Gadara lag im heutigen Jordanien, etwa 10 Kilometer südöstlich des Sees von Tiberias (auch genannt). Es lag auf einem Hügel mit Panoramablick auf den See und das Jordantal. Gadara gehörte zur Dekapolis, einem Bund von zehn einflussreichen Städten der Region in hellenistischer und römischer Zeit.
Die moderne Stadt Umm Qais ist auf den Ruinen von Gadara erbaut und eine bedeutende archäologische Stätte, die viele an der Geschichte und Kultur der Region interessierte Besucher anzieht.
Gadara, heute als Umm Qais bekannt, ist eine antike hellenistische Stadt im heutigen Jordanien, in der Provinz Irbid. Hier einige interessante Punkte über Gadara:
Geschichte: Im 4. Jahrhundert v. Chr. von den Makedoniern gegründet, war Gadara in hellenistischer und römischer Zeit ein bedeutendes kulturelles Zentrum. Es gehörte zur Dekapolis, einem Bund von zehn halbautonomen Städten unter römischer Herrschaft.
Geografie: Gadara lag auf einem Hügel etwa 378 Meter über dem Meeresspiegel mit Blick auf den Jarmuk und die Golanhöhen. Die Stadt war gut befestigt und dank Quellen und Zisternen gut mit Wasser versorgt.
Kultur: Es war eines der Zentren der griechischen Kultur in der Region und brachte mehrere bedeutende Kulturgestalten hervor, wie Menippos, Philodemos und Meleager.
Ruinen: Die Ruinen von Gadara liegen heute in Umm Qais, einer kleinen modernen Stadt. Die Stätte ist gut erhalten und bietet eine herrliche Aussicht auf die Umgebung.
Bibel: Gadara wird in den Evangelien als der Ort der Befreiung der Besessenen von Gerasa (oder Gadara) durch Jesus, den Messias, erwähnt.