen andere Modelle, um die Entstehung der zu erklären.
Die jahwistische Quelle ist also ein wichtiger Begriff für das Studium der , auch wenn ihre Existenz und ihre Bedeutung unter Forschern umstritten sind.